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  Colonia de Sant Pere
 

Colonia de Sant Pere

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Colonia de Sant Pere ist nicht gerade als einer der beliebtesten Ferienorte auf der Insel bekannt. Selbst als Ausflugsziel für nur einen Tag wird der Ort oft vergessen, obwohl - einen kurzen Abstecher ist er meiner Meinung nach allemal wert. Ich habe mich jedenfalls bei meiner Stipvisite gleich wohl gefühlt. Der hübsche kleine Ort liegt im Gemeindegebiet von Arta und am Ostrand der Bucht von Alcudia. Danach kommt nur noch die Urbanisation Betlem. (Bitte nicht verwechseln mit der Ermita de Betlem) Gegründet wurde der Ort erst im Jahr 1880.


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Von der Ortseinfahrt gelangt man schnell zu einem kleinen und idyllischen Fischerhafen, der seit einiger Zeit auch einen beachtenswerten Yachthafen hat. Hier wäre ich auch gerne Freizeitkapitän. Nur ein paar Schritte nebenan befindet sich der Ortsstrand, der von einem Wellenbrecher gut geschützt wird und dadurch auch ein idealer Tummelplatz für kleine Kinder oder nicht so geübte Schwimmer ist. Abgemessen habe ich den Strand nicht, geschätzt ist er etwa 200 Meter lang und vielleicht 20 Meter breit. Nach dem Baden kann man sich das Salz mit Hilfe der aufgestellten Süsswasserduschen wieder vom Körper spülen. Die Besucherzahlen halten sich aber in Grenzen und der Badefreund findet bestimmt seinen idealen Liegeplatz.

Direkt zwischen Straße und Strand stehen einige wenige Tische des einzigen  Restaurants. In der Hauptsaison ist es natürlich etwas schwerer, gleich einen freien Platz zu finden. Anfang Juni, zum Zeitpunkt meines Besuches, war es zum Glück kein Problem. So konnte ich ganz in Ruhe einen kleinen Imbiss einnehmen um dann gestärkt weiter den Ort zu erkunden. Insgesamt aber hat man in Colonia de Sant Pere die Chance, ein wenig dem Trubel des Tourismus zu entgehen.


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Alle oder fast alle gesehene Gebäude in Colonia de Sant Pere sind ein- oder zweigeschossig. Hochbauten, wie man sie in den Zentren des Tourismus findet, fehlen hier ganz. Nur die Kirche ist ein wenig höher. Sie liegt direkt an einem kleinen Gemeindeplatz, auf dem gerne die Feste gefeiert werden. Sicher, auch hier hat der Tourismus Einzug gehalten, er ist aber nicht auf hohe Besucherzahlen ausgelegt. Dementsprechend sind der Strand und die Promenade sehr ruhig, was vor allem von älteren Urlaubern oder Familien mit Kindern sehr geschätzt wird.

     
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Nördlich vom Hafen haben sich an der Uferpromenade einige gute Restaurants und ein paar kleine Bars angesiedelt. Noch mehr Strände finden sich vor allem südwestlich von Colonia de Sant Pere. Der 1800 Meter lange Strand von Sa Canove beispielsweise ist absolut einen Ausflug wert. Hinter diesem Strand befindet sich ein gleichnamiges Waldgebiet, in dem sich ein Talayot einer früh geschichtlichen Megalith-Kultur befindet. Ausflugsziele für Wanderer liegen vor allem in den nahe gelegenen Bergen. Über die Ermita de Betlem sind Wanderwege zu den Bergen sa Talaia Freda, sa Tudossa und sa Talaia Moreia oberhalb des Cap de Ferrutx ausgewiesen. Auch die Bucht Cala Tonó ist ein kleiner und wenig besuchter Strand, der seinen Besuchern Schatten durch die schönen Tamarindenbäume bietet. In der Umgebung findet der Naturfreund so schöne Pflanzen wie die Meereslilie, Stranddistel, die Strandbinse, den Schminkwurz oder auch einige hübsche Windenarten wachsen hier.


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Insgesamt gesehen ist Colonia de Sant Pere ein sehr ruhiger Ort, der nicht viele Sehenswürdigkeiten bietet aber auch nicht vergessen werden sollte. Gut Ding braucht Weile. Den Einwohnern des Ortes jedenfalls rennt nicht die Uhrzeit davon. Mañana de mañana ist auch noch früh genug.

      
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Besonders die vielen Wanderwege und Möglichkeiten zur Erholung sind ein Teil des Ortes, der vielen Touristen entgeht, da sie sich nicht die Mühe machen wollen, hierher zu kommen. Wer allerdings Wert auf Nähe zur Hauptstadt legt, ist mit Colonia de Sant Pere als Urlaubsort eher schlecht beraten, denn Palma ist aufgrund seiner Entfernung nur mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.


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Gehen Sie auf jeden Fall einmal zum Sonnenuntergang auf die Terasse des Restaurants " Sa Xarxa ". Der Name bedeutet übersetzt "Fischernetz". Viel schöner kann ein Urlaubstag kaum ausklingen. Die Fische jedenfalls können frischer nicht sein. Die meisten werden von den ortsansässigen Fischern gefangen und direkt ins Restaurant geliefert. Gleichzeitig geniessen Sie vielleicht frische Tapas oder andere Köstlichkeiten, die hier zubereitet und angeboten werden. Zuhause könnt Ihr dann das Leckere vielleicht auch einmal nachkochen. Ein paar leckere und typische Gerichte findet er wenn Ihr auf den folgenden Link klickt. Kochrezepte. Wir wünschen Que aproveche!


 
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