Mallorca alles inklusive
  Folklore
 

Dance, Dance, Dance

Dass die Menschen auf Mallorca gut und gerne feiern können, hat sich bestimmt herum gesprochen. Dass neben gutem Essen und Trinken aber auch gerne musiziert und getanzt wird, ist einigen Urlaubern vielleicht noch nicht bekannt.

Immer an
Feiertagen finden inselweit besondere Veranstaltungen statt, an denen folkloristische Aufführungen stattfinden. So auch wie jedes Jahr am 01. März der Dia de Baleares. Er erinnert an das 1983 in Kraft getretene Autonomiestatut der Inseln. Und so waren wir auch dieses Jahr wieder mit dabei.

In einer Zeit als es auf Mallorca noch nicht schneite, feierte die Landbevölkerung früher das Ende ihrer Arbeit und dabei ganz speziell der Ernte, ihre Mühen mit Essen, Trinken und alten Volkstänzen. Das dürfte wohl der Ursprung der "Balladas" sein. Auch die Inselregierung ist der Meinung, dass die mallorquinische Folklore ein besonders wertvolles Gut ist, welches besonders zu schützen sich lohnt. Dieser Meinung sind auch die Gemeinden der Insel und unterstützen diverse Gruppen bei der Pflege dieser schönen Tradition. Elegantes und zeremoniöses Tanzen und melodiöse Lieder sorgen für harmonische Gemeinsamkeiten. In den Kindergärten, Schulen oder in der Escola de música i danses de Mallorca (Schule für mallorquinischen Tanz und Musik) können die Tänze gelernt werden.

Fast immer begleiten Musiker mit ihren traditionellen Musikinstrumenten die Gruppen. Dabei sind dann die Flabiol "Flöte", der Xeremie "Dudelsack", die Tamborin "kleine Trommel" und die Kastagnetten.

Wichtig ist auch die Kleidung, die früher an Sonn- und Feiertagen getragen wurde. Fast in jeder mallorquinischen Familie gibt es diese Tracht. Wenn offizielle oder private Feiern anstehen, werden die schönen Kleider immer noch mit Stolz getragen. Die Senoras tragen ein Spitzenkopftuch, das den Kopf und ihre Schultern bedeckt. Das Mieder ist aus Seide und hat meistens eine schwarze Farbe, ist dekolletiert und kurzärmelig. Eine Knopfgarnitur aus Edelmetallen dekoriert das Mieder ebenfalls. Strümpfe, Satinschuhe, eine Goldkette um den Hals und Silberketten um die Taille vervollständigen die Tracht. Die Herren tragen eine aufgeknöpfte vielfarbige Weste aus Seide in Form eines Herzens. Dazu ein weißes Hemd, das bis zum Hals zugeknöpft ist und einen bunten Hüftgürtel mit einer Pumphose. Auch hier vervollkommnen weiße Strümpfe, Lederschuhe und ein Hut mit breiter Krempe das Outfit. Ein Seiden- oder Perkaltuch in Form eines Turbans wird ebenfalls gerne getragen.

Die große Anzahl verschiedener Volkstänze auf Mallorca überrascht. Die meisten stammen ursprünglich vom spanischen Festland, einige wenige wohl gibt es nur auf Mallorca.

Unsere Übersicht gibt ein wenig Einsicht, in wie wir sie nennen die "Hüpftänze". Die Tanzveranstaltungen nennen sich "Balladas" und werden durch Musiker begleitet. Selbst die jüngere Generation beherrscht die Schritte und Schrittfolgen. Diese tanzen dann zwar nicht in den traditionellen Gewändern, sondern bevorzugen die tägliche Straßenkleidung. Egal aber wie, immer ist jede Menge Spass mit dabei.

Ball de bot (Hüpftanz)

Als "Ball de bot" bezeichnet man Gesamtheit der mallorquinischen Tänze. Hier eine kleine Zusammenfassung verschiedener Tanzstile:

- Ball dels Cossiers (Cossiers sind immer drei männliche Paare und eine Dame in weißer Kleidung). Eine Teufelsgestalt (Dimoni) versucht, den schwungvollen Tanz zu stören. Natürlich wird er am Ende immer besiegt.

- Bolero des Vermar (Dieser Tanz wird meistens nach der Ernte getanzt)

- Mateixa (Ist ein sehr schneller Tanz, den es wohl nur auf Mallorca gibt)

- Bolero (Ursprünglich ein Tanz der Oberklasse der aber in neuerer Zeit auch von der Landbevölkerung getanzt wird)

- Fandango (Dieser Volkstanz war auf Mallorca fast schon ausgestorben und wird heute besonders gepflegt)


- Jota (Ein bedeutend schnellerer Tanz als der Bolero. Die Musik dazu besteht aus einem instrumentalen und einem gesungenen Part)


 

 
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