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  Galilea
 

Galilea


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Das kleine Bergdorf Galilea liegt eingebettet in der wunderschönen Natur der Serra de Tramuntana. Verwaltet werden die etwa 300 Einwohner von der Gemeinde Puigpunyent. Ein Ort für Wanderer, Touristen, Künstler oder einfach Menschen, die die Natur lieben und die Ruhe dem Lärm von der Inselhauptstadt Palma de Mallorca vorziehen.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Landwirtschaft das Rückgrat der Wirtschaft. Großflächiger Anbau von Mandel-, Oliven-und Johannisbrotbäumen prägte das Bild der Landschaft. Die Einwohner sammelten aber auch Feuerholz oder Palmblätter. Viele Köhler brannten hier Holzkohle und auch das Holz wurden auf mühevollen Transportwegen auf die Märkte der Umgebung gebracht. Einige wenige Bewohner praktizierten aber auch die lukrativere, wenn auch wesentlich gefährlichere Einkommensmöglichkeit des Schmuggelns.

Ein großes Feuer ereignete sich vor einigen Jahren. Am 8. August 1999 gingen über 150 ha landwirtschaftliche Fläche in Flammen auf und zerstörten unter anderem auch Terrassen und einige Wohnhäuser. Glücklicherweise sind damals keine Menschen zu Schaden gekommen. Kein Wunder, dass auf der Insel die Brandbekämpfung eine wichtige Rolle spielt.

Übrigens: Wer erwischt wird eine brenndende Zigarette aus dem Auto zu werfen, den erwarten drastische Strafen. Unserer Meinung geschieht das mit Recht.


Die hübsche Kirche im Ortszentrum wurde 1810 fertig gestellt und der Jungfrau der unbefleckten Empfängnis geweiht. Natürlich gibt es auch hier eine Marienstatue. Der Überlieferung nach sind das Gesicht, Hände und Füße der Statue der Jungfrau Maria von einem ortsansässigen Handwerker geschnitzt worden. Als Modell soll er damals ein Mädchen aus dem Dorf genommen haben. Wir werden es wohl nie erfahren, es sei denn, dass irgendwann eine junge Frau aus dem Ort die gleichen Gesichtszüge aufweist wie die Statue der Jungfrau Maria.

In der Calle Gran sa Mola liegt das einzige Schneehaus auf Mallorca, das innerhalb eines Ortes gebaut wurde. Es wurde unter dem Bodenniveau erbaut und die Wände sind 1,5 m dick. Die Länge beträgt 11,60 Meter, die Breite liegt bei 7,5 Meter und das Ganze ist etwa 3,20 m tief.

Leider liegt die "Molí de can Soler", eine Kornmühle, zur Zeit noch in Trümmern. Eine Restaurierung ist angedacht aber leider noch nicht durchgeführt. Die zweite Mühle "Molí d'en Martí" wurde jedoch vor Kurzem auf Kosten des Inselrats restauriert und ist auf jeden Fall sehenswert. Besichtigen Sie auch die Pou des Rafal, ein Brunnen aus dem 18. Jahrhundert und das Haus der bemalten Ziegeln (Casa de les teules pintades) in der Calle Es Clapers, 8.

Ein schöner Spaziergang ist auch der Rundgang in der Reserve Puig de Galatzo. Entlang von einheimischen mallorqinischen Pflanzen gelangen Sie an einen großzügig angelegten Grillplatz. Bringen Sie Ihr Grillgut von zu Hause mit oder kaufen Sie es hier vor Ort. Wenn Sie dann sogar die Vorführung der Falkner mit ihren Greifvögeln verfolgen können, lohnt sich der Besuch des Parks gleich doppelt. Angst vor den Riesenvögeln müssen Sie nicht haben. Auch wenn manchmal die Vögel nur wenige Zentimeter über die Köpfe der Besucher fliegen. Erfreuen Sie sich einfach an der sehenswerten Vorführung, bevor Sie sich auf den Weg zurück machen. Die reine Gehzeit sollte selbst für einen ungeübten Wanderer nicht länger als zwei Stunden dauern.

In der nahegelegenen Cova den Salvador wurden in der talayotischen Zeit Bestattungen durchgeführt. Man fand Überreste und Töpferwaren, die als Beigaben den Toten mitgegeben wurden. Insgesamt hat die Höhle vier Räume. Eine ist sogar mit einer Keramik-Oberfläche ausgestattet.

Einige bekannte Künstler haben in Galilea gewohnt. Unter anderem der Schriftsteller Manuel Pico, die Malerin Elisabeth Giesler, Bartholomäus Quetglas Gaya (1900-1964) Priester, Soziologe und Schriftsteller und auch der Journalist, Schriftsteller und Historiker Antonio Vidal Isern.


 
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