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  Alaro
 

Alaro 




Sie sind auf der Suche nach einem typisch mallorquinischen Ort? Dann sind Sie in dem kleinen Dörfchen Alaro genau richtig angekommen. Seinen Ursprung hat das örtchen vom muslimischen Dorf Oloron. Erstmalig schriftlich erwähnt wurde Alaro im 13. Jhdt. Die Frauen nennen sich nicht ohne einen gewissen Stolz Alaronera und die Männer Alaroner.

Kleine Häuser mit schönen Aussenfassaden aus Naturstein schmiegen sich eng zusammen und bilden ein historisches Gesamtbild. Schade, dass man diese Häuser meist nur von vorne sieht, denn in den hinteren Bereichen würden sich dem Betrachter kleine Einode erschließen. Wie in fast jedem noch so kleinen Ort auf der Insel gibt es naTürlich auch hier eine Kirche. Diese ist dem heiligen Bartolome geweiht.

Streiflichter
    
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Der Gast, der als Wanderer den Ort besucht, findet viele schöne Wanderwege und deshalb ist dieses Fleckchen Mallorca auch ein sehr guter Ausgangspunkt für Ihre Wandertouren. Schon von weitem werden Sie die Gebirgskette der Serra meistens in der Sonne glitzern sehen. Auch Freunde des guten Essens werden schnell fündig. Testen Sie auf jeden Fall das ein oder andere Restaurant im Ort, denn hier gibt es sehr gute mallorquinische Küche. Wer einmal die Lammschulter im Restaurant "Es Verger" genossen hat, wird dieses Geschmackserlebnis niemals vergessen. Am Ende dann noch einen "Cremadillo" der in einem kleinen Tongefäß "feurig" serviert wird und fertig ist ein perfektes Essen in luftiger Höhe. Immerhin befinden wir uns in einigen hundert Metern Höhe am Puig de Alaro.

Der Ort selbst präsentiert sich in idyllischer Ruhe. Keine Hektik macht sich breit, gemütlich geht es zu im Ort. Am kleinen Kirchplatz kann es aber auch hoch hergehen. Gefeiert wird wie Überall auf Mallorca auch in Alaro gerne. 

Firas y Fiestas
 

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Am 15. August 1901 wurde das erstemal ein großes Fest wegen der Elektrifizierung des Dorfes gefeiert. Schließlich war man die erste Gemeinde Mallorcas die ÜberElektrizität verfügte. Bis heute wird dieses Ereignis immer am Vorabend des Dorffestes für den Schutzpatron des Dorfes San Roc gefeiert. Apropo feiern: die Bewohner von Alaro feiern auch heute gerne alles was sich so feiern läßt. Gleich am Ortseingang stehen auf der rechten Seite die übriggebliebenen Reste eines grossen Kamins. Er gehörte damals zum mit Kohle betriebenen Elektritätswerk der G.E.S.A.. Das Gebäude des Elektrizitätswerkes wurde bereits vor Jahren aufwändig restauriert und ist ein gutes Zeugnis damaliger Zeiten.

überrascht waren wir von der guten Qualität in dem Restaurant, das direkt an der Placa de la Vila liegt. Unsere Meinung: Durchaus weiterempfehlenswert. Bei einem Spaziergang durch den Ort lässt sich Vieles entdecken. Neben der Kirche z.B. steht ein schönes Wegekreuz.

Es Cruce

                                                                          Fensterrosette                        Rathaus

     
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Trotz der momentanen Krise ist auch heute noch der wichtigste Industriezweig in Alaro die Schuhindustrie. In den besten Jahren gab es einmal 30 Fabriken die mehr als 2000 Menschen beschäftigten.

Alaro hat heute etwa 5.200 Einwohner. Die in der Sonne von weitem glitzernden weissen Gebäude und naTürlich auch die übrig gebliebenen Ruinen sind fast ein Wahrzeichen des Ortes. Aus arabischer Zeit stammen die ersten Hinweise auf eine Burg namens `Hisn Alarun´. Warum, weshalb, wieso und warum es das Castell Alaro gibt, wird wahrscheinlich immer ein Geheimnis bleiben. Es spielt in der Zeitgeschichte Mallorcas aber eine große Rolle. Eine kleine Kapelle gibt es ebenfalls zu besichtigen. Verehrt wir die Mare de Deu del Refugi. An vielen Häusern im Ort findet man ihr Bild auf Kacheln oder kleinen Fliesen. NaTürlich gibt es, wie in den meisten anderen Dörfern auf der Insel, die wichtigen Brunnen.

    Brunnen
     
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Zwei Quellen gehören zum Ort, die sogar namentlich beurkundet wurden: Son Artigues und Bastida. In dessen Nähe entstanden die ersten Häuser des Ortes. Gut, dass es die Quelle Son Artigues auch heute noch gibt, denn sie versorgt nach wie vor den Ort mit frischem Wasser.

Erzählt wird gerne folgende kleine schaurige Geschichte. Im Jahr 1285 steht der Kommandant von König Alfons von Aragon (nein nicht von König Alfons dem viertelvorzwölften, der war König von Lummerland) vor dem verschlossenen Tor zur Burg und verlangte „Ergebt Euch“. Der Befehlshaber der Burg mit Namen Cabrit soll gefragt haben: „Wem sollen wir uns ergeben, etwa dem König Anfòs (Alfons)"? (was auf mallorquin Zackenbarsch heißt). Der Angreifer nahm das Wortspiel auf und soll geantwortet haben: „Cabrit (Cabrito = Zicklein) mundet mir sehr.“ Das Ergebnis kennt jedes Kind auf Mallorca. Die Burg wurde schließlich eingenommen und der Kommandant Cabrit und sein Mitstreiter mit Namen Bassa wurden bei lebendigem Leib wie zwei Ziegen auf einem offenem Grill geröstet. 

Wer jetzt noch mehr schauriges von der Burg Alaro wissen möchte, dem sei gesagt, dass auch die Inquisition auf der Burg ihren Sitz hatte. Hexen wurden verbrannt, Juden und Muslime, die sich nicht zum Christentum bekannten, wurden erdrosselt. Auch heute finden Historiker hin und wieder ein paar menschliche Knochen, die, wenn sie könnten, bestimmt eine nicht so angenehme Geschichte erzählen könnten. Wie dem auch sei, vielleicht decken wir einfach den Mantel des Vergessens Überdiese Zeiten.

Um den Ort und die Umgebung von Alaro haben sich im Laufe der Jahrhunderte  viele Legenden gebildet. Liegt es an den Tafelbergen, die so majestätisch in der Sonne liegen oder einfach an den Menschen und ihren Fiestas, die gerne gefeiert werden? Unter Eingeweihten erzählt man sich auch heute noch, dass am Tag der Elektrifizierung des Ortes eine Messerstecherei stattgefunden haben soll. Oder ist es etwa auch eine Legende, wenn erzählt wird, dass während der Nacht vor Allerheiligen, zwischen den beiden Tafelbergen, dem Puig de Castell und dem Puig de Alcadena, Überdem Tal von Solleric, Hexen auf einem gespannten Seil ihre verrückten Tänze vollführen? Wer weiss schon was Legende und was Wahrheit ist. Im Laufe der Zeit verschmelzen manchmal die seltsamsten Begebenheiten. Und ist es nicht schön, wenn Abuela oder Abuelo ihren Enkeln an kalten Winterabenden die
Märchen und Legenden von Mallorca erzählen.

Vergessen sollten Sie auf keinen Fall die
Fundacion Lichter. Der Künstler Alfred Lichter lebte und wirkte Über30 Jahre lang in diesem schönen Dorf. Etwa 800 Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Entwürfe aus 60 Schaffensjahren des Künstlers sind zu bewundern. 2 Kunstfreunde aus Deutschland waren die Initiatoren für die gemeinnützige Stiftung.

Kunst zum Ansehen
       
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Ansonsten findet man im Ort selbst ebenfalls einiges zum Thema Kunst. Was jedoch die einzelne Skulpturen aussagen sollen, entzieht sich unserer Kenntnis. Vielleicht gibt es ja Leser dieser Seite, die uns gerne über Kontakt weitere Infos mitteilen möchten. 


 

 
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