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  Cap Formentor
 

Cap de Formentor

 

Einer der beliebtesten Ausflugsziele auf Mallorca liegt am nordöstlichen Ende der Insel. Cap de Formentor liegt auf der gleichnamigen Halbinsel Formentor, die von den Mallorquinern auch gerne Treffpunkt der Winde genannt wird. Die monumentale Steilküste mit ihrem höchsten Punkt dem „Fumart“ ragt immerhin stolze 384 Meter über den Meeresspiegel heraus. Die Straße zum Leuchtturm hat der gleiche Baumeister erstellt, der auch für die Straße von Sa Calobra zuständig war. Auch hier hat er sich an die gegebenen natürlichen Gegebenheiten gehalten. Anstatt mit Sprengstoff einfach alles glatt zu ebnen, hat er wohl den vielen unterschiedlichen Winden gelauscht und immer wieder lieber einen zusätzlichen Bogen geschlagen.

 
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Bis ins Jahr 1922 gehörte Formentor dem Dichter Miquel Costa i Llobera. Sein bekanntestes Werk war sein Gedicht „El Pi de Formentor“ übersetzt "Die Kiefer von Formentor". Der erste Vers des Gedichtes lautet "Mon cor estima un arbre" übersetzt "Mein Herz liebt einen Baum". Er war einer der ersten Naturpoeten der Insel und liebte es in seinen Gedichten, die schönen Landschaften der Insel zu beschreiben. Nach seinem Tod wurde das Gebiet in kleinen Parzellen verkauft. 1928 wurde dann auf einem dieser kleineren Grundstücke das Hotel Formentor gebaut. Die Einnahmen und Gewinne gingen an eine Kunststiftung. Auch heute noch ist es ein Treffpunkt für wichtige und bekannte Persönlichkeiten aus aller Welt.

Für die Fischer und die Payes (Bauern), die für den Lebensunterhalt der Bevölkerung bis weit ins 20. Jahrhundert zuständig waren, war es natürlich lebenswichtig, die Winde wie die eigene rechte Hand zu kennen. Bei welchem Wind bekommt die Insel Regen oder wann fährt man besser nicht zum Fischen auf das Meer. Selbst in der heutigen Zeit ist es immer noch wichtig zu wissen, was der Wind so heranträgt. Jeder Segler oder Skipper, der auf dem Meer unterwegs ist, sollte die Eigenheiten kennen, um sicher und heile wieder in den Hafen zurück zu kommen.

Schöne Aussichten
   
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Auf dem Weg zur Spitze der Landzunge findet der Besucher viele ausgeschilderte Aussichtspunkte mit atemberaubenden Bildern. Am bekanntesten sind aber diese beiden Puntas: Mirador del Mal Pas und der Mirador del la Nao. Hier drängeln sich Autobusse und die vielen Leihwagen der Touristen. Verweilen Sie hier ruhig ein wenig und schauen Sie zum Osten nach Menorca, im Westen zur Cala Fiquera, während im Süden Alcudia mit seinem Sandstrand auftaucht.

Noch mehr Aussichten
   
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Oder spüren Sie die Macht des Windes, welcher meistens hier deutlich spürbar ist. Im Herbst habe ich die Fahrt zum Wachturm gewagt, der auf der gegenüberliegenden Seite liegt. Die Straße beginnt genau gegenüber vom Parkplatz des Miradors. Ein wenig aufpassen müssen Sie schon auf dieser Strecke. Aber das Endziel lohnt auf jeden Fall die Fahrt. Der "Atalaya de Albercutx" (Wachturm) und die Aussicht entschädigen aber für die etwas holprige Fahrt. 

Um sich die Winde besser zu merken, gab man ihnen früher häufig die Namen von einem Gebirge oder einer Landschaft. Es gibt 8 verschiedene Winde, die alle ihre eigene Besonderheit haben.

Tramuntana

Wenn dieser Wind aus dem Norden bläst, ist er kalt und auf der Haut schneidend. Die Fischer müssen dann mit sehr hohen Wellen rechnen, welche auf die Steilküste treffen und mit einer meterhohen Gischt brechen. Das sind Bilder, die man sich immer wieder gerne ansieht. 

Gregal

Der beste Wind für die Bauern, denn er bringt mit absoluter Sicherheit den benötigten Regen. Die Touristen haben dann das Nachsehen.

Mestral

Anders wie beim gerade beschriebenen Wind hat hier der Urlauber beste Wetteraussichten. Regnen wird es sehr wahrscheinlich nicht und wenn doch, dann nur sehr wenig.

Ponent

Jeder Urlauber freut sich im Sommer, wenn eine kühle Brise weht. Dafür ist dieser Wind verantwortlich, er sorgt für erträgliche Temperaturen am Strand. Aber im Winter bringt er meistens Regen mit.

Migjorn

Wenn die Temperaturen im Sommer auf die 40 Grad zugehen, kann man fast sicher sein, dass es der Migjorn ist. Die geringe Luftgeschwindigkeit sorgt für Wärmeglocken auf der Insel. Im Frühling oder im Herbst wird er aber gerne gesehen. Sorgt er dann doch für schöne Sonnentage, die auch im Winter an die 20 Grad herankommen.

Xaloc

Und wenn dann im Sommer der Xaloc bläst, kommt man sich vor wie in einer finnischen Sauna. Hohe Luftfeuchtigkeit macht das Arbeiten zur Qual. Im Winter dagegen bringt der Xaloc Regen in Mengen auf die Insel, um die Talsperren wieder zu füllen.

Llebetx

Die Wetterküche Europas sind die Azoren. Von hier kommt dieser Wind und bringt Wärme und Feuchtigkeit auf die Insel.

Llevant

Ein warmes Lüftchen im Sommer, aber im Winter wächst der Wind schnell mal zu einem Orkan an. Dann wiegen sich die Palmen im Wind und der ein oder andere Baum muss auch schon mal dran glauben.     

 

 

 
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