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  Maria de la Salut
 

Maria de la Salut

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Maria de la Salut ist eine kleine Gemeinde im Inselinneren, die ihren Zusatz „de la Salut“ erst im Jahr 1916 bekommen hat.

So schön anzusehen            ......und `nen Kreisel ham se ooch noch
 

Die Umgebung des Örtchens ist geprägt von idyllischen Weingärten und prächtigen Mandelplantagen. Die hier befindlichen Hotels, Ferienhäuser und Ferienwohnungen liegen eingebettet in dieser wunderschönen Landschaft. Für den Besucher bedeutet es, dass man hier seinem Körper und auch dem Geist die benötigte Ruhe bieten kann.

Egal ob Sie wandern, Radtouren in die Nachbarschaft unternehmen oder einfach nur entspannen wollen. Und wenn am 8. September wie jedes Jahr das Patronatsfest ansteht, lebt dieser ansonsten stille Ort richtig auf. Überall im Dorf wird gefeiert was das Zeugs hält. Kinder, Jugendliche und natürlich auch die Erwachsenen gehen mehr als sonst aus sich heraus und zelebrieren förmlich dieses Fest. Besucher sollten sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen.

Sehenswert sind aber auch die Pfarrkirche Mare de Deu de la Salut oder einer der Märkte. Vergessen Sie aber auf keinen Fall die Besichtigung der archäologischen Ausgrabungsstätte „Es Velar“. Es gibt viele wunderbare Fundstücke aus der Talayot-Kultur zu entdecken.

Die Frühgeschichte und Antike
Quelle: Ajuntament de Maria de la Salut

Die ältesten archäologischen Überreste, die man in der heutigen Gemeinde Maria de la Salut findet, sind aus dem Vortalayotikum: Es handelt sich um die Begräbnishöhlen der sieben Säulen in Ses Rotes Noves de Montblanc und die Höhle von Caseta del Garriguer, auch in Montblanc.

In der ersten, die einen unregelmäßigen Grundriss aufweist, hat man Überreste aus der Bronzezeit gefunden. Darüber hinaus gibt es mehr als zwanzig archäologische Fundstätten, die sich über 30,30 Km2 der Gemeinde verteilen. Der schlechte Zustand der archäologischen Funde ist zum größten Teil auf die Urbarmachung seit dem Mittelalter zurückzuführen. Die am besten erhaltenen Überreste aus der Talayotzeit finden sich auf dem Gelände Es Pujolet, wo Teile der Mauer, die die Siedlung umgab, erhalten sind und bei der Ausgrabungsstätte Es Velar, auch von Mauern umfasst. Daneben noch die Navetas (Bauten in der Form umgedrehter Schiffe) von Ses Rotes Noves de Montblanc. Alle Funde aus dieser Zeit liegen auf kleinen Hügeln in der Nähe von gutem Ackerboden und sind nicht weiter als einen Kilometer entfernt. Hier wurden Keramiken aus verschiedenen Abschnitten der Talayotzeit gefunden. Sehr wahrscheinlich sind einige Landgüter, wie z.B. Es Pujol und Deulosal auf den Überresten aus der Talayotzeit errichtet. Der runde Talayot (Turm) von Ses Tarragones war sicherlich Teil einer größeren Einheit, die sich heute aber nicht mehr ausmachen lässt.

Die römische Zeit

Von den Römern stammen die Reste einer ländlichen Siedlung in Sa Torre de na Gil, wo Amphoren aus der republikanischen Zeit im 2. Jahrhundert v. Chr. gefunden wurden. Außerdem Keramiken aus der Kaiserzeit, die zum Transport von Flüssigkeiten und Trockenobst verwendet wurden. Die Besiedlung dieser Fundstätte begann fast mit Sicherheit im 1. Jahrhundert n. Chr. und blühte im 2. Jahrhundert auf. Die islamische Keramik gibt Hinweise auf die vorhergehende Besiedlung durch die Araber. Einige Münzen aus der Kaiserzeit und Stücke aus Blei für Wasserleitungen lassen auf eine intensivere Nutzung, vielleicht sogar ein römisches Dorf schließen. Die Lage in der Nähe der Acequia Real (Bewässerungskanal) und der Sierra de Muro machen den Ort ideal für die Besiedelung. Überreste von römischer Keramik findet man ebenfalls bei Los Gassons, Sa Pleta des Pujolet und Deulosal. An diesem Ort, auf einem Hügel zwischen der Pla de Deulosal und der Pla des Rafal, wurden römische Keramiken gefunden.

Der Islam

Es gibt keine Information über diese Epoche. Die Gemeinde von Maria bildete zusammen mit Muro, Llubí, und Santa Margalida den Bezirk Muruh. Wir wissen heute, dass die Bevölkerung verstreut in Alquerías (Höfe) in familiären Verbänden lebte. Die Qanats (arab. Systeme zur Wasserförderung) wie sa Gruta de Roqueta, s’hort dén Vico (sa Bisbal), der Brunnen von Es Pujol oder der Qanat von Son Roig sind Konstruktionen aus der arabischen Epoche. Man baute damals hauptsächlich Getreide, Wein und auf den kargeren Böden Oliven an. Es waren wahrscheinlich verstreute Siedlungen, die sich um die Anbaustätten herum verteilten. Die Funde muslimischer Keramik, die sich mit der römischen mischte, lässt vermuten, dass die Araber die Konstruktionen der vorangegangenen Epoche weiter nutzten.

Das Mittelalter und die Neuzeit

Die muslimische Gesellschaft leistete der katalanischen Eroberung unter Jaime I keinen Widerstand und ihre Strukturen wurden zerstört. In kurzer Zeit herrschten die Katalanen über die Muslime, die weiter über das Gebiet verstreut lebten und den neuen Herrschern unterworfen waren. 1230 war die ganze Insel unter katalanischer Herrschaft. Im Reparto (1232) wurde Maria, wie der ganze Bezirk von Muruh, Ponç Hug, dem Grafen von Empúries, übertragen und das Gebiet administrativ in die Pfarrei von Santa Margalida integriert (1240).

Nach der Eroberung (13. Jahrhundert) wurde die Gemeinde Maria von zwei Adelsfamilien (Maria und Roqueta) dominiert. Die sich noch am Anfang ihrer Entstehung befindende Ritterschaft des Dorfes war feudalrechtlich dem Grafen von Empúries unterworfen und war berechtigt, den Zehnten, Pensionen und den Pachtzins einzutreiben. Sie hatte die zivile Gerichtsbarkeit über das Land und seine Bewohner inne. Es wurden für diese Aufgaben Bürgermeister eingesetzt. Bis 1259 war Maria im Besitz von Bernat de Vilanova, der es an Guillem Robert verkaufte, in dessen Familienbesitz es bis Anfang des 15. Jahrhunderts blieb. Innerhalb seiner Ländereien, genauer in Son Puig, entstand eine Ansiedlung, die das Recht besaß, einen Brunnen zu nutzen und das umliegende Land zu bestellen. 1410 fielen die Ländereien an Joan de ses Eras, einen Arzt. Später 1430, wurden sie von Ramon Safortesa in Besitz genommen, der das Gebiet in die Güter, die er schon in Santa Margalida besaß, integrierte. 1431, in dem Jahr, als er diese Ländereien beanspruchte, erhielt er die juristische Bestätigung. Seither wurden die Rechtssprechung und die Erhebung der Abgaben durch den Bürgermeister und die Curie der Adeligen durchgeführt, die der Familie Safortesa in Santa Margalida dienten.

Zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert versuchte die Familie Safortesa, die Gerichtsbarkeit weiter auszuweiten, sowie auch die Einnahmen aus den Feudalrenten zu erhöhen. Obwohl Maria nicht an den Kämpfen der Gemeinde Margalida gegen den Grafen Mitte des 17. Jahrhunderts teilnahm, stellten sich einige Bürger wie z.B. Joan Font i Roig und Antoni Quetgles-Poll auf die Seite der Gemeinde. Joan Font i Roig, Richter aus dem Dorf Santa Margalida, wurde von den Männern des Grafen ermordet. Antoni Quetgles, ein Straßenräuber, gehörte zu denen, die den Grafen angriffen.

1696 gab es bereits 650 Einwohner, ein bemerkenswertes Wachstum verglichen mit dem vorhergehenden Jahrhundert. Der Stadtkern hatte sich über die Calle Mayot ausgedehnt, bis Son Negre, Son Estelat, Calle del Pozo, Son Mas, Ses Corbades und die Calle de s’Arrava, den östlichen Teil. Es gab ca. 100 Häuser.

Die Krise des 14. und 15. Jahrhunderts entlud sich in der Revuelta Foránea (Aufstand 1450-1453). Die Anwohner von Maria erhoben sich gegen die Unterdrückung der Familie Safortesa. Im 15. Jahrhundert war der Stadtkern noch wenig ausgeprägt. Er bestand nur aus einigen Häusern, die sich um die Plaza de Dalt herumgruppierten. Die Bevölkerung lebte verstreut in den großen Landgütern. Im 16. Jahrhundert gab es um Son Mas, Ses Corbades und die Calle Mayor herum um die 20 Häuser mit ca. 100 Bewohnern. 1592 wurde aufgrund des Anwachsens der Bevölkerung eine Kapelle gebaut. Die Anwesenheit von Kleinbesitzern und Tagelöhnern ließ zahlreiche Namen aufkommen wie Bibiloni, Castelló, Cifre, Estelric, Femeflia, Garau, Gibert, Jordà, Mas, Ribes, Roig, Font, Garriga, usw.

1698 erhielten die Bewohner die Erlaubnis des Gouverneurs, sich zu einem Rat zusammenzufinden, um über alle Streitfragen zu den Ländereien, die sie mit dem Adeligen von Roqueta hatten, zu verhandeln. Im 18. Jahrhundert wurde klar, dass man einen Vertreter im Rathaus von Santa Margalida benötigte, denn in den vorherigen Jahrhunderten waren Bewohner wie die Familie Fontirroig dort vertreten. Dies jedoch nur als Bewohner der Außenbezirke des Dorfes, etwas, das sie mit den Bewohnern der Landgüter gemein hatten. 1710 gelang es durch die Real Audiencia, einen gewählten Abgeordneten in das Rathaus zu schicken. So konnten die Bewohner vor Abgaben und Rechtsstreitigkeiten geschützt werden. 1718 entstand das erste Dokument, das die Regierung von Maria regelte. 1722 begann man siebzig Cuarteradas (Maßeinheit) der Ländereien im Namen der Bevölkerung zu kultivieren.

Im 17. Jahrhundert führte das Bevölkerungswachstum zur Erweiterung der Kirche und des Vikariats. 1796 setzten die beiden gewählten Abgeordneten Miquel Vado und Joan Torelló einen langen Prozess in Gang, um die Unabhängigkeit von Maria zu erreichen und es zu einer eigenständigen Gemeinde zu machen. Es vergingen Jahre bis schließlich, mit der Ernennung einer liberalen Regierung Anfang des 19. Jahrhunderts, die Trennung vollzogen wurde.



Die unabhängige Gemeinde

Das Auf und Ab in der Frage der Regierung in den Jahren zwischen 1813 und 1836 brachte es mit sich, dass Maria, je nach Regierung, entweder unabhängig oder wieder ein Teil von Santa Margalida wurde. Mit der Verfassung von Cádiz war es möglich, in jeder Gemeinde, die mehr als tausend Einwohner hatte, ein eigenes Rathaus zu gründen. 1836 wurde definitiv die Verfassung in der Gemeinde eingeführt.

Der wöchentliche Markt findet immer am Freitag auf der Plaza des Pou statt. Es gibt ländliche Produkte und Gebrauchsgegenstände. 

Seit einigen Jahren findet am letzten Sonntag im September das Baratillo des Pla statt, mit lebhafter Teilnahme der Einheimischen und Fremden. In den wichtigsten Straßen werden Stände mit verschiedenen Produkten aufgebaut und es werden Kunsthandwerksprodukte und einheimische Produkte ausgestellt.

Seit dem Jahr 2005 finden jeden Freitag im August unterschiedliche Märkte statt, die sich den traditionellen Berufen widmen. Hier sieht man wie unsere Großeltern arbeiteten. Mitmachen ist erwünscht. Jeder Markttag hat eine andere Thematik.

 

 
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