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  Manacor
 

Manacor 


Manacor im Osten von Mallorca ist die zweitgrößte Stadt der Insel. Dennoch ist die Stadt mit gut 40.000 Einwohnern etwa 10 mal kleiner als Palma.

Das Stadtwappen umfasst eine Hand und ein Herz und so ist auch die Bedeutung von Man (Manos) - a - Cor (Corazon) zu verstehen „Hand am Herz“. Im Vergleich zur Hauptstadt ist Manacor allerdings ein kleines Provinznest, das allerdings, wie ich finde, durchaus seine Reize hat. Es gibt aber auch einige wenige Insulaner die behaupten, Manacor ist für sie die häßlichste Stadt auf der Insel. Alles ist halt auch hier immer eine persönliche Auslegungssache. Die Stadt jedenfalls ist weitgehend vom Massentourismus verschont geblieben. In der alten, ursprünglich wirkenden Innenstadt mit gut gestalteten Fußgängerbereichen ist katalanisch noch die vorherrschende Sprache.

Esglesia Nostra Senyora dels Dolors


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Sehenswert ist die große Kirche Nuestra Senyora dels Dolors mit dem 80 Meter hohen Turm. Das Bauwerk überragt in der Höhe sogar die Kathedrale La Seu und ist damit das höchste Bauwerk auf Mallorca. Die Kirche selbst ist leider nur vormittags zur Besichtigung geöffnet. Kleine Cafes laden mit ihren Tischen und Stühlen die Menschen ein, Platz zu nehmen und eine kleine Zwischensiesta in Form eines Carachillos zu sich zu nehmen. Vorsicht ist geboten, diese kleinen Muntermacher haben es in sich. Meistens wird der Kaffee nämlich mit Brandy, Rum oder Gin aufgefüllt. Für Autofahrer oder Radfahrer heißt das, besser die Hände von dieser Art Getränken zu lassen. Nach etwas Suchen habe ich eine sehr gute Beschreibung von einem echten Carachillo gefunden.

Gießen Sie etwa 4 - 6 cl Osborne Veterano in eine etwas grössere Espressotasse und erhitzen ihn mit Wasserdampf. Vergessen Sie nicht mindestens 2 Löffel Zucker oder 2 St. Würfelzucker vorher hinein zu tun. Nun wird es feurig. Jetzt zünden Sie das Ganze an und rühren mit einem Löffel solange um, bis der Zucker sich komplett aufgelöst hat. Dadurch entsteht der Karamellgeschmack. Jetzt den Espresso vorsichtig hinzufügen. ( Wenn Sie es richtig machen, können Sie ein Knistern hören ) Noch ein guter Tipp: Falls es noch brennt, vor dem Trinken löschen. Oder wählen Sie den Feuerwehrnotruf 085 oder 080 für Palma

Über Mallorca hinaus bekannt ist die Stadt für mehrere Produkte: Die Kunstperlen, die Keramik und die Olivenholzprodukte aus Manacor. Und seit einigen Jahren ist die Stadt auch für schöne und qualitativ hochwertige Möbel bekannt. Besuchen sollte man auf jeden Fall die Perlenfabrik etwas außerhalb der Stadt. Die Perlen werden aus Fischschuppen hergestellt und sehen echten Perlen zum Verwechseln ähnlich. Leider sind selbst diese Kunstperlen nicht ganz billig. Bereits im Jahr 1902 wurde die erste Perlenfabrik in Betrieb genommen. Man fährt daran vorbei, wenn man aus Palma kommt. Dem aufmerksamen Autofahrer fallen bestimmt schnell die vielen Kreisverkehre auf. Auch in Manacor sind einige Rotondas künstlerisch aufgewertet worden, andere sind mit viel Grün aus der Natur angelegt. Siehe auch meine Bildershow  hier.

   
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Der beste Tag für einen Ausflug nach Manacor ist der Markttag am Montag. Der große Markt ist ein echter Einkaufsmarkt insbesondere für Kleidung, Haushaltswaren und Lebensmittel. Die Preise sind günstig. Auch Keramik und Olivenprodukte werden auf dem Wochenmarkt und in den umliegenden Geschäften angeboten. Wer Keramikartikel einkaufen möchte, findet schnell an der Durchgangsstrasse (Via de Palma) den interessanten Ceramicaladen.

Keramikgeschäft
  
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Manacor ist der zentrale Verkehrsknotenpunkt im Osten von Mallorca. Busse fahren etwa stündlich nach Porto Cristo und Palma. Daneben gibt es viele Busverbindungen nach Cala Millor, Cala Ratjada, Inca, Cales de Mallorca und anderen Orte im Osten von Mallorca. Billiger und interessanter nach Palma und Inca ist die Fahrt mit der Eisenbahn. Jede Stunde fährt ein Zug nach Palma de Mallorca über Inca. Bereits im Jahre 1879 wurde die Bahnlinie von Inca nach Manacor erstmalig eröffnet. Für Freunde des Trabrennsportes hält Manacor eine eigene Rennbahn bereit. Genau wie Loriot kann ich nur fragen "Wo laufen sie denn?" Antwort: Der Hipodromo de Manacor liegt ortsauswärts an der Carretera d`Arta und diese führt, wen wundert`s, nach  Sant Llorenc des Cardassar. (Aber auch nach Arta)


Puerta de Hipodromo                          Rennbahn

 
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Mitte des 9. Jahrhunderts ging Mallorca einen Nicht-Angriffspakt ein mit den islamischen Herrschern von al-Andaluz im Süden der spanischen Halbinsel. Allerdings hielt sich Mallorca nicht immer an diese Vereinbarung und kaperte gelegentlich das eine oder andere Handelsschiff, das vorbei segelte. Das war der Grund für die Eroberung Mallorcas durch Truppen des Emirs von Córdoba im Jahre 902. Von da an und bis 1230 war die Insel unter islamischer Hoheit. Das drückte sich auch im Namen der Insel aus, die nunmehr Mayurqa genannt wurde.

Irgendwann innerhalb der nächsten 100 Jahre wurde Mayurqa dann in 12 Regionen aufgeteilt, unter denen Manqûr (das heutige Manacor) der größte Distrikt war. Um genau zu sein, hieß nur der Distrikt Manqur, während die eigentliche Stadt Cariat Acoch genannt wurde. 

Molí d’en Polit
     
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Siesta im Ort
      

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Wahrscheinlich war der Manqur-Distrikt (also Manacor) außerhalb Palmas, das nunmehr Medina Mayurqa hieß, damals die wichtigste islamische Besiedlung auf Mallorca; hier gab es nämlich insgesamt 173 Alquerias und Rafals (Bauernhöfe und Landsitze). So gesehen ist es nicht verwunderlich, daß im Stadtgebiet von Manacor in der letzten Zeit zahlreiche archäologische Funde entdeckt wurden, die alle aus der Zeit des Islam und des 13. Jahrhunderts zu stammen scheinen.

Als vor einigen Jahren Straßen im Ort auf Grund von Bautätigkeiten aufgerissen wurden, fand man einige Brunnen und unterirdische Vorratskammern. Alles zusammen zwar keine außergewöhnlichen Fundstücke, aber viele kleinere Überreste aus längst vergangenen Zeiten. Mittlerweile sind diese alle im Museu d’Història de Manacor um studiert und analysiert zu werden.

Auch für Wanderer und Pedelisten hat der Ort einiges zu bieten. Im August 2017 wurde ein neues Angebot für die Gegend um und im Gemeindegebiet vorgestellt. Mehr als 270 Kilometer kann der Wanderfreund oder Radfahrer in 14 Strecken kennen lernen und nutzen. Eine Broschüre wurde gedruckt und kann im Rathaus abgeholt werden. Auch im Internet findet Ihr die Infos:
siehe hier

Viele Strände stehen unter der Verwaltung von Manacor. Eine Übersicht zeigt das nachstehende Bild. (Bild folgt)
                 

   Cala Mendia

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Cala Murada

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