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  Alcudia
 

Alcudia


Wer nach Alcudia fährt, dem fallen als erstes die imposanten Stadtmauern aus dem Mittelalter auf. Relikte aus der Vergangenheit und der langen Geschichte des Ortes.  

Unverkennbar Alcudia
  
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Warm war es beim letzten Besuch. Aber wer will denn schon jammern, wenn in Deutschland das Thermometer 18 Grad anzeigt. Wir jedenfalls genießen bei jedem Inselbesuch die höheren Themperaturen. Egal, ob im Winter oder auch während der sonstigen Jahreszeiten. Heute präsentieren sich der Ort und die Einwohner als sehr modern und weltoffen. Die Verwaltung und die Stadtoberen haben immer ein offenes Ohr für neue Sichtweisen oder interessante Verbesserungsvorschläge. Ein paar Kilometer weiter liegt die Touristenhochburg Port d`Alcudia. Als Besucher sollten Sie an einem Dienstag oder Sonntag den Ort besichtigen. Denn dann ist Markttag und damit ist richtig was los.

Der Markt mit all seinen Variationen
 

 
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Von nah und fern strömen die Menschen in den Ort und es herrscht ein emsiges Handeln und Einkaufen. In den schönen, um den Markt liegenden Bars und Cafeterias herum, tauschen die Einheimischen den neuesten Tratsch aus und diskutieren oder ärgern sich Überdie neuesten Einsparungsmaßnahmen, die vom Festland vorgegeben werden. Kommen Sie am Besten sehr früh, dann bekommen Sie nicht nur eventuell auch einen der Parkplätze, sondern auch hier gilt "Der frühe Vogel fängt den Wurm". Bedeutet nichts anderes, als dass die beste Ware am Morgen verkauft wird. Aber keine Angst, für jeden bleibt genug, um sich mit dem Allerwichtigsten einzudecken.

Rathaus                                                                                   Kleine Gasse
 
 
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Wenn aber kein Markt ist, versinkt der Ort auch nicht in Trostlosigkeit. Es gibt viel zu sehen und zu entdecken. Vielleicht fangen Sie mit Ihrer Besichtigungstour mit der Església de Sant Jaume an. Die im neugotischen Stil errichtete Pfarrkirche steht am Südwestrand der Altstadt in einer Lücke der Stadtmauer. Sie wurde zwischen 1882 und 1893 errichtet, nachdem der Vorgängerbau aus dem 14. Jahrhundert im Jahre 1870 zusammengebrochen war. Wenn Sie Glück haben, sind sogar die Türen offen. Betreten Sie die Kirche dann auf jeden Fall, denn das Bauwerk bietet eine recht seltene Kombination gotischer Bauart im Hauptschiff mit einer schönen Barockkuppel in der kleinen Seitenkapelle. Auf den Altären und den Skulpturen beeindrucken der reiche Gold- und Silberschmuck.

Altstadtimpressionen
   
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Nicht vergessen sollte man eine weitere kleine Kirche im südlichen Stadtbereich. Die Esglesia Santa Anna stammt aus dem 13. Jhdt. Bevor Sie durch die Tür in die Kapelle gehen, schauen Sie mal nach oben. Ein schönes Bild der Verge de Bona Nova erwartet Sie. übersetzt heißt der Name etwa "Muttergottes der guten Neuigkeiten". Frohe Botschaften wurden bestimmt auch in früheren Jahren gerne vernommen.

Gleich nebenan finden Sie den Vorgängerbau der Kirche, die "Kapelle des wundertätigen Christus". Die Bauzeit war von 1675 bis 1697. Besucher erfreuen sich unter anderem an einer hölzernen Christusstatue aus dem Jahr 1507. 

Eine frohe Botschaft war bestimmt auch die Nachricht, dass die deutsche Bertelsmannstiftung die neue Bibliothek "Can Torro" mit einer Spende von Übereine Million Euro gefördert hat. So etwas nennt man dann wohl "Entwicklungshilfe", oder? Immerhin gilt die Bibliothek dadurch als modernste ihrer Art auf den Balearen. 

Küste bei Alcudia                                                                        Ausflugsziel
   
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Der Ort Alcudia gilt als die älteste Stadt auf Mallorca. Nachdem die römischen Truppen unter Konsul Quintus Caecilius Metellus Balearicus (ich liebe diese römischen Namen) im Jahr 123 v. Chr. Mallorca erobert hatte, wurde etwa 50 Jahre später Pollentia geGründet. Fast 500 Jahre erlebte die Stadt eine nie vorher gesehene Blütezeit. Die Vandalen machten dann (426 n.Chr.) die Stadt dem Erdboden gleich. (Manchmal habe ich auch heute noch den Verdacht das Vandalen unterwegs sind) Die Mauren gaben dem Ort dann seinen Namen: Al-Qudya, was übersetzt "der Hügel" heißt. Erst im Jahre 1282 wurde dann Alcudia schriftlich erwähnt. Bereits wenige Jahre später bekam Alcudia das Recht, Verwaltungsgemeinde zu sein. 1302 begann man mit dem Bau der Kirche und die imposante Stadtmauer wurde 1362 fertig gestellt. Die mächtigen Stadtmauern sind heute zum größten Teil restauriert und in einem meist guten Zustand. Wer nach Alcudia fährt, sieht zuerst auch diese monumentalen Mauern und die beeindruckenden Stadttore Porta de Mallorca und Porta del Moll. Einige Meter der Stadtmauer sind sogar gut zu bewandern. Andere sind nicht offen, da sie zu wenig gesichert sind. Bleiben Sie lieber auf dem Boden der schönen Stadt Alcudia. Aus neuerer Zeit ist dagegen die Skulptur im Kreisverkehr an der Strasse von Alcudia nach Pollenca. 2005 wurde dieser Rotonda verschönert.

Kreisverkehr
Tor mit roter Kugel (Tomen Ventanyol)

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In der Nähe des Gotteshauses finden Sie auch das sehr schöne archäologische Museum " Monografic de Pollentia ". Das Museum zeigt viele interessante Fundstücke aus Alcudia und der näheren Umgebung. Einige Ausgrabungen zeigen die Reste einer römischen Villa. Leider nagt naTürlich auch hier der Zahn der Zeit an den Resten aus alten Zeiten. Außerdem konnten es manche Besucher wohl nicht lassen, ohne einen kleinen Stein von dieser Stätte wieder fort zu gehen. Deshalb wurde beschlossen, die noch frei zugänglichen Stätten einzuzäunen. Nun sind sie nur noch im Rahmen von fachkundigen Führungen zu besichtigen.

Wer als Besucher aus nördlicher Richtung anreist, hat vielleicht auch das meiste Glück einen freien Platz in den ansässigen Cafeterias zu bekommen. Gehen Sie ein paar Meter weiter in die Plaça Carles V.; meiner Meinung ist es hier noch schöner und gönnen Sie sich eine kleine Pause. Die kleine Fußgängerzone lädt bestens ein, einen Augenblick hier zu verweilen. Lassen Sie ein wenig die Augen schweifen, dann entdecken Sie bestimmt auch das sehr schöne Rathaus der Gemeinde Alcudia.
Der Platz "Placeta de les Verdures" ist eigentlich nicht zu verpassen. Auch das kleine Museum de L'Església in der Carrer Rectoria lohnt sich durchaus für einen kleinen Besuch.


Selbst Höhlenforscher werden in Alcudia fündig. Die Cova de Sant Marti ist ein naTürliches Bauwerk. Zu finden ist die vorchristliche Kultstätte direkt am Fuß des Puig de Sant Marti. Zwei kleine Kapellen sind Über in Stein gehauene Stufen zu erreichen. Wen wundert es, dass die eine davon Sant Marti und die andere Kapelle Sant Jordi heißt.

Eine kleine nostalgische Stierkampfarena, die "Placa de Toros", sollten Sie wenn möglich ebenfalls besichtigen. In Alcúdia finden jährlich an den lokalen Feiertagen von Sant Jaume (25. Juli) und Mare de Déu d’Agost (15. August) immer noch zwei Stierkämpfe statt. Eine Tradition, die seit langem naTürlich umstritten ist. Allerdings sollten wir uns nicht anmaßen Überderartige Traditionen zu richten. Wer seine Probleme mit dieser Art "Unterhaltung" haben sollte, geht besser zu den unblutige Schaukämpfen, die mit jungen Stieren und jungen Toreros stattfinden. Ein hübsches und sehenswertes Spektakel, bei dem es hauptsächlich um viel Spass geht. Dadurch ist das Ganze nur noch ein touristisches Spektakel, das noch mit ein wenig Folklore aufgepeppt wird. Trotz des leider hohen Eintrittsgeldes besitzt es aber auch einen gewissen Unterhaltungscharakter und vermittelt eine Vorstellung von einem ehemaligen "richtigen" Stierkampf. Immer wieder im Sommer finden auch sehr interessante Musikveranstaltungen statt. Früher war mehr los, legendäre Stierkämpfer wie Palomo Linares, Manuel Díaz “El Cordobés” oder Dávila Miura haben ihre Erfolge in dieser Arena gefeiert. Namen die uns meistens unbekannt sind. In Spanien werden die Erinnerungen an diese "Helden" aber aufrecht erhalten.

Auch für Freunde des guten Essens bietet Alcudia so einiges. Wir empfehlen das Genestar oder das Sa Romana. Internationale und mallorquinische Küche bei einem mittleren bis gehobenen Preisniveau. Eventuell besser gefällt den jüngeren Menschen das Cafe Cas Capella in der Carrer d`en Serra. Auch diese Lokalität können wir gerne empfehlen. Einfach gut Essen und Trinken wie es sein sollte.

La Victoria               Marina de Bonaire             Kapelle Mal Pas               Kapelle Mal Pas

                    Kapelle Ermita de la Victoria            Aussichtspunkt                               Blick vom Mirador


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Planen Sie für Ihren Besuch in Alcudia ruhig einen ganzen Tag ein, denn es gibt noch vieles mehr zu sehen. Unternehmen Sie einen Abstecher auf die Halbinsel La Victoria. Gehen Sie zu Fuss oder fahren Sie mit dem geliehenen Rad eine wunderschöne und ohne größere Anstrengung zu bewältigende Strecke. Am Ende finden Sie bestimmt die Ermita de la Victoria. Wir haben den heiligen Ort jedenfalls gefunden, aber nicht nur das. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich von freilebenden Tieren auf der Insel ein paar Fotos schießen kann. Ich hoffe, auch der Leser unserer Seite findet die folgenden Bilder ansehnlich.

Tierischer Urlaub
   
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Sollten Sie aber eine Absperrung erreicht haben, dann heißt es umkehren und die richtige Auffahrt zur Ermita suchen. Es lohnt sich bestimmt. Ansonsten ist die Abzweigung aber recht gut zu finden. Die kleine Kirche und einige ParkMöglichkeiten findet der Besucher in geringer Entfernung. Das Kloster wurde im 14. Jhdt. errichtet und verfügt heute Überein gutes Restaurant sowie Übereine einfache Herberge.

Von Alcudia hat man es gar nicht weit bis zur Küste. Dadurch ist die Gegend eine der beliebtesten Urlaubsziele auf der Baleareninsel geworden. Die meisten Strände sind feinsandig und gehen kilometerlang bis zur Playa de Muro.

Zwar ist das Unterhaltungsprogramm am Tage eher auf die vielen Familien ausgerichtet, aber auch ein Single wird bestimmt fündig. Die Atmosphäre in den Lokalitäten ist meist "very british" und sehr lebendig und manchmal auch wie die Gäste leider sehr überfüllt. Nach Mitternacht jedoch sind die Clubs auf die jüngeren Besucher ausgerichtet. Am nördlichen Ende der Bucht liegt das kleinere örtchen Puerto de Alcudia. Einst ein kleiner Fischerort, der sich zum Glück bis heute ein wenig das mallorquinische Flair bewahrt hat. Entdecken Sie die kleinen Geschäfte und Cafés und die außergewöhnlich guten Fischlokale, in denen Ihnen MeeresFrüchte in allen möglichen Versionen eines guten Restaurantes angeboten werden.

NaTürlich bieten die Strände mit meistens guter Infrastruktur für die Badegäste alles was ein Urlauber so benötigt. Sonnenschirme, Liegestühle und die immer wieder gern genutzten WassersportMöglichkeiten, hier finden Sie alles was das Herz eines Badegastes erfreuen würde.

Eine Übersicht der Strände Alcudias für alle, die es ganz genau wissen wollen:


Platja Gran, Coll Baix, Sa Caleta, Es Farallo, Alcanada, S'Illot, Sa Platgeta, Sa Caleta des Capita, Cala Poncet, Es Morer Vermell, Es Barcares, Can Cap de Bou, Sant Pere und but last not but least Sant Joan. Nur wer seinen Urlaub öfter als einmal in Alcudia macht, wird irgendwann alle diese wunderschönen Strände kennen lernen können. 

Feste und Feiern:

Am 2. Sonntag im Mai wird Aniversari de Sarau Alcudienc gefeiert
Am 29. Juni findet das Fest für den Schutzheiligen der Fischer, Sant Pere, statt
Am 2. Juli findet die Wallfahrt zur Ermita de la Victòria statt. Geehrt wird die Mare de Déu de la Victòria
Am 25. Juli dann die wichtigste Fira. Das "Festes de Sant Jaume" mit einer Wallfahrt (nur alle drei Jahre, 2013 war es wieder soweit) 
Ende September / Anfang Oktober dann noch "Sa Fira", der örtliche Jahrmarkt ist immer an einem Wochenende

 
 
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