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  Ermita de Betlem
 

Ermita de Betlem  


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Die Ermita de Belen (kastilisch) ist eine Einsiedelei. Sie liegt im Gemeindegebiet von Arta, etwa neun Kilometer nordwestlich vom Ort Arta entfernt. Zum Eingangsbereich der Kapelle führt eine etwa 150 Meter lange Zypressenallee. Die umgebenden Gärten des Klosters unterstreichen den schönen ersten Blick.

   
 
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Diese wirklich einsam gelegene Einsiedelei war lange Zeit noch das Zuhause von wenigen Mönchen. Sie dienten der Glaubensgemeinschaft der Eremiten von San Pablo San Antonio. Vor einiger Zeit jedoch zogen die Mönche in die Einsiedelei Santissima Trinitat in die Nähe von Valldemossa um. Wie es in der heutigen Zeit manchmal so ist, findet sich gerade im kirchlichen Bereich nur noch selten der richtige Nachwuchs.

Ein Fragment aus alten Zeiten

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Die romantisch gelegenen Gebäude der Ermita stehen etwa 270 Meter über dem Meeresspiegel im Bergmassiv von Arta, einem kleinen Teil des östlichen Gebirgszuges der Serra de Llevant.

   
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Die Eremitage von Betlem ist erbaut worden über den Ruinen des ehemaligen arabischen Gehöftes von Binialgorfa. Zwischen 1302 und 1344 gehörte dieses Landgut zum Herrschaftsgebiet Devesa de Ferrutx, einem viel genutzten Jagdgebiet der Könige von Mallorca. Nachdem dieses Gebiet als solches nicht mehr existierte, erwarb es Jaume Ferrer. Im Jahre 1409 kaufte Joan Morei das Gebiet den Erben der Familie Ferrer ab. Die Ölproduktion war immer eine bedeutende Aktivität in Binialgorfa, ebenso wie die erfolgreiche Bienenzucht. Mit der Zeit wurde allerdings das Landgut verlassen. Die Ermita de Betlem wurde dann am 29. Juli 1805 auf den Ruinen des Landgutes gegründet und nach der Stadt Betlehem benannt. Der Name Betlem geht aus der Bitte hervor, die der Spender der Einsiedelei hatte. Die neue Eremitage solle dem Mysterium der Geburt Jesu gewidmet werden. Der Bau gestaltete sich recht schwierig, da das aus Soller übers Meer herantransportierte Baumaterial auf Eseln von der Bucht von Alcudia bis hinauf in die Berge gebracht werden musste. Erste Bewohner waren Mönche von Sant Honorat de Randa und La Trinitat de Valldemossa.

    
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Die neoklassizistische Klosterkapelle ist frei zugänglich und kann besichtigt werden. Neben einigen Fresken in der Kuppel und bemalten Kacheln in der Vorhalle ist eine Christusfigur zu sehen, die den Mönchen bei der Weihe der Ermita im Jahre 1806 durch den Kardinal Antonio Despuig (1745 - 1813) geschenkt wurde. Sie gehörte zuvor dem Kapuzinerorden in Palma. Das dunkle Holzkruzifix steht in einem rechtsseitigen Seitenaltar. Die Statue des „Christus der Agonie“ wird von den Einwohnern Artas sehr verehrt und ist jeden 1. Mai Ziel einer Wallfahrt.

   
     
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Wandern zur Einsiedelei Ermita de Betlem ist eine schöne Aktivität für alle, die gerne Natur erleben. Es erwartet den Besucher eine erholsame Stille, die manchmal von den Glöckchen der Schafe oder Ziegen, die in der Nachbarschaft weiden, unterbrochen wird. Einige Trampelpfade die hinter und neben den Gebäuden liegen, führen zu einem schönen Aussichtspunkt. An der Quelle Font de s`Ermita, die etwa 300 Meter entfernt liegt, gibt es eine kleine Grotte die zu Ehren des Wunders von Lourdes errichtet wurde.

  

 
 
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