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  Algaida
 

Algaida



Die Gemeinde Algaida hat eine Fläche von 89,8 km² und ca. 5200 Einwohner (Stand 2011). Einige kleinere Berge gehören zu Algaida, der touristisch bekannteste davon ist der Puig de Randa mit knapp 544 Meter. Der Name Algaida kommt vom islamischen Wort al-gaida, was soviel wie "der Wald" bedeutet. Zu der Gemeinde gehören ebenfalls die Orte Pina und Randa.

   
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Viele kennen Algaida als "das kleine kulinarische Schlaraffenland". Soll heissen: Hier gibt es eine gute Auswahl von Gaststätten mit typisch mallorquinischem Essen und das in jedem Preisniveau.

Die Bewohner werden Algaidi (Männer) und Algaidina (Frauen) genannt. Algaida wurde erstmals im Jahre 1232 in den Geschichtsbüchern erwähnt. Im Ort selbst sind einige alte MühlTürme und andere schöne Gebäude erhalten geblieben. Die ältesten Restaurants stammen aus der Zeit, als man. noch mit der Kutsche oder mit dem Eselskarren zum Essen unterwegs war. Doch das Highlight dieser Gemeinde ist Randa mit dem dazugehörigen Tafelberg Puig de Randa. Zu übersehen ist der Berg dank seiner Lage und der "Kugel" die von weitem sichtbar ist nicht.

 
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Man findet gleich drei Heiligtümer am Berg. Als erstes findet man das Santuario de Nuestra Señora de Gracia, eine Eremitage aus dem 15. Jahrhundert. Als zweites kommt dann das Santuario de Sant Honorat aus dem 14. Jahrhundert. Und als Höhepunkt findet man auf dem Gipfel des Berges schließlich das Santuario Nuestra Señora de Cura. Ramón Lull hat hier gelebt und seine Studien betrieben. Ausgiebig kann der Besucher unserer Seite unter folgendem Link finden: Randa

Algaida liegt in Mallorcas großer Ebene Es Plà. Rund um die stattliche gotische Kirche Sant Pere i Sant Pau, von deren Pfeilern steinerne Phantasiewesen den Menschen drohen ihren Glauben nicht zu verlieren, liegt das Zentrum des Ortes. In den letzten Jahrhunderten gab es an der Hauptstraße eine Menge von Hostals, die den müden Reisenden Quartier gaben. Ein wenig haben heute die Restaurants, die als Ausflugsziele beliebt sind, ihre Funktion übernommen. Für eine gute Reise der Besucher des Ortes sorgen aber auch sechs schöne Wegekreuze. Machen Sie sich auf die Suche durch den Ort. Bestimmt werden Sie während Ihres Spaziergangs aber auch viele andere schöne Fotomotive finden. Ich habe auch nicht alle gefunden. Nur nicht den Mut verlieren, viel Erfolg dabei. Hier schon einmal die Namen der Kreuze. 

Creu d’en Massot, Creveta de s’Hostal d’en Gi, Creu dels traginers, Creu des Colomer, Creu de Binicomprat und das Creu de can Vicó


Wenige Kilometer entfernt, von Palma aus vor dem Ort gelegen, findet man die
Glasmanufaktur Gordiola. Zu übersehen ist das Unternehmen kaum, denn ein castellähnliches Bauwerk ist der Firmenstandort. Sie gilt im übrigen als älteste Glasbläserei Mallorcas. Am Eingang empfangen den Besucher zwei kopflose Skulpturen. Ob eine davon etwa der "schwarze Mauritius" ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Dieser Heilige ist nämlich seit vielen Jahrhunderten der Schutzpatron der Glasmacherzunft. Wer mehr weiss, meldet sich bitte bei mir. (Man lernt ja immer mehr hinzu)

Bilder aus der Manufaktur Gordiola
    
  Glasfenster Goriola
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Der Gründer Bernardo Gordiola lebte einige Jahre bei Glasmachern in Venedig. Dort lernte er, wie Glas hergestellt und bearbeitet werden muss. Im frühen 18. Jhdt. war Venedig die weltbekannteste Produktionsstätte für künstlerisch gestaltetes Glas. Diese Tradition brachte er auf die Insel und entwickelte sie weiter bis hin zu seiner heutigen Form. Wer möchte kann sich gerne in einem kleinen Video mehr Überdie Produktion hier ansehen.


  
  
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Wem ein wenig Wärme und Krach nichts ausmachen, sollte den Glasbläsern bei ihrer heissen aber auch schönen Arbeit zusehen. NaTürlich kann man im angeschlossenen Ausstellungsraum Gläsernes aller Facetten käuflich erwerben. Zusätzlich ist im ersten Stock ein sehr interessantes Museum untergebracht. Schön, dass es sogar freien Eintritt gibt.

An der Hauptstraße nach Manacor steht einige Kilometer hinter Algaida rechterhand als Reklame ein Osborne-Stier der andalusischen Brandy-Brennerei
Osborne. Er ist der einzige auf Mallorca. Der für Spanien so typische Blechbulle, bei Verfechtern mallorquinischer Autonomie als Symbol der Fremdherrschaft offensichtlich wenig beliebt, hat schon mehrere Anschläge aushalten müssen, wurde aber immer wieder aufgebaut. Fast jedes Mal wenn wir vorbeifahren hat er ein anderes Aussehen. Als „Nationales Kulturgut“ steht der Osborne-Stier sogar spanienweit unter besonderem Schutz und gehört für mich zu einem von meinen schönsten Wiedererkennungsbildern wenn ich auf die Insel fahre.

So ändert sich das Aussehen des Tieres !!!
   
  
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Auch Algaida ist einer der Orte, auf deren Fiestas noch der "Ball de Cossiers" zu sehen ist, ein Tanz, der auf der Insel bis ins 14. Jhdt. zurückreicht, aber anderswo bis in heidnische Zeiten nachweisbar ist. Wie in anderen Orten auf der Insel auch, sind es die weiß gekleideten Tänzer. Drei Paare von Männern und eine Frau (Dama), die das Gute darstellt; ihr Gegenpart ist der Dimoni (Teufel), der den Tanz immer wieder zu stören versucht. Zu sehen ist das Spektakel während Sant Honorat dem Patronatsfest am 16. Januar. In anderen Orten, wo der Tanz der Cossiers auch aufgeführt wird, ist es sogar ein Mann der die Rolle der "dama" spielt. Am Ende liegt der Teufel am Boden und die dama geht triumphiernd Überden Dimoni hinweg. 

Ein optischer Genuss ist ein Besuch der Mühle Molí d’en Xina in der Carrer de Ribera, die im Jahre 1738 erbaut und 1979 wieder saniert wurde. Heute wird sie als Künstleratelier genutzt. Schön ist auch die Mühle Molí d’en Pau in der Carrer de Can Carrintar. Erbaut wurde diese Molina im Jahr 1792 n.Chr..

Sind Sie zufällig ÜberOstern auf der Insel, dann nehmen Sie doch an der Wallfahrt nach Castellitx de la Pau teil. Jedes Jahr am ersten Dienstag nach Ostern findet diese sehenswerte Wallfahrt statt. Die Einwohner des Ortes schmücken viele Bollerwagen oder Karren und nehmen sie mit auf den meist beschwerlichen Weg. Nachdem in der uralten kleinen Kirche "Ermita de la Pau" (13. Jhdt.) eine Messe abgehalten wurde, gehen alle wieder zurück in den Ort. Einer überlieferung nach fand man die geschnitzte Statue der Jungfrau ganz nah bei der heutigen Kapelle. Sie stammt wahrscheinlich aus dem 14. Jhdt.. Meistens gibt es im Ort dann noch einen Literaturwettbewerb, der besonders gut bei den Kindern ankommt, weitere Festivitäten runden dann diese Feierlichkeiten ab.

In Algaida: Sant Antoni, 17. Januar, 1. Sonntag im Juli: Festes d'Estui, Sant Cosme und Sant Damià, 26. September Randa: Sant Honorat, 16. Januar.

Markt: Immer am Dienstag auf der Plaza

Und hier gehts direkt zum Rathaus:
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