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  Petra
 

 Petra


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Wir meinen, ein kleines Landstädtchen mit sehr viel Charme, das ist Petra. Die rechtwinklig verlaufenden Straßen sind von alten Häusern aus goldbraunem Marès (Bruchstein) gesäumt. Alles in allem wirkt der Ort an diesem heißen Tag im Juli verschlafen und fern jeder Hektik. Der saubere und gepflegte Ort strahlt eine wohltuende Ruhe aus. Hotels für Urlauber sind hier Mangelware. Wer wirklich eine Unterkunft sucht, kehrt am Besten im Hotel "Sa Placa" ein. Tagesausflügler mit dem Wunsch, mehr über Petra und ihrem bekannten Sohn zu erfahren, kommen ansonsten eher sporadisch in diese typisch mallorquinische Gemeinde.


 

In der Umgebung von Petra wachsen die Trauben für einen sehr guten Weißwein. Der Weinliebhaber weiß die typischen Rebsorten wie Chardonnay, Cabernet Sauvignon und Merlot zu schätzen.

Gegründet wurde der kleine Ort Petra bereits von den Arabern, sie nannten ihn „Die Strahlende“. Einige schöne archäologische Funde beweisen, dass hier auch schon in vorgeschichtlicher Zeit Menschen gelebt haben. Einige Talaiots wurden entdeckt und sind nun Zeugnis der damaligen Bau- und Lebensweise. Mit ein wenig Suchen finden Sie vielleicht die Siedlungen von Son Homar, Es Castellots oder Termenor. Auch in einigen Höhlen fand man Überreste der damaligen Bevölkerung. Meistens sind die Naturbauwerke als Wohn- oder Grabhöhlen genutzt worden. Zeugnis darüber geben die Höhlen von Son Monserrat, Ses Comunes Noves, Ses Cabanasses und die Grabhöhlen von Son Maimo.

   

Eigentlich wäre Petra ein Städtchen wie viele andere auch im Landesinneren. Wenn da nicht der berühmte Franziskaner-Mönch Fra Junipero Serra wäre. Dazu gleich mehr.

Einige Gastronomiebetriebe gibt es wie in jedem anderen Ort der Insel auch. Wer gerne inseltypisch essen und trinken möchte findet bestimmt die passende Lokalität. Einen Cellar gibt es auch; schön eingerichtet und zum Glück auch mit kühlen Temperaturen. Empfehlen können wir dieses Restaurant leider nicht. Trotz eine fast gähnenden Leere hatte es die Camarera nicht nötig uns nach ca. 15 Minuten zu bedienen. Nun ja, Geld wird man auch woanders los.

Die engen Gassen, ausgehend von der Hauptstrasse Carres Major, zeugen mit ihrer schachbrettartigen Anlage von planmäßiger Gestaltung.

             Typische Gasse in Petra      Denkmal einer mallorquinischen Bäuerin
                           
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Zwei schöne Mühlen zählt der Ort auch heute noch zu den Sehenswürdigkeiten. Zum einen ist es die Molí d’en Tromper, die aber auch unter dem Namen “Ca sa Fideuera” bekannt ist oder die Molí d’en Font in der Carrer dels Molins. Beide Mühlen sind Zeugnis der Vergangenheit des Ortes. Die zu den Mühlen passenden Kornfelder im Umland zeugen von einer regen landwirtschaften Nutzung. Im Ort finden die Payes (Bauern) auch gleich die benötigten Reparaturbetriebe für Landmaschinen. Zu erwähnen wären vielleicht einzig noch die großen Vorkommen an dem schönen Sandstein, denen Petra (Fels oder Stein) seit der Römerzeit seinen Namen verdankt. Viele Hausbesitzer haben für ihre Gebäude diesen besonderen Stein als bestes Baumaterial gewählt. Doch es gibt in Petra durchaus noch mehr Besonderes.  

Aus Petra stammt der Franziskaner Fra Junipero Serra, der als Gründer von San Francisco gefeiert wird. Am 24. November1713 geboren und auf den Namen Jose Miguel getauft, war der Bauernsohn schon im Alter von 16 Jahren dem Franziskanerorden beigetreten. Am 24.09.2015 ist Juniperro nun vom Papst heilig gesprochen worden. Man kann gespannt sein was sich die Einwohner nun noch alles einfallen lassen um ihn zu huldigen.

Denkmal des berühmten Sohnes
   
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Er studierte und predigte in Palma und fuhr im Jahr 1747 mit einigen seiner Ordensbrüder nach Mexico. Insgesamt 24 Missionsstationen und Klöster stehen am Lebensweg dieses frommen Mannes. Viele dieser Stationen entwickelten sich im Laufe der Zeit zu bekannten Städten, die auch heute immer noch ihre klingenden spanischen Namen tragen: San Diego, Los Angeles, Santa Barbara....

In einigen Strassen des Ortes wird dem Missionar besonders intensiv gehuldigt. Seit einiger Zeit findet der Besucher schöne Fliesenbilder und weitere Informationen über Juniperro.



 

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Junipero Serra starb 1784 in Kalifornien und wurde im November 1988 seliggesprochen. Seine Büste steht in der "Hall of Fame" als einzigster Nichtamerikaner im Kapitol in Washington, umgeben von anderen Helden der amerikanischen Nation. In Petra ist der Missionar allgegenwärtig. Am nördlichen Rand des Ortes steht die Pfarrkirche Sant Pere. Schön und majestätisch steht die Kirche seit vielen hundert Jahren an ihrem jetzigen Platz. Der Bau, der auf den Grundmauern eines älteren Gotteshauses errichtet wurde, begann 1582 und nach der Fertigstellung wurde die Kirche im Jahr 1730 geweiht. Zur reichen Innenausstattung zählt auch das Taufbecken, über das auch Junipero als neugeborener gehalten wurde. Über den Carrer Major gelangt man zum Convent de Sant Bernadi, 1607 gegründet und Sitz der Klosterschule des jungen Serra.

Pfarrkirche San Pere

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Vor dem Gebäude erinnert ein Denkmal an die verschiedenen Stationen in seinem Leben. Vom Konvent führt der Carrer Frey Junipero westwärts, vorbei an einer Reihe von Kachelbildern der verschiedenen Missionen, zum Geburtshaus und Museum des Franziskaners.

                                                                                Historiker (1856 - 1924)
                                                       Mossens Francesc Torrens i Nicolau            Stadthaus

                 
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Der Historiker Mossens Francesc Torrens i Nicolau hatte es sich zur Aufgabe gemacht, das Leben und Werk von Fra Juniperro zu erforschen und aufzuschreiben. Mit seiner Arbeit und seinen Veröffentlichungen hat er die Bewohner von Petra begeistert. Sein Leben war voller Kuriositäten, emotionalen Momenten und voll mit vielen Stunden Studium, gewidmet der Erinnerung an Junipero Serra.

Casa Natal i Museu Junipero Serra: Das Geburtshaus Serras steht im ältesten Teil des Ortes, dem Viertel Barracar. Ganz in der Nähe beherbergt ein erst 1959 errichtetes Haus ein Museum, das sich anhand von Landkarten, Gemälden und Dokumentationen dem Leben des Missionars widmet. Zum Besuch muß man sich in dem nur wenige Schritte entfernten Haus am Carrer P. Miguel de Petra 2 (Tel.971561149) anmelden; eine Tafel am Eingang weist den Weg. Der Eintritt ist frei, eine Spende ist gerne gesehen.


"Kathedrale der Berge" nennt man das Kloster Bonany, wenige Kilometer außerhalb von Petra. Den Berg "Puig de Bonany", auf dem sich das Kloster befindet, erreichen Sie am Besten über einen kleinen Fußweg. Dieser führt Sie auf den 317 Meter hohen Gipfel. Die Landschaft wird Sie bestimmt begeistern. Lassen Sie Ihren Blick über die vielen Obstbäume und Wiesen schweifen. Wenn Sie am Gipfel angekommen sind, lädt Sie die Wallfahrtskirche Santuari de la Mare de Deu de Bonany zur Besichtigung ein. Etwa im 17. Jahrhundert wurde hier diese kleine Kapelle gebaut. Die Geschichte sagt, dass an dieser Stelle eine aus Holz geschnitzte Marienfigur aus dem  8. Jhdt. von den Mauren gefunden wurde. Die Mauren verwahrten die Skulptur in einer Höhle. Erst im Jahr 1229 wurde die Madonnenstatue wiedergefunden. Die Geschichte sagt auch, das im Jahr 1602 die Figur der Bevölkung geholfen haben soll. Nach einer langen Trockenzeit befürchteten die Bauern eine schlechte Ernte. Sie flehten daraufhin die Madonna an ihnen zu helfen und diese erhörte das Flehen der Bauern und ließ es zwar nicht regnen, aber trotzdem ist die damalige Getreideernte gut ausgefallen. Daraufhin gab man der Madonnenstatue den Namen „Nuestra Senyora de Bonany“. Auf deutsch heisst es etwa so viel wie „Unsere Frau des guten Jahres“.

Feiern und Feste:

Festa de Beat Junipero Serra, immer am dritten Sonntag im September, Umzug mit geschmückten Wagen.
Santa Praxedes (21. Juli).
Festa dels Angels (2./3. Aug).


Markt:

Jeden Mittwoch auf dem Platz „Plaça Ramon Llull“

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