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  Llucmajor
 

    Llucmajor



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Die Gemeinde Llucmajor ist mit rund 325 Quadratkilometern die flächenmäßig größte der Balearen. Der Einzugsbereich des Städchen reicht bis Arenal in die Bucht von Palma und umfaßt auch die ausgedehnten, zum Teil immer noch wachsenden Urbanisationen der Südküste.

Die Bewohner des Kleinstädtchens lebten lange Zeit von der Landwirtschaft und der Schuherstellung. Heute sind wohl die nahe gelegenen Tourismuszentren die größten Arbeitgeber. Für Mallorquiner besitzt der Ort große historische Bedeutung, denn hier war
die entscheidende Schlacht am 25. Oktober 1349, die das Ende des mallorquinischen Königreiches einleitete. Damals trafen hier die Truppen des mallorquinischen Königs Jaime III auf jene des Usurpators Pedro von Aragon. Neben dem Großteil seiner Mannen starb auch der König selbst und mit ihm die Unabhängigkeit Mallorcas. Ein Denkmal erinnert an dieses Ereignis.

Erste Eindrücke vom Ort
 
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Die Esplanade Jaume III, an deren Ende ein Standbild an den bei Llucmajor gefallenen König erinnert, führt ins Ortszentrum zur Placa Espana mit der Casa Consistorial (Rathaus) aus dem Jahre 1882. Umringt von einer Vielzahl von Kneipen und Bars mit recht moderaten Preisen liegt der Platz meistens in der Sonne.

Die Plätze sind vor einigen Jahren neu gestaltet worden und bieten neben schönen Cafes auch einladende Ruhebänke. Auch das bekannte Cafe Colon aus dem Jahre 1928 ist hier ansässig. Gleich um die Ecke findet man die 1915 gebaute und inzwischen modernisierte Fischmarkthalle. Fische gibt es mittlerweile nicht mehr, dafür finden aber Touristen viele Informationen über die Gemeinde in dem nun ansässigen Touristenbüro. Außerdem sind auch einige Verwaltungsbüros in den Räumlichkeiten untergebracht.

Hotel Espana                               Denkmal                                   Kreisverkehr
  
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Im Ortskern von Llucmajor selbst findet man eigentlich keinen richtigen Beherbergungsbetrieb. Das hier ansässige Hotel steht seit langem immer noch zum Verkauf und trägt den schönen Namen "Hotel Espana". Anders sieht es aber im Gebiet der Gemeinde aus. Schöne und renommierte Hotels sind in allen Preisklassen zu finden. Das Hilton Sa Torre, das Marriott's Club Son Antem oder das Son Julia Country House sind beste Adressen für Touristen.

Ein schönes Denkmal an einem kleinen Platz rühmt die Schuhmacher von Llucmajor, denen der Ort an der Schwelle des 20 Jhdt. einen beträchtlichen wirtschaftlichen Aufschwung verdankte.

Ein weiteres Denkmal steht zu Ehren von Maria Antònia Salvà (1869 - 1958). Sie war die erste Dichterin der Moderne in katalanischer Sprache. Sie verbrachte ihre jungen Jahre bei den Tanten in La Llapassa in Llucmajor.

Paloma blanca in grau                           Placa d`Espana
     
© Mallorca-alles-inklusive                                 © Antoni Salvà

Aus jener Zeit stammen auch die hübschen Häuser am Hauptplatz rund um die Placa Espana. Gleich dreimal pro Woche findet am Mittwoch, Freitag und meines Wissens auch am Sonntag der Wochenmarkt statt. Er zieht sich räumlich durch die halbe Stadt. Frisches Obst und Gemüse kann direkt aus erster Quelle vom Erzeuger erworben werden. Aber auch Textilien, Lederwaren oder jede Menge Touristenkitsch gibt es zu kaufen. Bekannt und beliebt ist vor allem aber auch am Freitag der Flohmarkt.

Der Markt (Mercado)
  
  
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Die Pfarrkirche San Miguel wurde schon 1248 in der Bulle des Papstes Innozenz IV. genannt. Der heutige Bau stammt aus dem 18 Jhdt., der Glockenturm, genannt La Micaela, von 1820. Im Inneren sind mehrere Seitenkapellen und ein sehenswertes Retabel des Hauptaltars, ein Werk des bekannten Bildhauers Morey aus dem 17. Jhdt., zu entdecken. Die Kirche barg früher das Grab des Königs Jaime III, der heute in der Kathedrale zu Palma ruht. Im Jahre 1717 erhielt die Kirche die Reliquien der Jungfrau und Märtyrerin Santa Candida, welche man zur Mitpatronin der Stadt erhob.

Esglesia San Miguel                       Cometagiroavió
   
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                                 ©  Antoni Salvà

Und noch ein Name sollte nicht vergessen werden. Pedro Sastre Obrador lebte in Llucmajor von 1895 bis 1965. Sie werden sich bestimmt fragen, was ist an diesem Mann erwähnenswert? Als Autodidakt und Tüftler entwickelte er bereits in den 20er Jahren des 19. Jhdt. einen, na ja sagen wir mal Hubschrauber. Nach seinen Zeichnungen wurde ein Prototyp hergestellt und das Fluggerät (Cometagiroavio) ist sogar zu besichtigen. Im Kloster Sant Bonaventura kann man das gute Stück bestaunen. Original ist immerhin noch der Motor. Manche ältere Menschen sagen sogar, dass er auch kurz geflogen sein soll, glauben würde ich das aber nicht wirklich.

Das "Claustro de Sant Bonaventura" finden Sie in der C/. Fra Joan Garau, 2. Bei, nach meinem Wissen, freien Eintritt kann das Kloster täglich, außer sonntags besichtigt werden. Die vor einigen Jahren durchgeführte Restaurierung brachte erstaunliches ans Tageslicht. So fanden sich unter einer dicken Kalkschicht wunderschöne Heiligengemälde in den Gewölbebögen. Die in grau, weiß und schwarz ­gehaltenen Bilder sind in der Grisaille-Maltechnik hergestellt worden. In keinem anderen Sakralbau ist gleiches oder ähnliches auf der Insel zu finden.

Oder bewundern Sie die mit Buchstaben oder Ornamenten bemalten Dachpfannen, die in früheren Zeiten wohl zum Schutz gegen das Böse waren. Historiker sind immer noch am Rätseln, ob die Darstellungen einen
biblischen oder einen poetischen Hintergrund haben. Vordächer mit selbst bemalten Dachpfannen auszustatten war früher einmal auf Mallorca eine lang gepflegte Tradition. Lohnenswert viele Objekte findet man auch heute noch in Fornalutx. Mönche wird man allerdings hier vergeblich suchen. Bereits im Jahr 1836 mußten die Franziskanermönche ihre Zellen verlassen, da damals alle kirchliche Güter per Gesetz an den Staat übertragen wurden.

Fiestas:
Santa Candida ( 30. Juli - 01. August )
Sant Miquel ( 29. Sept )
Virgen de Pilar ( 17.Oktober )

Knapp 20 Kilometer südlich von Llucmajor an der Südküste Mallorcas liegt die nur ca. 45 Meter lange, aber dafür 140 Meter tiefe
Cala Pi. Der hübsche kleine Strand hat seinen Namen vom gleichnamigen Sturzbach, Torrent de Cala Pi, der hier ins Meer mündet. Herausstechende Merkmale der Bucht sind ihr türkisfarbenes Wasser und der feine weiße Sand. Ein etwa 10 Meter hohe Wachturm aus dem 15. Jhdt. (Torre de Cala Pi) ist ein kleiner Blickfang. Der Küstenabschnitt besitzt einen flach abfallenden Strand, ideal für Kinder. Wen es aber in die tieferen Gefilde unter Wasser zieht, sollte unbedingt seine Schnorchelausrüstung selber mitbringen. Die Unterwasserwelt ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Die touristische Infrastruktur der Cala Pi ist einfach, einziger Komfort ist ein Restaurant. Zu erreichen ist der Küstenabschnitt per Bus oder Auto. Vom Parkplatz bis zum Strand sind es noch einmal fünf Minuten zu Fuß zu gehen.

Wer noch etwas Zeit hat, kann sich auch im Gemeindegebiet den Leuchtturm "Far Cap Blanc" ansehen. Dieses Leuchfeuer steht direkt an einer steilen Klippe. Seit 1893 ist der Turm in Betrieb. 12 Meter über dem Grund ist sein Lichtstrahl etwa 15 Seemeilen weit zu sehen. Immerhin sind das ziemlich genau 27,783 Kilometer. Den Seeleuten und Fischern wird er betimmt beste Dienste leisten.

 


 
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