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  S`Arraco
 

S`Arraco 


Wer den Weg nach Sant Elm fährt, findet manchmal auch diesen vom Tourismus meist verschonten Ort. Etwa 850 Einwohner nennen dieses Dorf ihre Heimat. Verwaltungstechnisch gehört er zu Andratx.

Im Ort scheint die Zeit ein wenig stehen geblieben zu sein. Man sitzt im Schatten der schönen Kirche oder in der Bar, trinkt seinen Carachillo oder den muntermachenden Cortado. Manchmal aber ist es, wie an diesem Samstag, etwas mehr Bewegung. Es ist Markttag auf  der Plaza. Aber auch hier bloß keine Hektik, keinen Stress. Der Tag ist noch jung und was alles so passieren kann, man wird sehen. Tranquilo wie der Insulaner so gerne sagt.

Impressionen

     
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Geht man ein wenig spazieren, fällt einem zuerst das "Haus der Fliesen" auf. In den romantischen Gäßchen finden Sie bestimmt auch so manches weitere lohnenswerte Fotomotiv. Einige sehr schöne Villen und Häuser sind zu bestaunen. Mallorquiner, die als Gastarbeiter im 19. Jhdt. in Frankreich Ihren Lebensunterhalt verdient haben, konnten sich aufgrund der guten Bezahlung in der Fremde in der Heimat so manch feudales Haus bauen.

Bereits auf der Fahrt in den Ort haben wir angehalten, um einen schönen alten Brunnen zu fotografieren. Aufpassen muss man aber als Halbfussgänger dann auch, manche Autofahrer machen sich scheinbar einen Spass daraus so nah wie möglich an einem vorbeizufahren und dann lautstark zu hupen. Na ja, wenn`s denn schööö macht.

Pozo, Esglesia, Correos y Escola


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Die Post, der Brunnen, ein paar Stühle. Manchmal braucht es nicht viel um einen geruhsamen Tag zu verbringen. Hier kennt Jeder Jeden und die Nachbarschaft ist herzlich.

Am Sonntag ruft die Glocke der Kirche die Gläubigen zur Messe. Die kleine Kapelle Sant Crist de s'Arracó wurde 1704 erbaut. 1742 wurde dann die Kirche fertig gestellt. Als Erbauer und Gründer des Ortes steht Antoni Ferrandell Verí in den Geschichtsbüchern. Achten Sie einmal beim schönen Klang der Glockenuhr auf die Zeit. Immer 5 Minuten vor dem eigentlichen Stundenschlag werden die Einwohner vorgewarnt das bald die volle Stunde schlagen wird (nicht geschlagen hat ). Seitdem die Straße zwischen
Port de Andratx und Sant Elm nicht mehr durch den Ort führt, kann man den Kirchengang auch ohne die Hektik des Straßenverkehrs begehen.

Und noch etwas schönes beherbergt die Kirche. Seit 40 Jahren ruhte nämlich die Mare de Déu Morta von s‘Arracó in ihrem Sarkophag. Um Sie zu erhalten wurde die schlafende Muttergottes in einen Marmorsarg mit Glaswänden gelegt, ohne zu wissen welch besonderes Kunstwerk man hatte. Das lächelnde Gesicht der Marienfigur wurde mit einem weißen Spitzentuch verdeckt. So lag die Jungfrau Maria seit 1966 in Ihrem Sarg.

Es ist eine Arbeit vom Meister "Joan de Salas" welcher ein
bekannter Bildhauer der spanischen Renaissanc ist. Nachgewiesen wurde, dass das Kunstwerk nicht nur aus seiner ­Schule und auch nicht nur von seiner Werkstatt ist. Datiert ist dieses Meisterwerk etwa auf die Jahre 1528 bis 1530 worden. Damit steht die schlafende Muttergottes von s‘Arracó auf gleicher Stufe mit der "Mares de Deu Mortes" aus der Kathedrale in Palma oder der Kirche Santa Eulalia. 

Wer früher den Weg nach s`Arraco gefunden hat und ein wenig (oder auch mehr) Appetit verspürte, ging manchmal auch in das Restaurant "La Tulipe". Der neue Standort ist jetzt in Camp de Mar und erwartet dort viele hungrige Besucher. Bei unserem letzten Besuch konnten wir jetzt einen neuen Namen und neuen Inhaber lesen. Zu seinen Kochkünsten können wir noch nichts sagen, wir waren in Eile um pünktlich zu einem Date zu kommen. 

Aus Tulipe wurde El Bohemio

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Seit einiger Zeit sind kleine Werkstätten und Galerien von Künstlern der schaffenden Kunst eröffnet worden. Trotz längerem Spaziergangs muss man die Augen aufhalten, sonst geht man schnell an schöner Kunst vorbei. Aus allen Herren Ländern kommen die schöpferischen Menschen um sich in diesem gemütlichen Ort einzuquartieren. Wer Wert auf schöne Urlaubserinnerungen legt kann im Ort außergewöhnliche und exklusive Souvenirs kaufen und mit in die Heimat nehmen. 

 
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