Ariany
 

Ariany

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Die Gemeinde Ariany besteht allein aus der gleichnamigen Ortschaft und liegt im Landesinneren im Nordosten Mallorcas. Auf einer Fläche von etwas über 20 Km² leben nur etwa 900 Einwohner. Sie ist dadurch nicht nur sehr klein, sondern ist auch eine der jüngsten Gemeinden auf Mallorca. Dieser Gemeinde ist es bestens gelungen, Tradition und Landschaft zu bewahren.

  

Sehenswert ist die Kirche Nuestra Señora d’Atocha. Das ursprüngliche Gotteshaus stammt aus dem Jahre 1570 und wurde der Weißen Madonna gewidmet. Erst in den Jahren 1908 bis 1913 erhielt die Kirche mit dem Bau der Kuppel und des Glockenturms ihr heutiges Aussehen.

Esglesia Nuestra Señora d’Atocha

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Molí d’en Sureda

Ebenso zählen die zahlreichen Windmühlen im Umland von Ariany zu den charakteristischen Landschaftsmerkmalen der Ortschaft. Die Gemeinde ist bekannt für schöne Mühlen. Die Molí d’en Marinero, die Molí d’en Sureda und die älteste Mühle die Molí d’en Rigo stehen auch zur Besichtigung für Besucher zur Verfügung. Jedoch sollte man, um den Ort in seiner ganzen Schönheit zu geniessen, einen vollen Tagesausflug einplanen. Das Patronatsfest findet jedes Jahr am letzten Sonntag des August statt. Den Wochenmarkt kann der Besucher immer am Donnerstag besuchen. Ein kleiner und leicht überschaubarer Markt mit inseltypischen Produkten der Region. Hier wird noch gefeilscht und gehandelt. Versuchen Sie es doch auch einmal. Niemand wird es Ihnen verübeln.

Typisch mallorquinische Häuser und kleine verträumte Gassen mit Fotomotiven, die Tagesbesucher bestimmt begeistern werden, gibt es zur Genüge. Die Zeit schien stehen geblieben zu sein, als ich den Ort an einem heißem Tag besuchte. Eine wohltuende Ruhe umgab mich, als ich die erste Mühle des Ortes auf einem Foto verewigte. Es sieht so aus, als ob die Steine, die zur Restauration benötigt werden, schon vor Ort sind. Wenige Meter weiter steht ein typisch mallorquinischer Brunnen. Er hat bestimmt auch schon bessere Zeiten gesehen. Ein Blick über eine kleine Mauer und ich sah das idyllische Bild einer Finca, die von Bouganvillaeblüten scheinbar umrankt war. Schmetterlinge flatterten hin und her und genossen den Nektar der Blüten. Was für ein schönes Motiv.

 
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Sieben Windmühlen sind Ariany erhalten geblieben:   

  • Molí d’en Marinero, Baujahr: Ende 17. Jhdt.

  • Molí d’en Rigo, seit 1920 nicht mehr im Betrieb

  • Molí d'en Guillem Enero, die jüngste der Mühlen

  • Molí d’en Bernat Gener, der Sockel ist von 1910, bis 1934 in Betrieb

  • Molí de ses comunes oder d’en Xarop, bis 1920 in Betrieb

  • Molí d’en Piuló, bis 1919 in Betrieb

  • Molí de Sa Cabaneta, kleine und schöne Mühle

Archäologische Funde zeugen davon, dass die Gegend um Ariany schon zu prähistorischen (Talaiot-Kultur) Zeiten bewohnt war. Unter Jaume I., dem Eroberer Mallorcas, wird die Ansiedlung unter ihrem heutigen Namen erwähnt. Ab dem 16. Jahrhundert untersteht sie der Familie Cotoner, die Philipp V. als Gegenleistung für die Unterstützung, den diese Familie den Bourbonen im Spanischen Erbfolgekrieg gewährt, zu Markgrafen ernennt. Rund um s’Auberg und den alten Weg de sa Marquesa hat sich die Ortschaft entwickelt. Sehenswert ist das alte Portal mit Wölbsteinen.


Der Gemeindeweg verband einst die Häuser von s’Auberg mit Son Sureda in Manacor. Wer heute versucht diesen Weg zu gehen, wird einige Mühe haben die Spuren des Weges zu finden.


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Das Älteste von drei Wegekreuzen ist das klassizistische Sa Creu, das im Jahre 1856 aus Sandstein erbaut wurde.


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An der Straße nach Santa Maria del Cami steht das Cruz de las Vueltas de Son Bonany, das im Jahre 1969 zum Gedenken an den Rektor der Schule von Ariany, Martí Truyols, errichtet wurde. Das modernste Kreuz ist das Creu de la Plaça de l’Església, von Gabriel Mateu im Jahre 1979 erbaut.

Die beiden Brunnen von Ariany haben der Bevölkerung lange Jahre beste Dienste geleistet. Die gute Wasserqualität hat dem "Pou Bó" (der gute Brunnen) seinen Namen gegeben. Die Qualität, die der andere Brunnen der "Pou Jurà" bietet, ist hingegen minderwertig, weshalb das Wasser dieses Brunnens für das Vieh und zum Wäschewaschen benutzt wurde. Auf dem Dorfplatz findet der Besucher noch eine überdachte und aus Sandstein gebaute Zisterne. Hier wurde Regenwasser aufgefangen, um später damit das Vieh zu tränken. Immerhin passen etwa 800.000 Liter Wasser in dieses Bauwerk. Schauen Sie einmal hinein, auf jeden Fall ein interessanter Einblick.


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