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  Campanet
 

Campanet


Den ersten Eindruck den wir von Campanet bekommen, ist sofort ein Gefühl von "Zuhause angekommen". Ruhig und verschlafen liegt der Ort in der mittäglichen Hitze an einem schönen Tag Ende Juni. Jeder Fotograf und jeder Hersteller von Postkarten findet hier reichlich Motive. Die imposanten Berge, die im Hintergrund des Panoramas von Campanet leuchten, beeinducken bestimmt auch Sie. Die wenigen Menschen, die zu dieser Stunde unterwegs sind, lassen es gemütlich angehen. Beginnt doch gleich die Siesta und diese Pause vom hektischen Treiben der Arbeit kann unbesorgt einige Zeit dauern. Schöne alte Gebäude, idyllische Landschaften, hier gibt es von allem und für jeden genug zu sehen und zu erleben.

Zu der Gemeinde von Campanet gehören die gleichnamige Kleinstadt mit ca. 2600 Einwohnern und die unscheinbare Siedlung Ullaro mit gerade einmal etwa 22 Einwohnern. Auch heute noch spielt die Landwirtschaft eine große Rolle. Mühlenfans kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten, gibt es doch noch einige gut erhaltene Wasser- und Windmühlen. Der Brunnen Pou d’en Gatell aus dem 13. Jhdt. sollte in keiner Bildersammlung fehlen. Wer suchet der findet oder Sie nutzen unseren Tipp, dass der Brunnen leicht am Ortsrand zu finden ist. Sie werden aber bestimmt auf dem Weg dorthin alte Wegekreuze finden, die ebenfalls lohnenswerte Motive darstellen.

Einige besondere historische Bauten findet der Besucher bestimmt auch. Es gibt eine hübsche Kapelle, der Name ist "Capella Sant Miquel". Nachweislich gehört die Kapelle mit zu den ältesten sakralen Bauwerken auf der Insel. Schriftlich erstmals erwähnt wurde sie im Jahr 1229. Besuchen Sie auch die Esglesia de San Miguel auf dem Dorfplatz und das alte Rathaus. Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert gebaut und ist für seine Fensterrosette in der Mitte der Fassade bekannt. Wie meistens in den Orten auf Mallorca, liegen auch hier rund um den Dorfplatz einige Cafes und Bars. Einen Cortado auf die Schnelle oder einen Cafe Americano in aller Ruhe, nehmen Sie sich die Zeit. Wer es preiswerter möchte, der geht in den kleinen Supermarkt. Immer dienstags findet in Campanet der Wochenmarkt statt.

Etwas außerhalb finden Sie die Glasmanufaktur Menestralia. Sie gehört mit zwei anderen Manufakturen zu den größten Glasbläsereien auf Mallorca. Neben einem großen Ausstellungs- und Verkaufsraum kann man auch den Glasbläsern bei ihrer schönen aber auch schweren Arbeit zuschauen.


        Menestralia                                       Glasbläser bei der Arbeit
           
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Bekannt ist der Ort aber vor allem durch die "Coves de Campanet". Diese Tropfsteinhöhle wurde erst kurz vor dem Ende des zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 entdeckt. Auch wenn die Höhle nicht die gleichen und großen Abmessungen hat, braucht sie einen Vergleich mit anderen nicht zu scheuen. Meistens ist es so, dass man auf eine Besichtigung ein wenig warten muss. Erst dann wenn genügend Menschen die Höhle besichtigen wollen, finden geführte multilinguale Führungen statt. Ein zauberhaftes, liebevoll geführtes Anwesen  mit einem einzigartigen Flair inmitten einer blühenden Vielfalt von mediterranen Pflanzen, Palmen, Zypressen, Steineichen, Mandel - und Olivenbäumen erwartet Sie vor dem Eingang zur Höhle.

Haben Sie schon einmal von den
Fonts Ufanes de Gabellí gehört? Oder haben Sie bereits dieses kleine Naturschauspiel direkt miterleben dürfen? Dann gehören Sie (noch) einer Minderheit an, die die Quellen zur richtigen Zeit nach starken, sehr starken Regenfällen besucht haben. Heutzutage kann es passieren, dass über eintausend Menschen sich das Ereignis anschauen möchten. An der Finca Gabelli Petit vorbei, erreicht man nach etwa einen Kilometer den relativ dunklen Wald. Die Steineichen, mit ihren fast schwarzen Stämmen und bizarr geformten Ästen, mindern das Tageslicht und der Gedanke nach einem Märchenwald kommt einem in den Sinn. (Kommt gleich Rotkäppchen oder der böse Wolf vorbei?) Jede Menge mallorquinische Märchen gibt es hier.

Etwa 8 Stunden nach sintflutartigen Regenfällen beginnt ein einmaliges Naturschauspiel, das sich nur wenige male im Jahr wiederholt.
Plötzlich steht der Wald unter Wasser und es blubbert und sprudelt aus dem Boden hervor. Wer nicht aufpasst holt sich vielleicht auch nasse Füsse. In den hiesigen Medien wird jedesmal ein ziemliches Brimborium um diesen Natur-Whirlpool gemacht.

Die Öffnungszeiten sind täglich von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Unter der kostenlosen Info-Telefonnummer
900 151 617  bekommt der Interessierte Informationen ob die Quellen sprudeln.

Schuld am Phänomen ist eine geologische Laune der Natur. Eine Wasserader bekommt durch die Regenfälle jede Menge Nahrung. In diesem kleinen Steineichenwald steigt die Ader an die Oberfläche und gibt das Wasser direkt wieder ab. Da die Ader viele kleinere Abzweigungen hat, sprudelt es an vielen verschiedenen Stellen gleichzeitig. Der umliegende Boden, der so gut wie kein Wasser aufnehmen kann, tut sein übriges noch hinzu. Ich frage mich gerade, ob die ehemalige Köhlerstelle, gleich neben den Quellen, noch existiert oder schon ein Opfer der Fluten geworden ist.

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