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  Campos
 

Campos



An der Südküste Mallorcas, ca. 10 Kilometer landeinwärts, liegt das ländlich geprägte Städtchen Campos. Die Gemeinde hat fast 10.000 Bewohner. Im Gegensatz zu manch anderen Orten im Landesinneren der Insel wirkt Campos einladend und freundlich. Gegründet wurde der Ort etwa im Jahr 1300 n.Chr.. Der Ortskern aus dem Mittelalter mit seinen beeindruckenden Herrschaftshäusern begeistert die Besucher und lässt einen ziemlichen Wohlstand der hauptsächlich mallorquinischen Einwohner vermuten.

Rathaus             Denkmal Sebastiana Lladó Sala         Mühlenturm

  
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Das oben abgebildete Denkmal stellt "Sebastiana Llado Sala" dar. Die mittlerweile selig gesprochene Frau lebte und wirkte in Campos von 1814 bis 1899. Sie war die Gründerin der Missionare der heiligen Herzen. Hauptsächlich konzentrieren sich die Schwestern auf die Ausbildung und Erziehung von Frauen. Von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter kümmern sich die Ordensfrauen um die jungen Menschen.

Vier alte Wachstürme,
das Rathaus und ein altes Krankenhaus mit einer eigenen Kapelle liessen mich länger als geplant verweilen. Fast alle Gebäude wurden aus Mares, einem hier vorhanden Sandstein, erbaut. Praktisch war es für die Campaners, aus dem unterirdischen Steinbruch Son Garrau die benötigten Steine zu holen. Durch einen hohen Anteil an Eisen verfärbt sich der Stein im Laufe der Jahre und erlangt seine rötliche Farbe.

Iglesia Sant Julian
    
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Wer in den Ort fährt, findet auch schnell das Gotteshaus, die Església Sant Juliàn. Der ältere gotische Teil der Iglesia Sant Julian in Campos wurde 1248 erbaut. Berühmt ist im Inneren das Gemälde des leidenden Christus aus dem Jahr 1640. Ich sage ja immer wieder, nehmen Sie sich die nötige Zeit, um die Schätze im Inneren der Gotteshäuser zu besichtigen. Anschliessend gehen Sie vielleicht noch nach nebenan, denn gleich neben der Kirche ist ein kleines Museum. Auch hier dreht sich alles um sakrale Dinge. Wer gerne aber etwas Besonderes sehen möchte, fährt ein paar Kilometer weiter und besucht den, nach eigenen Aussagen, größten botanischen Garten Europas. Zum Nachmessen fehlte mir die Zeit, aber auch so ist der "Botanicactus" ein lohnenswertes Ausflugsziel. Ich möchte nicht wissen, wieviele Besucher daran gedacht haben, ihrer Schwiegermutter einen besonderen Sitzplatz anzubieten. Vielleicht kennen Sie den runden und stacheligen Schwiegermutterstuhlkaktus, wenn nicht können Sie hier welche sehen und bestaunen. 

Impressionen aus Campos
   
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Manch ein Urlauber der über die Insel fährt, fragt sich wohl ab und an, woher kommen meine Steaks oder Schnitzel, die ich im Urlaub esse? Die Antwort: Ein Teil davon kann aus Campos sein. Manche Insulaner behaupten sogar, dass es in Campos mehr Wiederkäuer als Einwohner gibt. Den Bewohnern Campos ist es scheinbar egal, man hört zumindest keinen grossen Widerstand. Den mit den Rindviechern erworbenen Wohlstand geniessen sie in aller Ruhe und Gelassenheit. Heute ist mit der Milchwirtschaft leider kein gutes Geld mehr zu verdienen. Die benötigte Milch auf der Insel kommt eher vom spanischen Festland als von hier. Beim Verlassen des Ortes findet der Reisende schnell einige liebevoll restaurierte Windräder. Teilweise leisten sie auch heute noch gute Dienste und sorgen für eine gute Wasserversorgung der Felder und Gärten. Eine leistungsstarke Mühle schafft es, bis etwa 20.000 Liter Wasser pro Tag zu fördern. Zahlreiche zusätzliche Sehenswürdigkeiten runden den Besuch im Ort ab und verleihen ihm ein ganz besonderes Flair.

Die Nachfahren von friesischen Kühen werden in Campos "frisons" genannt. Sie geben nicht nur Fleisch, sondern auch die Milch für den hier erhältlichen Käse. Der "Piris", das wissen die meisten, die sich ein wenig auf Mallorca auskennen, kommt aus Campos. Diese mallorquinische Variante des eckigen Mahons, der ursprünglich von Menorca kommt, wird mittlerweile auf der ganzen Insel verkauft. Die Formatges Burguera (Käserei) liegt etwas außerhalb des Ortes in Richtung Colonia de Sant Jordi. Ein Besuch lohnt immer, denn der Familienbetrieb stellt besten und köstlichen Käse her. Es gibt drei Sorten "semi" (mild), "curat" (reif) und "tendre" (weich). Aber auch ein Frischkäse "Brossat" oder "Llet Formatjada" (quarkähnlich) werden hier direkt ab Fabrik verkauft. Immer der Nase nach werden Sie bestimmt den richtigen Weg finden und auch einmal probieren dürfen.

Auch diesen leckeren Käse können die Menschen am Donnerstag auf dem kleinen Wochenmarkt günstig erwerben. Man trifft sich mit anderen Bewohnern und kauft für die nächsten Tage Obst, Gemüse und andere Leckereien ein. Könlurrenz belebt ja sprichwörtlich das Geschäft. Aber das seit kurzem (August 2017)
der achte Supermarkt des deutschen Discounters Aldi im Ort eröffnet worden ist, sehen manche nicht als positiver Neuerung. Warten wir es ab, denn am Ende wird alles nur halb so heiß gegessen wie es gekocht wird.

Markttag                          Kandelaber                         Marktstand
 
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Leckereien gibt es auch im Restaurant "Moli De Vent". Lassen Sie sich verwöhnen vom Personal und verzaubern vom mediterranen Flair und dem urtypischen Ambiente. Verwechseln Sie aber bitte das Restaurant nicht mit ähnlich aussehenden Angeboten. Die kleinen Bars an der Placa laden sicherlich aber auch gerne zu einer Erfrischung oder Stärkung ein.

Cafe                                     Bar                                   Tabacs
  
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Zur Gemeinde Campos gehören folgende Orte: Campos, Dalt sa Ràpita, El Palmer, Sa Ràpita, Sa Sorda, Sa Vinyola und Ses Covetes.

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