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  Porreres
 

Porreres


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Das kleine Dörfchen Porreres mit seinen beschaulichen und manchmal auch leeren Wegen ist ein wahrhaft stilles Örtchen. Zumindest ist das an den meisten Tagen im Jahr so. Und so schlecht ist es ja auch manchmal für den Urlauber nicht, wenn er seine eventuell benötigte Ruhe und Erholung bekommt. Der Name Porreres hat keinen Bezug zu römischen, maurischen oder anderen Zeiten. Benannt hat man den Ort nach dem Ritter Guillem de Porrera, einem engagierten Teilnehmer des Feldzuges zur Eroberung Mallorcas.


Ein Blick hinter die Türen lohnt sich

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Man denkt, dass man hier unendlich weit weg ist vom Lärm und bunten Leben der Hauptstadt oder den Zentren der Touristenorte. Wer vorher in Palma oder in einer der Touristenhochburgen war, meint vielleicht in einer anderen Welt oder auf einer anderen Insel gelandet zu sein und doch ist dies alles gerade einmal 20 Kilometer entfernt.

Blick auf Porreres
   

Bei einem Spaziergang durch den Ort lernt man das ursprüngliche, das "andere" Mallorca kennen, von dessen Schönheit viele der Touristen leider immer noch keine Ahnung haben. Im Ortskern gibt es einige Bars, ein relativ bekanntes und gemütliches Restaurant, einen kleinen Supermercado und andere Geschäfte aller Art. Der Wein- und Aprikosenanbau bildet heute die wichtigste Einnahmequelle. Harmonisch in die Natur eingebettet liegt der Ort zwischen Feldern, Aprikosenbäumen und Weinstöcken und präsentiert dem Besucher ein wunderschönes Bild für sein Fotoalbum.

     
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Bei einem Besuch des Ortes sollte man die Pfarrkirche Nuestra Senyora de la Consolació besichtigen. Das mächtige Bauwerk, vor dessen eher schlichter Fassade zahlreiche hohe Palmen Schatten spenden, stammt in seiner heutigen Form aus dem 18. Jahrhundert. Mit ihrer schönen Fensterrosette und wegen der ungewöhnlichen Größe der Kirche wird sie auch als „Kathedrale des ländlichen Mallorca“ bezeichnet. Die Geschichte des Bauwerks geht jedoch schon auf die Zeit kurz nach der Wiedereroberung der Insel durch die Christen im Jahre 1229 zurück.

Esglesia
 
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Freunde der sakralen Baukunst werden in Porreres jubeln. Gibt es doch noch weitere Gotteshäuser zu besichtigen. Die Iglesia de Sant Felip Neri zum Beispiel. Für die dazugehörige Bruderschaft (Cofradias) ist es ein Privileg, die Unterstützung des Oratoriums zu genießen. Das Ausleben des christlichen Glaubens in Brüderlichkeit, Liebe und Freude im Namen des heiligen Philipp Neri ist das Ziel.

Cofradias de Porreres
 

Die Iglesia de l’Hospitalet, die Kapelle Santuari de Monti-Sión und die Ermita de la Santa Creu, gehören zum Gemeindebild ebenfalls hinzu. Gibt es auf der Insel noch irgendwo anders etwas ähnliches zu sehen? In der Stierkampfarena "Plaza de Torros" finden heutzutage die Feierlichkeiten des Ortes statt. Stierkämpfe gibt es meines Wissens zumindest keine mehr.  

Das Museum "Museu i Fons artístic de Porreres" im Rathaus zeigt unter seinen mehr als 200 Werken auch zwei Gemälde von Dalí. Andere Künstler unter anderem sind Candido Ballester, Dionís Bennàssar, Jim Bird, Remigia Caubet, Coll Bardolet, Macedowski, Pilar Montaner der Sureda, Pere Pujol und Riera Ferrari-Tarrasso. Leider ist das kleine Museum nur dienstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Wir empfehlen sowieso den Dienstag für einen Besuch zu nutzen, denn dann ist auch der Wochenmarkt im Ort.

Rathaus und Museum
    
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Im Süden des Ortes befindet sich das 245 m hoch gelegene Santuari de Monti-Sion. Das Kloster wurde der Heiligen Mutter vom Berg Zion geweiht. Die erste Kapelle ist hier bereits im 14. Jhdt. errichtet worden und später kamen dann noch weitere Gebäude himzu. Der Bau der heutigen Kirche begann im Jahr 1498. Heute wird die Santuari nur noch als Ort für Veranstaltungen und Versammlungen genutzt. Von dort aus bietet sich dem Betrachter eine phantastische Aussicht auf die Ebene Es Plá.

Wer den Weg zur Santuari geht oder fährt, dem fallen vielleicht die schönen Wegekreuze auf. Insgesamt stehen an der Strecke 11 zum Teil noch gut erhaltene Kreuze, die ältesten sind aus dem 15. Jhdt. und von hohem künstlerischen und historischem Wert. Zur Vollständigkeit halber folgen hier die Namen; Cruz desde Puente, Cruz des Molí den Cuevas, Cruz de sa Marina, Creu den Janer, 3 x Gozo de Subida a Monti-Sion, Creu den Limpio, Cruz Nueva, Cruz de su Atajo und das Cruz des Pou dAmunt.

   
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Ebenfalls sehr interessant sind die früher so wichtigen Brunnen der Gemeinde. Im Ort selbst stehen auch heute noch 5 Brunnen, die restlichen Wasserspeicher stehen im näheren Umfeld des Ortes. Wer jetzt weiterliest, erfährt die interessanten Namen der Brunnenbauten, die da wären: Pozo de Arriba, Pozo de Banyeres, Pozo de la Dama, Pou des Horts, Pozo de sa Carrera, Pozo de Belen, Pozo de Sa Placeta, Pou Salat, Pozo de Son Pablo, Pozo de Son Cota, Pozo Florit, Pozo Nuevo, Pozo de los Riquers, Pozo Jua, Pou Bo -o- de Son Jordi und der Pozo de Son Cudem.

     
 
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Der Weinkenner weiß bestimmt, dass hier ein guter Wein angebaut wird. Es gibt sogar einen eigenen Weinclub. Der "Confraria d’Amics del Vi" hat seinen Sitz in der alten Mühle Molí d’en Tòfol und mit etwas Glück ist die Molina auch zu besichtigen. Zwei weitere Mühlen, die Molí des Reco und die Molí de Son Porquer sind ebenfalls besichtigungswert. Auf der Finca Son Dagueta kann man nicht nur bestens wohnen, sondern auch ein schönes Weingut besichtigen und dabei ein leckeres Tröpfchen probieren. Und wer Spass an exotischen Tieren hat, wird sich bestimmt um die hier gehaltenen Strausse kümmern.

Strauss (Struthio camelus)

Wenn alle Brunnen fliessen und Sie diese auch gefunden haben, der hat sich auch sein gutes Essen und Trinken in einem der schönen Lokalitäten des Ortes mit Sicherheit verdient. Bon Profit

Markttag
  
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Wir empfehlen gerne das Restaurant "L'Escrivania". Probieren Sie einmal die Aprikosen in belgischer Schokolade getunkt. Der Name bedeutet etwa soviel wie Schreibstube. Die war hier nämlich früher einmal hier ansässig. Die Frucht findet sich in vielen Gerichten wieder. Kein Wunder, denn die Familie des Betreibers erntet schon seit vielen Jahren diese leckeren Frücht

In einer fast 140 Jahre alten Getreidemühle im Ort gibt es auch noch eine andere Lokalität, die ebenfalls etwas Besonderes ist. Ein leckeres Menü del Dia ist in der Woche schon ab acht Euro zu bekommen und der Kabeljau nach Rioja-Art ist absolut lohnenswert. Früher gehörte die Mühle einmal einer Adelsfamilie. Doch aus Geldnot wurde sie an einen Vorfahren vom jetzigen Betreiber verkauft.

Übrigens, nicht nur gut Essen kann man in Porreres. Auch gut und oft wird hier gefeiert. Die Giganten sind seit einiger Zeit zu jedem Fest ein fester Bestandteil.

Giganten in und aus Porreres
       
    

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Die Kinder des Ortes benehmen sich jedes Jahr am 5. Januar wie eine aufgescheuchte Hühnerschar. Alle sind nervös und erwarten die Ankunft von drei Königen. Sie werden bestimmt jetzt wissen, was ich damit meine. Das Fest der heiligen drei Könige "Les Reis" wird in Porreres zu einem unvergleichlichem Ereignis. Die Kinder fragen sich: bekomme ich meine gewünschten Geschenke. Aber wie anderswo auch, heißt es jetzt erst einmal warten, so schwer es auch fällt.

Bereits am Nachmittag sind die Eltern emsig unterwegs. Heißt es doch noch schnell die letzten Geschenke einpacken und danach ab ins Rathaus damit. Die Mütter sind meist beschäftigt alle Leckereien für das abendliche Festmahl einzukaufen. Auch wenn manche Kinder versuchen, einen Blick in das Rathaus zu erhaschen: heute heißt es ganz klar und deutlich, kein Eintritt für die Neugierigen.

Irgendwann werden die Geschenke von Lastwagen abgeholt und an den Ortsrand gebracht. Hier warten bereits Kaspar, Melchior und Balthasar hoch zu Ross auf ihren Einsatz. Zwei Traktoren mit jeweils einem Anhänger sind festlich geschmückt und auf Anhängern mit Strohballen sitzen Josef und Maria, natürlich mit dem kleinen Jesuskind. Hübsch anzusehende Engel sitzen auf einem zweiten Wagen und begleiten den Zug. Für musikalische Untermalung sorgt die hiesige Dorfkapelle. Langsam geht es in Richtung Zentrum und alle Menschen werden noch aufgeregter. Vor jedem Haus, in dem ein Kind wohnt, bleibt der Zug stehen und das Geschenk wird von einem der heiligen drei Könige übergeben. Die ganze Prozedur kann schon mal 4-5 Stunden dauern, aber am nächsten Tag ist ja ein  Feiertag und man kann lange ausschlafen.  

Man sieht sich vielleicht einmal in Porreres.

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