Mallorca alles inklusive
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 Mallorca ist nicht nur für Segelfreudige eines der schönsten Reviere im Mittelmeer. Die zauberhafte Küstenlandschaft beeindruckt durch zahlreiche kleine, zum Teil sehr einsame Buchten, eine gute Hafeninfrastruktur und beste Windbedingungen. Rund um Mallorca bietet die "Insel der vielen Winde" abwechslungsreiche Törns. Die 555 km lange und sehr abwechslungsreiche Küste der Baleareninsel liegt fernab von dem schlechten Image, das diese Eiland so gar nicht verdient hat.


 
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Abwechslung heißt in erster Linie Segeln auf und rund um Mallorca. Traumhafte und einsame Calas liegen dicht neben weißen Sandstränden, monumentale Felsküsten wechseln sich mit fjordartigen Buchten und kleinen Fischerdörfern ab. Die Entfernungen zwischen den Häfen sind nicht allzu groß. Der Genießersegler sollte es ruhig angehen lassen und gemütlich von Hafen zu Hafen segeln.

Weiße Sandstrände und azurblaues Meer, die Einsamkeit der Weite. Sie meinen das gibt es nur in der Karibik? Auch Mallorca hat dieses gewisse Etwas um einen schönen und einmaligen Urlaub zu erleben. Wer einmal das Gefühl kennen gelernt hat auf einer Segelyacht oder einem Katamaran zu entspannen, weiß was der Schreiber dieser Seite damit meint. Erkunden Sie die schönsten Buchten Mallorcas. Genießen Sie einen oder auch mehrere unvergessliche Segeltage inmitten der Schönheit des Mittelmeeres. Segeln auf Mallorca bedeutet viel Abwechslung in Ihren Urlaub zu bringen, etwas Neues zu erleben oder auch einmal etwas Anderes zu wagen.

Für Einsteiger und genußreiches Segeln sind die Windverhältnisse besonders gut geeignet. Im Sommer baut sich durch die tägliche Thermik schon früh am Vormittag ein gleichmäßiger, leichter Wind auf. Bis zum späten Nachmittag hält er zumeist an. Wenn Im Frühjahr oder Herbst zuweilen der "Tramuntana" vom Golf de Lyon oder der Shirokko aus dem Süden heftiger bläst wird segeln schon etwas schwieriger. Freuen Sie sich wenn der Mestral weht, dieser Wind bringt beste Wetteraussichten für die Insel. Für Segler ist auch immer ein guter Schutz gegen die starken Sonnenstrahlen sehr wichtig, wie eigentlich bei allen Törns. Ein hoher Lichtschutzfaktor ist angesagt. Am Besten tragen Sie auch immer eine Kopfbedeckung. (Mit tragen meinen wir nicht; in der Hand) Die Temperaturen auf dem Wasser erscheinen zwar immer als angenehm,  allerdings sollte man auf keinen Fall die Kraft der Sonne unterschätzen.


Voraussetzung:


Wer selbst ans Ruder gehen möchte, benötigt für alle Boote die länger als 4 Meter sind und deren Motor stärker ist als 13,5 PS, einen Sportbootführerschein See oder eine andere bestätigte und vergleichbare Qualifikation. Jeder Segelsportler müssen je nach Größe und Typ des Segelbootes einen entsprechenden Schein vorweisen. Gerne gesehen sind bei den meisten Bootsvermietern auch freie Leistungsnachweise für ganz bestimmte Bootstypen, z.B. ein Yachtgrundschein oder ein Katamaranschein.

Wer es lieber etwas schneller mag

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Gut, dass seriöse Charterfirmen mit den Skippern eine Testfahrt oder Einweisung machen, da ein amtlicher Schein nicht immer auch das ausreichende Vermögen um das Boot zu führen garantiert. Das liegt aber auch im eigenen Interesse: Sie wollen das Boot schließlich wieder wohlbehalten zurück.

Mieten Sie immer bei einem etablierten Charterunternehmen. Dann können Sie sicher sein ein Schiff zu erhalten, bei dem neben der Technik auch die Sicherheit und die Ausstattung geprüft sind. Meistens geben die örtlichen Charterbasen auch Empfehlungen zu Restaurantbesuchen oder Bars. Und manchmal bekommen Sie auch noch Tipps für tolle Törns rund um die Insel.

In den letzten Jahren hat sich ein absolut deutlicher Trend zum Segelcharter abgezeichnet. Auch Segelkatamarane sind gefragter denn je. Wahrscheinlich wegen des guten Platzangebotes an Bord oder wegen dem geringen Tiefgang, um in ganz flache Gewässer und kleinste Buchten zu kommen.


Unsere Törntipps:
Quelle: vivamallorca

Im Norden:

Die Bucht von Pollenca gilt als ideales Segelrevier für Einsteiger und Könner. Ein stetiger, zumeist auflandiger Wind, ermöglicht ausgedehnte Segeltörns zu stabilen Bedingungen. Rund um die Bahía de Pollenca gibt es zahlreiche romantische Calas, die nur mit dem Boot zu erreichen sind. Außerdem ist der Hafen von Pollenca ein erstklassiger Ausgangspunkt um z.B. nach Menorca zu schippern. Nur 30 Seemeilen trennen ihn von der Nachbarinsel. Der Törn hat ein außergewöhnliches Ziel, denn Menorca ist Natur pur - 45% der Insel stehen unter Naturschutz! Unbedingt ansteuern sollten Sie den Fischerhafen Fornells im Norden und den beeindruckenden Naturhafen der Hauptstadt Mahón.

Im Südosten:

Die kleinen fjordartigen Calas im Südwesten sind traumhafte Anker- und Schnorchelplätze. Besonders romantisch sind die Cala Llombards, Cala Figuera und Porto Petro.

Im Süden:

Ankern in der Bucht vom Es Trenc, Mallorcas schönstem Naturstrand, ist speziell in den Monaten Juli bis September eine echte Show. Schnittige Motoryachten und edle Segler dümpeln einträchtig in seichtem türkisblauem Wasser und beobachten das Treiben am Strand. Dabei kommt echtes Karibik-Feeling auf.

Im Südwesten:

Der Klassiker unter den Ankerbuchten im Südwesten ist die sogenannte Dreifingerbucht bei Portals Vells. Drei kleine Calas in der Nähe der Islas Malgrats laden zum Sehen und gesehen werden ein. Denn in der Hochsaison liegt hier ein Schiff neben dem anderen. Am mittleren Strand gibt es ein feines Fischrestaurant.

Im Westen:

Der Hafen von Sóller ist der einzige wirklich sichere Stützpunkt an der steilen Westküste. Wer von Norden aus Richtung Cap Formentor oder von Süden aus Richtung Port d'Andratx kommt kann hier beruhigt festmachen und in einem der vielen Restaurants im Hafen richtig schlemmen.

In Palma

Die beiden größten Yachthäfen der Insel sind - wo auch sonst - in Palma. Wer sie ansteuert, sollte sich dafür den frühen Morgen oder die späten Abendstunden aussuchen. Denn sowohl im Schein der aufgehenden Sonne wie im rötlichen Licht des Sonnenuntergangs ist Palma ein echtes Erlebnis.

Segel- & Yachtkurse Mallorca

Die DSV-anerkannte Schule Sail & Surf hat mehr als 30 Jahre Erfahrung und bietet eine Vielzahl von hochqualitativen Kursen an. Hier kommen sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Segler voll auf ihre Kosten. Die Kurspalette reicht vom Segelgrundkurs über Yachtkurse bis hin zum Charter- / Skippertraining. Die sehr professionellen und verantwortungsbewusst durchgeführten Kurse werden durch eine angenehme Urlaubsatmosphäre im Clubhaus abgerundet. Eine hohe Qualität der Boote und der Kurse sind hier selbstverständlich.

Das Revier:
Sie trainieren in der geschützten Bucht Port de Pollenca. Beste Windverhältnisse sorgen während der ganzen Saison für ein erfolgreiches Segeltraining. Im äußeren Teil der Bucht finden Yachten nicht nur das offene Meer, sondern auch kleinere Buchten, an denen geankert werden kann.

Segeln für Familien und Kinder:
Sail & Surf bietet extra Segelkurse für Kinder an. Hier wird das Segeln spielerisch erlernt - geeignet für Kinder von 7-12 Jahren. Jugendliche von 10-14 Jahren können auf Wanderjollen im Rahmen des Grundkurses alle Basiskenntnisse erlernen und den Kurs mit dem Segeljunior-Grundschein abschließen.

Segelkurse Mallorca:
Lernen Sie die Basics im Segelgrundkurs. Für Fortgeschrittene wird ein Aufbaukurs angeboten. Wer den amtlichen Segelschein anstrebt, für den ist der SBF-Binnen erste Wahl. SKS Ausbildungs- und Prüfungstörns werden ebenso angeboten wie Urlaubs- oder Meilentörns. Sehr reizvoll: Cat- und Gleitjollen-Sailing sowie Sport-Kieler-Sailing.

Yachtkurse Mallorca:
Für Einsteiger in das Yacht- und Törnsegeln, die ohne Stress das Handling eines "Dickschiffs" kennen lernen wollen, ist der Yacht-Grundkurs geeignet. Danach ist man bestens gerüstet für das weiterführende Yacht-Aufbautraining. Neben dem Training aller Grundmanöver auf Yachten vom Typ Tornado 31 mit Radsteuerung wird auch das herrliche Segelrevier rund um das Cap Formentor im Rahmen eines Tagestörns erforscht. Insgesamt werden ca. 100 Seemeilen gesegelt und bestätigt.

Tagestörns & Mitsegeln- für Nichtsegler geeignet:
Segeln Sie einfach mit und genießen Sie die herrliche Umgebung rund um das Cap Formentor im Rahmen eines Tagestörns. Tipp: Wer als Nichtsegler mit ein paar Freunden die Insel kennen lernen will, für den eignet sich bestens der Urlaubstörn. Es sind keinerlei Segelkenntnisse erforderlich - diese Aufgabe übernimmt ein erfahrener Skipper - auch für Einzelpersonen buchbar.

Marina Porto Petro - Real Club Nautico

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Ein wenig zum Lesen und Schmunzeln

 

 

Quelle: Aus dem ADAC Heft Mallorca

Viel Wind um eine Insel

Für spektakuläre Ausblicke vom Land aufs Meer ist Mallorca berühmt. Wir haben die Perspektive gewechselt. Und segelten einmal rund um die Insel.

Text: Katja Frisch

Beinah wäre er ertrunken, unser sechster Mann. Gleich auf der ersten Etappe geht er über Bord und treibt im nachtschwarzen, welligen Meer. Übers Deck robbend, versuche ich, ihn mit dem langstieligen Bootshaken zu fassen zu kriegen. Skipper Udo lenkt das Segelboot in endlose Kreisel, um ihn nicht aus den Augen zu verlieren. Der Rest der Besatzung läuft hektisch an Deck auf und ab und versucht zu helfen. Erst im fünften Anlauf gelingt es mir, den Schiffbrüchigen über die Bordwand zu ziehen. "Da seht ihr", sagt Udo und macht ein zufriedenes Gesicht, "wie wichtig es ist, dass eine Crew Mann-über-Bord-Manöver übt." Dann räumt er den geretteten Plastikkanister wieder in die Backskiste.

Bücher gegen Langeweile, Tabletten gegen Seekrankheit

Fünf Leute sind wir, alle in einem Boot. Unser Vorhaben: eine Mallorca-Umseglung. Unsere Vorstellungen: ziemlich unterschiedlich. Alicia ("Meine einzige Berührung mit Schiffen war eine Schlauchbootfahrt auf dem Baggersee") hat stapelweise Bücher gegen die Langeweile dabei. Marco ("So ein Schiff schaukelt ganz schön") Tabletten gegen Seekrankheit. Nur Philipp und ich, beide Regattasegler, ahnen, was auf uns zukommt, als wir über die Gangway unsere schwimmende Ferienwohnung betreten: die Vino Tinto, eine 13 Meter lange Bénéteau Océanis, gechartert für eine Woche. Unser Chef in dieser Zeit: der erfahrene Bootsführer Udo aus Bremen, 62. Hauptberuflich Architekt.
 

Palma – Port d’Andratx: Die Luft schmeckt nach Süden

Noch drei Stunden bis Port d’Andratx. Eine Delfinfamilie begleitet uns eine Seemeile. Wie zum Gruß ragen immer wieder Rückenflossen aus dem Wasser. Udo erteilt seiner Mannschaft eine weitere Lektion: "Fallen sind die Leinen, die senkrecht am Boot verlaufen, Schoten jene, die waagerecht verlaufen. Alles klar?" Alicia zieht wortlos den Gurt ihrer Rettungsweste enger, von allen anderen Leinen lässt sie aber vorerst lieber die Finger. Um 23 Uhr laufen wir in den Hafen von Andratx ein. Von den Hängen der Bucht blinzeln vereinzelte Lichter in die Dunkelheit. Die dazugehörenden luxuriösen Anwesen werden wir erst anderntags sehen. Wir atmen die Stille der Nacht, die Luft schmeckt nach Süden. Wir sind angekommen.

Minuten werden zu Stunden

"Ententeichwetter!", schimpft Udo, der am Morgen als Erster den Kopf durch die Luke streckt und aufs glatt gebügelte Meer schaut. Seine Stimmung hebt sich, als es aus der Kombüse nach Rührei mit Speck und Kaffee riecht. Als wir den Hafen verlassen, kräuselt sich das Wasser leicht. "Wann klappen wir denn jetzt das Segel aus?", fragt Marco. Udo verzieht schmerzvoll das Gesicht. "Das heißt Segel setzen oder meinetwegen den Lappen rauf ziehen", brummt er. Kein Schiff am Horizont. Nichts zu sehen außer den Möwen und der zerklüfteten Steilküste. Für mich beginnt eine neue Zeitrechnung. Minuten werden zu Stunden und sind doch niemals langweilig. Selten war Nichtstun eine so intensive Beschäftigung. Auch Alicia ist so gefesselt vom Meer, als sei es die Leinwand, auf der der neueste "James Bond" gezeigt wird.

Auf "Schweineohren"-Kurs nach Port de Sóller

"Willst du mal?" Udo schaut Marco an und deutet auf das Steuerrad. Zögerlich übernimmt Marco. Anfangs fahren wir noch "Schweineohren": Schlangenlinien, wie jeder Anfänger sie ins Meer zeichnet. Doch bald hat Marco den Unterschied zwischen Anluven und Abfallen verstanden. Und trotz hochkonzentrierten Blicks deutet sich auf seinen Lippen ein Lächeln an. Am frühen Abend erreichen wir unser Ziel: Port de Sóller. Das Hafenstädtchen, rund 2700 Einwohner, ist berühmt für die Straßenbahnlinie zum drei Kilometer entfernten Hauptort Sóller. Offene Holzwaggons aus dem Jahr 1913 rumpeln vorbei an üppigen Orangen- und Zitronenhainen. Wir machen unsere eigenen Entdeckungen. "Schwankt ihr auch so?", fragt Marco. Alle nicken. Wir schwanken wie angetrunkene Matrosen über festen Boden, um die innere Wellenbewegung auszugleichen. Wir haben begonnen, uns dem Meer anzupassen.

Abendessen unter vollen Segeln

Unsere längste Etappe steht an: 35 Seemeilen sind es nach Port de Pollença. Der "Treffpunkt der Winde", wie man das Cap de Formentor auch nennt, zeigt sich heute von seiner sanften Seite. Die steilen Felsen leuchten orange-rosa in der Abendsonne. Auf der Landspitze steht einsam der Leuchtturm. Auf der kurvenreichen Straße zum beliebten Aussichtspunkt herrscht in der Hochsaison Dauerstau. Alicia erinnert sich, dass sie als Kind mit ihren Eltern genau dort im Auto unterwegs war: "Damals habe ich die Leute auf den Segeljachten beneidet." Ja, wir erleben die Insel aus einer exklusiven Perspektive. Als wir unter vollen Segeln das Abendessen servieren, setzt schon die Dunkelheit ein. 39 Euro kostet die Nacht im Hafen Port den Pollença für ein Schiff mit fünf Personen. Die Gebühr treibt der freundliche Hafenmeister ein. Die meisten seiner Gäste kämen aus Deutschland, erzählt er. "Ich sollte endlich mal Deutsch lernen".

Erlahmendes Shopping-Interesse
 
Halbzeit unseres Törns, Zeit für den ersten längeren Landgang. Der öffentliche Bus bringt uns ins etwa drei Kilometer entfernte Pollença. Die Hitze macht uns träge. Wir schleichen durch die schöne Altstadt mit ihren sandsteinfarbenen Häusern, über die weitläufige Plaça Major, räudige Katzen queren unseren Weg. In einem Straßencafé unter Schatten spendenden Bäumen strecken wir die Füße aus. Alicia und ich machen noch einen halbherzigen Shopping-Versuch, aber bald erlahmt unser Interesse. Mag sein, dass es an den 33 Grad liegt. Oder daran, dass wir schon ein bisschen in einer anderen Welt leben.

Übernachtung im "Päckchen liegend"
 
Wir verlassen den Hafen von Pollença in den frühen Abendstunden. Großsegel setzen, Philipp legt das Fall über die Winsch, Alicia und ich helfen ihm beim Ziehen, und Marco hält das Steuerrad fest. Udo schaut zufrieden zu, die Handgriffe sitzen. Bei Ostwind mit Stärke zwei bis drei segeln wir bis zur Cala Mesquida, wo uns ein lang gezogener Sandstrand an Land lockt. Sonnenschirme und Tretboote lassen ahnen, was hier noch vor ein paar Stunden los war. Schon in der Hafeneinfahrt von Cala Rajada wird klar, welche Art von Nacht uns hier erwartet. Am Ufer kleben die Bars aneinander und wetteifern darin, deutsche Schlager aus den Lautsprechern dröhnen zu lassen. Wir finden keinen Liegeplatz direkt am Steg, müssen im "Päckchen liegen", also an anderen Booten festmachen.

Zu gut gebräunte Deutsche um die 40

Philipp überredet uns, dem Nachtleben von Cala Rajada eine Chance zu geben. Im Chocolate, einer Bar mit riesiger Terrasse, sitzen ein bisschen zu gut gebräunte Deutsche um die 40, sortiert in Männer- und Frauengrüppchen. Trotz Caipirinha werde ich das Gefühl nicht los, hier fremd zu sein. Während die anderen halbherzig weiterziehen, steige ich zurück in die Koje. Dankbar für die Stille dort, lasse ich mich von der Vino Tinto in den Schlaf wiegen.

Wie im Film "Die blaue Lagune"

Gleich nach dem Frühstück haben wir Kurs genommen auf die Cala Petita am mittleren Ostufer. Nur zwei Boote passen in die beliebte Bucht, in der das Meer türkis leuchtet. Dank Udo, der uns zur Eile angetrieben hat, ist die Vino Tinto jetzt eines davon. Wir fühlen uns wie im Film "Die blaue Lagune". Philipp hat sich mit Büroklammer und Takelgarn eine Angel gebastelt und starrt nun aufs klare Wasser. Doch weder Brot noch Salami ködern die erhoffte Beute. Dann gibt es heute eben Nudeln zum Mittagessen.

Fischer präsentieren ihre teils noch zappelnde Ware

Landgang in Cala Figuera, Vorräte einkaufen. Die Einfahrt ist eng, dann aber öffnet die Bucht sich weit und gibt den Blick auf den Ort frei. Während wir an der Gästemole festmachen, kommen Fischer an Land und präsentieren ihre teils noch zappelnde Ware. Wir entscheiden uns aber für eine Tapas-Bar und genießen Aioli und Datteln im Speckmantel und die herrliche Aussicht auf die Bucht. Der angekündigte Südwind bleibt aus, wir können wie geplant ankern. Den richtigen Platz zu finden ist nicht so einfach. Das Wasser darf nicht zu tief sein, damit der Anker gut hält. Andererseits müssen wir aufpassen, nicht auf Grund zu laufen. Als wir dann endlich sicher vor Anker liegen, braten wir frische Brassen und verfüttern die Gerippe an kreischende Möwen.

Udo schreit: "Schwimmwesten an!"

In der Nacht war das Meer unruhiger als erwartet. Um nicht in der Koje von einer Seite zur anderen zu kullern, musste man sich mit den Füßen an der Bordwand abstützen. Der Wind treibt die Wellen so heftig vor sich her, dass sie Schaumkronen tragen. Die Segel schlagen hin und her, die Schoten ächzen, Udo schreit: "Schwimmwesten an!" Wacker stampft sich die Vino Tinto durch die Wellen in Richtung Palma. Wir peilen direkt die Kathedrale an. "Segeln macht süchtig", entfährt es Marco. Wohin er die Tabletten gegen Seekrankheit gepackt hat, hat er längst vergessen. Wir lassen S’Arenal rechts liegen. Ein letztes Mal sitze ich auf der Bordkante, lasse Seele und Füße baumeln. Alicia übt Knoten, Palstek, Webleinstek, alle wichtigen hat Udo uns beigebracht. Das Lesezeichen im Buch neben ihr steckt auf Seite 16.

Der idyllische Hafen von Portocolom

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Mallorca verfügt über Insgesamt 43 Hafenanlagen mit fast 15.000 Liegeplätzen. Einige sind hier in der Auflistung aufgeführt, andere fehlen noch.

  • Alcudia, Es mal pas (Yachthafen)
  • Alcudia, Bonaire (Yachthafen)
  • Alcudia, Deportivo Alcudiamar (Yachthafen)
  • Cala Bona (Fischereihafen)
  • Cala d’Or, Marina (Yachthafen)
  • Cala Figuera (Fischereihafen, Yachthafen)
  • Cala Gamba (Fischereihafen, Yachthafen)
  • Cala Major (Sporthafen)
  • Calanova (Yachthafen)
  • Can Pastilla (Yachthafen, Fischereihafen)
  • Can Picafort, Puerto Deportivo (Yachthafen)
  • Cala Rajada (Fischereihafen)
  • Colònia de Sant Jordi (Yachthafen, Fischereihafen)
  • Colònia de Sant Pere (Yachthafen, Fischereihafen)
  • Costa de los Pinos (Yachthafen)
  • Palma, Real Club Nautico (Seehafen, Yachthafen, Fischereihafen)
  • Palmanova, Club Nautico (Sporthafen mit 72 Liegeplätzen)
  • Portals Nous / Puerto Portals (Yachthafen)
  • Portals Vells
  • Port Adriano (Puerto Deportivo), Sporthafen mit 404 Liegeplätzen
  • Port d’Alcúdia (Yachthafen, Fischereihafen)
  • Port d’Andratx, Club de Vela (Yachthafen, Fischereihafen)
  • Port de Pollença, Real Club Nautico (Yachthafen, Fischereihafen)
  • Port de Sóller (Yachthafen, Fischereihafen)
  • Portitxol, Club Nautico (Yachthafen, Fischereihafen)
  • Portocolom, Club Nautico (Yachthafen, Fischereihafen)
  • Porto Cristo, Club Nautico (Yachthafen,Fischereihafen)
  • Porto Petro, Real Club Nautico
  • Port de Valldemossa, (Fischereihafen)
  • Portopetro (Yachthafen, Fischereihafen)
  • Puerto de Cala Bona (Fischereihafen)
  • Puerto de Colonia de Sant Jordi
  • Puerto Portals (Yachthafen) Sporthafen mit 670 Liegeplätzen
  • Santa Ponca Port Adriano  (Yachthafen)
  • Santa Ponca Club Nautico (Yachthafen), Sporthafen mit 522 Liegeplätzen
  • Sol de Mallorca (Embarcadero Deportivo), Sporthafen mit 70 Liegeplätzen
  • Son Serra de Marina (Yachthafen)
  • Sa Rapita, Club Nautico (Yachthafen)
  • S`Estanyol de Migjorn (Yachthafen)
  • S’Arenal, Club Nautico (Yachthafen)

 

 
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