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  Buger
 

Buger



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Zwischen Campanet und Sa Pobla liegt die Gemeinde Búger, mit einer Fläche von 8,27 km². Die Stadt liegt im nördlichen Teil Mallorcas, in der Region Raiguer.

Buger ist von einer etwa 100 Meter hohen Hügelkette umgeben, an der sich eine Ebene anschließt. Auch wenn die Gemeinde die kleinste der Insel ist, handelt es sich unserer Meinung nach um eine der schönsten landschaftlichen Gegenden Mallorcas. Wie so viele andere Orte auf Mallorca hat auch Buger ein grosses geschichtliches Vermächtnis aufzuweisen.

Nur etwa 1.000 Personen zählt das Einwohnermeldeamt dieses schönen Städtchens, die im Einklang mit der Natur leben. Auch hier ist es so, dass der Name dieser Gemeinde einen maurischen Ursprung hat. Am Anfang stand hier nur eine einzige Finca, von der außer dem Namen des Ortes nichts mehr überblieb: Bujar de Rahal Algebel.

Noch sehr viel früher, nämlich erste menschliche Spuren, sind in der Höhle von Can Mossenya am Südhang des Puig de Sa Mata Grossa gefunden worden und auch die Talayotsiedlung von Rafal de Puig ist ein weiterer bedeutender Fund. Man sagt, Búger ist die kleinste Gemeinde Mallorcas, dafür aber eine der landschaftlich schönsten und kann sogar mit einigen Kunstschätzen aufwarten. Der "Torrent de Búger" ist ein sehenswerter Einschnitt, also "Sturzbach", wie es ihn vielfach auf Mallorca gibt. Oft, so auch hier, trennt er als natürliche Grenze das Örtchen ab.

Brunnen auf der Plaza

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Das Symbol des Ortes ist eine "Bugia". Direkt vor dem Rathaus ist der Brunnen mit der übergroßen Kerze nicht zu übersehen. Im Arabischen steht Bujar für Kerze. Und somit haben wir die Verbindung zum Ortsnamen. Ob es aber auch bedeutet, dass den Besuchern des Ortes bei ihrem Aufenthalt ein Licht aufgeht, entzieht sich meiner Kenntnis.

Tourismus oder gar Massentourismus ist diesem kleinen Ort völlig fremd. Lediglich zu den üblichen Dorffesten ist ganztags fröhliches Treiben zu sehen oder Antoni Caimari (spanischer Komponist) lockt mit seinen Konzerten. Einige wenige, dafür aber gute und familiär geführte Hotels bieten Romantikern beste Unterkünfte. Die Gäste haben die Qual der Wahl zwischen verträumten Wanderwegen oder steilen Küsten.

Schon bei der Anfahrt nach Buger sieht man die aus vergangenen Zeiten übrig gebliebenen Windmühlen. Leider ist lediglich die "Molí de Can Garindo" funktionsfähig. Auch hier, genau wie an anderen Orten auf Mallorca, werden Sponsoren gesucht, die mit ihren Spenden dafür sorgen sollen, dass diese netten Überbleibsel vergangener Zeiten wieder hergerichtet werden können. Der Inselrat ist aber auch seit Jahren dabei, Restaurierungen und Renovierungen durchzuführen. Leider können nicht alle Mühlen gleichzeitig instand gesetzt werden. Als eines der Wahrzeichen der Insel haben die Mühlen eine große Bedeutung und sei es nur wegen der Touristen. Jedesmal wenn ich auf die Insel komme, erfreue ich mich bei der Landung auf die Molinas, die man bereits vom Flieger aus sehen kann.

Wie gerade schon erwähnt, finden auch in Buger dorfeigene Feste statt. So zum Beispiel der Jahrmarkt "Feria del Jai". Dieser findet jährlich am 1. Mai statt. Dann wird die Hauptstraße für Fahrzeuge gesperrt. Vor der Kirche werden landwirtschaftliche Güter ausgestellt. Hinter der Kirche findet eine Tierschau mit Pferden, Federvieh, Schafen und vielem mehr statt. Auf der Bühne auf dem Marktplatz treten ortseigene Gruppen auf. Kennen Sie mallorquinischen Rock? Nein? Dann halten Sie sich den nächsten 1. Mai frei für einen Besuch in Buger. Das Fest geht bis in den frühen Morgen. Alt und Jung sind auf den Beinen und es herrscht eine feucht-fröhliche Stimmung.

Und es gibt noch natürlich das Patronatsfest, die "Festa de Sant Pere", welches jedes Jahr am 29. und 30. Juni stattfindet.


Unbedingt sehenswert sind natürlich die Plaça de la Constitució und das Rathaus. Die Església de Sant Pere stammt aus dem 16. Jhdt. und bekam Mitte des 17. Jhdt. eine Orgel vom berühmten Orgelbaumeister Pere Josep Bosch. Das Rosenkranzretabel ist ebenfalls aus dem 16. Jhdt. und stellt die fünf Mysterien dar.


 
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