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  Esporles
 

Esporles


Machen Sie doch einmal Urlaub in der kleinen Gemeinde Esporles, die etwa 11 Kilometer nordwestlich von Palma de Mallorca entfernt liegt. Auf einer Gesamtfläche von 35,2 km² leben hier ca. 4700 Einwohner. Bereits während der Anfahrt zu diesem Ort sieht man schon von Weitem eine große weiße Christusstatue. (Mehr davon später)

Für einen erholsamen Familienurlaub im Winter bietet sich diese Gemeinde allerdings nicht an, denn bereits zwischen 15 und 16 Uhr verschwindet die Sonne hinter den Berggipfeln. Im Sommer jedoch ist Esporles ein beliebtes Urlaubsziel für viele Reisende. Das Wasser, das aus den vielen Quellen aus dem umliegenden Gebirge kommt, hat dafür gesorgt, dass die Gegend mit einer bezaubernden Landschaft entschädigt wurde. Hier findet man so viele dichte Wälder mit Pappeln und Steineichen, wie fast nirgends anders auf Mallorca. Was gibt es Schöneres als im Sommer durch diese Schatten spendenden Wälder und durch das naheliegende Gebirge zu wandern. Einmal im Jahr, meistens Mitte September, unternehmen die Einwohner der Gemeinde eine Wallfahrt zur Ermita de Maristel.la (Stern der Meere). Eine fromme Einwohnerin hat das Grundstück bereits im 17. Jhdt. dem Orden der Karmeliter geschenkt. Allerdings dauerte es dann noch bis 1890, bevor die Ermita eingeweiht worden ist. Zeitweise lebten und arbeiteten hier bis zu 30 Mönche. Heute ist der Ort verlassen, nur wegen dem schönen Blick von der Terrasse lohnt der Weg hierhin. Nach einigen Gebeten und der Einnahme eines gemeinsamen Essens, begeben sich die Esporleri (männlich) und die Esporlerinas (weiblich) wieder zurück in den Ort.

Wer allerdings noch etwas Besonderes sehen möchte, wandert ein wenig weiter und erreicht nach einiger Zeit das "Monumento
al Cor de Jesus" welches 1940 erstellt wurde.
Auf dem Gipfel des Berges "Sa Fita del Ram" (833 Meter hoch) erwartet Sie nicht nur dieses große Denkmal, sondern auch eine atemberaubende Aussicht. Die Mühe der Wanderung wird durch den Ausblick von hier oben mehr als entschädigt. Sehen Sie auf das Meer beim Port de Valldemossa, über die Talaia Vella, das Teix-Massiv, die Serra d’Alfabia bis hin zum Puig Major und zum Puig de Massanella. (Wanderherz was will man mehr)

Für Fotomotivsuchende gibt es in dem beschaulichem Ort selbst sehr schöne kleine Straßen und Gassen, die auf jeden Fall lohnen, besichtigt zu werden. Am Ende der grösseren Hauptstraße liegt die Dorfkirche mit einem neugotischen Glockenturm, ein absoluter Hingucker.
Der Name der Kirche ist Església Sant Pere Apòstol. (Ich glaube, das muß nicht übersetzt werden) Der bekannte Architekt Gaspar Bennàssar war hier zwischen 1904 und 1920 für eine beachtliche Renovierung verantwortlich. 

Bereits Ende September beginnen die Bewohner mit den ersten Wintervorbereitungen. Wer so lange dem Winter trotzen muß, braucht viele Vorräte. In den meisten Gärten wird nun gesägt was die Motorsäge hergibt oder die größeren Stücke Holz werden gespalten und danach ordentlich aufgestapelt. Der ortsansässige Schreiner macht in dieser Zeit einige Überstunden, um defekte Persianas wieder gängig zu machen. Überall herrscht dadurch im Ort eine gewisse Unruhe und Hektik. Wer weiss schon, was dieser Winter wieder alles so bringt. Schnee und Eis sind auf jeden Fall keine Fremdworte für die Einwohner. Wird es ein langer feuchter oder ein kurzer und milder Winter werden. Nirgendwo auf Mallorca sind die Tage in dieser Jahreszeit so kurz wie in Esporles. Und es gibt kaum einen anderen Ort auf der Baleareninsel, wo der Regen in so grossen Mengen fällt.

Esporles hat aber auch ein dunkles Geheimnis und die Menschen, die früher einmal hier lebten, handelten nicht immer nur menschlich. Einige Frauen, die als Hexe angeschuldigt wurden, bekamen dieses bitter zu spüren. Die Menschen, die in Esporles aufgewachsen sind, haben bestimmt als Kinder an so manchen Winterabenden schöne und manchmal auch schaurige Geschichten erzählt bekommen. Da gibt es
Legenden und Märchen von "brujas blancas", das sind die guten Hexen, die den Menschen immer halfen. Aber auch von den "brujas negras", denen das Böse zugeschrieben wurde. Egal aber ob weiß oder schwarz, am Ende starben die der Hexerei bezichtigten Frauen meist dann doch keines natürlichen Todes. Immer ist das Thema noch etwas was man niemals laut sagen würde in Esporles aber Insider und die Alten überliefern diese Geschichten noch immer.

Ein schöne Sage ist auch diese hier:

Auf dem Anwesen Ses Casesnoves findet man auch in heutiger Zeit noch neben einer großen Steineiche zwei Abdrücke von Pferdehufen in einem Stein. Diese sollen der Sage nach vom "fliegenden Pferd" König Jaume I. sein. Im 13. Jahrhundet soll der Zossen hier wohl bei der Landung auf der Insel seine Fußprints im Stein verewigt haben. Meine Meinung dazu ist getreu dem Motto, "Wer es glaubt wird selig".  Und wer ganz sicher gehen will selig zu werden, beteiligt sich bestimmt an der Aktion "Pa amb caritat" welches jedes Jahr am 3. Tag nach Ostern stattfindet. Brote und Pasteten werden mit den Armen des Ortes und den Nachbargemeinden geteilt.


Seit ein paar Jahren findet Anfang Oktober immer eine ganz besondere Fira statt. Dieses Jahr (2013) ist mir der Termin noch nicht bekannt. Wahrscheinlich ist die Fira Anfang Oktober wie jedes Jahr. Für Naschkatzen und Liebhaber von "Süssem" ist der Ort wieder das Schlaraffenland auf Mallorca. Bereits das neunte mal soll es die "Feria Dulce" geben, zumindest hoffe ich das. Probieren und erleben Sie alles, was es Süsses zum Naschen gibt. (Schade, Anfang Oktober steht bei mir dieses Jahr nicht in meiner Urlaubsplanung. Mein Bauch und meine Hüfte werden es dankbar zur Kenntnis nehmen)  

La Granja

Nicht weit von Esporles liegt das Landgut "La Granja". Dieser Ort ist ein lebendiger Beweis für die Leistungen der Menschen in den letzten Jahrhunderten der Zeitgeschichte. Ein herrschaftliches Haus, verschiedene Tiere mit den dazugehörigen Stallungen und ein wunderschöner Garten erwarten den Besucher. Jeden Mittwoch und Freitag findet eine Fiesta statt. Dann können Sie verschiedenen Handwerkern wie Schmieden oder Holzschnitzern in historischen Trachten bei der Arbeit zusehen. Auf dem großzügigem Gelände des Landgutes kann der Besucher sich die Beine nach der Autofahrt vertreten. Entdecken Sie Natur und wohltuende Ruhe während eines mehr oder weniger längeren Spazierganges.

La Granja
    
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Nach einem Rundgang durch diverse Räume und Stallungen erreicht man den Innenhof. Hier gibt es gratis Liegestühle und Bänke, die während einer kleinen Pause den Blick auf einen schönen Brunnen ermöglichen.

Räume im Landgut La Granja
   
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Ein Häuschen weiter gibt es Wein, Gebäck und so manch andere Köstlichkeit zu probieren. An einigen Tagen im Jahr könnte man fast denken, dass halb Mallorca hier ist, um sich an den Kostproben satt zu essen. Klar, dass der Besucher alles natürlich käuflich erwerben soll. An einem anderen Stand wird leckerer Käse zum Probieren ausgegeben und um auch eine Probe des frischgebackenen Kartoffelgebäckes zu bekommen, braucht man schon ein wenig Geduld. Für Pferdeliebhaber gibt es eine besondere Vorführung. Erleben Sie eine Pferdedressur, die seinesgleichen sucht. Erstaunlich, was Reiter und Pferde alles leisten können. Schauen Sie sich doch einfach mal den kleinen Film an. (Vorgeschmack)

Werbetrailer

 

Hier die offizielle Internetseite von    Esporles

 

 
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