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  Sant Joan
 

Sant Joan


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Die kleine Gemeinde von Sant Joan mit etwa 2000 Einwohnern (Stand 2011) liegt im Zentrum der Baleareninsel Mallorca und grenzt an Vilafranca de Bonany, Petra, Sineu, Lloret de Vistalegre, Montuiri und Porreres. Das kleine Bauerndorf welches in grauer Vorzeit den Namen Alahamar hatte, liegt auch heute noch friedlich umgeben von sanften Hügeln in der Ebene des Pla. Vom König Jaume II. erhielt der Ort im Jahre des Herrn a.D.1300 seine Stadtrechte.

Erste Eindrücke
   
 
 
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Sant Joan ist auch in der Gegenwart eine Gemeinde in der hauptsächlich Landwirtschaft, Ackerbau und Viehzucht die bedeutendsten Erwerbszweige sind. Der Inselkenner weiß, dass im Ort die heimischen Erzeugnisse eine wichtige Rolle spielen. Wer kennt nicht die Tomatiga de ramallets, das sind die Tomatensorten die für Pa amb Oli am Besten geeignet sind. Zur Haltbarmachung werden die Tomaten.zopfförmig zusammen gebunden und haben dadurch eine Lagerzeit von bis zu 9 Monaten. Welcher Mallorcaliebhaber kennt oder mag nicht die leckeren Wurstwaren Botifarron und Sobrassada. Gehen Sie doch einmal auf den großen Wochenmarkt, der am Donnerstag vormittag stattfindet. Sie werden bestimmt über die Vielfältigkeit der Produkte erstaunt sein. Probieren Sie auch einmal das leckere Bauernbrot, welches noch heute aus Sauerteig hergestellt wird. Botifarron oder wie man hier eher sagt "Batifarros" schmeckt mit diesem Brot noch besser. 

Esglesia Sant Joan Baptista   


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Sant Joan hat eine ungewöhnlich große Kirche, die Esglesia Sant Joan Baptista, deren Ursprünge auf das Jahr 1293 zurückgehen. Die Pfarrkirche besitzt eine prachtvolle Innenausstattung mit einer Alabasterkanzel und einer wertvollen Deckentäfelung. Der Besuch dieser Kirche ist immer einen Besuch wert und als Gast spürt die besondere Ruhe und Schönheit dieses Ortes. Und wenn wir schon mal bei Sakralbauten sind sollte auch das "Creu del Revull" nicht vergessen werden. Dieses Wegekreuz wurde im Jahre 1941 von
"Joan Ginard Ferrer" (1915-1990), der unter dem Künstlernamen "Sarasate" wohl bekannter war, geschaffen.

Catolico Central

     
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Auch interessant: Das Gebäude Catolico Central mitten im Ort beherbergt das Bildnis des Fra Lluís Jaume. Vor der schönen Dorfkirche wurde zum 200. Todestag des Mönches ein Gedenkstein errichtet. Lluis starb im Jahr 1775 in Kalifornien als Märtyrer. Ursprünglich ging er mit Fra Junipero Serra

in die neue Welt und dadurch, dass er schnell die Sprache der Eingeborenen sprechen konnte, wurde Bruder Lluis schnell ein Lehrer der Eingeborenen. Er schrieb sogar einen Katechismus in der neu erlernten Sprache und gründetete einen Kirchenchor. In der Nacht vom 04. zum 05. November 1775 überfielen allerdings etwa 600 Indianer die Kapelle und setzten sie in Brand. Bruder Lluís Jaume ging und begrüßte sie vorher mit den Worten: "Sons, Amar a Dios", was etwa "liebt Gott" bedeutet. Es nutzte ihm leider nichts und so wurde er von 18 Pfeilen getroffen und sein Gesicht wurde mit Stöcken und Steinen eingeschlagen. Diese grausige Zeiten sind zum Glück vorbei.

Auf jeden Fall sollten Sie auch das Landgut Els Calderers mit Ihrem Besuch beehren. Wenn Sie sich immer schon einmal gefragt haben, wie der frühere mallorquinische Landadel gelebt hat, sind Sie hier genau richtig. (Damit ist nicht Jürgen Drews gemeint, der uneingeschränkte Musikkönig von Mallorca) Seit vor gut 10 Jahren dieses Gut der Allgemeinheit zugänglich gemacht wurde, erfreut es sich großer Beliebtheit.

Erste Eindrücke

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Der Besucher merkt bereits am Eingang zum Landgut, dass hier mit sehr viel Liebe und Einsatz ein mallorquinisches Juwel gehegt und gepflegt wird. Francisco Juan de Sentmentat, ein Sohn des Grafen Ribas, hatte dann letzlich die Verantwortung getragen wie das Landgut heute sich der Nachwelt präsentiert. Seine Nachkommen jedenfalls entschieden dann, das Gut für Jedermann (und auch Jederfrau ) zu öffnen. Mit den Eintrittsgeldern wird das Anwesen instand gehalten und ständig renoviert. Der im Eingang des Innenhofes gelegene Brunnen wurde bereits vom Erzherzog Luis Salvador auf Grund seines frischen Wassers gelobt. (nachzulesen im Werk "Die Balearen)" Der Besucher bekommt vom Empfangszimmer über diverse andere Wohnräume bis hin zu den Stallungen vieles geboten. Auch ich war beeindruckt vom Lebensstil der damaligen Zeit. (Nun ja, das "normale" Volk hat sicher anders gewohnt und gelebt). Unsere Bilder können nur einen ersten Eindruck wiedergeben. Wir werden bestimmt in Zukunft den Weg nach Els Calderers ein weiteres mal fahren um noch mehr Eindrücke aus alter Zeit zu bekommen.

Interieur aus den letzten Jahrhunderten
 
 
   
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Fliesenkunst

 
 
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Ebenfalls kann man einen Weinkeller und landwirtschaftliches Gerät und Werkzeug in erhaltenen Werkstätten besichtigen. Wann hat man sonst noch die Gelegenheit, einen so feudalen Herrensitz zu besichtigen.

Gewölbeformationen
   
Transportmittel aus alter Zeit
 
 
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Der Eintrittspreis liegt bei 8,50 €. (Stand April 2013) Gut angelegtes Geld ist meine Meinung. Soll bedeuten, es lohnt sich auf jeden Fall Els Calderers zu besuchen.

Schöne Bilder und ein toller Tag auf dem Landgut
     
   
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In den Stallungen und Gehegen werden alle Arten von Tieren gehalten, vor allem einheimische Rassen. Dem Stier wollte ich einen Namen geben, habe es dann jedoch letztendlich bei dem Gedanken belassen. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden, ob das Tier eher Veterano oder 103er heißen soll. Dem Tier schien es jedenfalls egal zu sein.

Animales
  

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Etwas oberhalb von Sant Joan findet der Besucher das "Santuari de la Consolacio". Auch hier wird seit vielen Jahren eine Madonnenstatue verehrt und wie der berühmte Augapfel gehütet. Eine Geschichte besagt, dass die Madonnenfigur einst von einem Araberjungen unter einem brennenden Dornbusch gefunden wurde. (Irgendwann werde ich mal nachzählen, für wieviele andere Skulpturen das auf der Insel so oder so ähnlich auch gilt) Den Hauptaltar ziert ein Bildnis der Verge de la Consolacio.

Ein kleines Juwel ist auch die Esglesia de la Mare de Déu de Consolació. Ein paar Minuten vom alten Ortskern entfernt steht dieses schöne Kirchlein. Über einen breiten Treppenaufgang erreicht man den Eingang. Ursprünglich erbaut wurde sie im 13. Jahrhundert, um sie dann später immer weiter auszubauen. Vor einiger Zeit wurde der sakrale Bau komplett renoviert.

Am Fuß des Puig de Sant Nofre, der von weitem sichtbar ist, wachsen wilde Johannisbrotbäume, Steineichen und sonstiges Gesträuch. Oben auf dem Berg liegt die Einsiedelei und Ruine von Sant Onofre aus dem 15. Jhdt. Zu besichtigen ist dieser Ort leider nicht, er ist im Privatbesitz.

Feste

  • Festa de Pa i Peix (Brot und Fisch),am 4. Sonntag der Fastenzeit

  • Festa del Sol que Baila („Das Fest der tanzenden Sonne“) am 24. Juni.

  • Festa de l’Estiu (Sommerfest), am 29. August.

  • Festa des Botifarró (Grillfest kennzeichnet das Ende des Sommers), im Oktober.

  • Sant Antoni (der 17 Januar wird hier ganz besonders gefeiert). In den letzten Jahren besuchten den Ort am Vorabend des Feiertages mehrere 10.000 Menschen. 

Der hellgraue feine Sandstrand von Sant Joan liegt bei der Siedlung Mal Pas an der Südseite der Bucht von Pollença. Der rund 200 Meter lange und durchschnittlich 25 Meter breite Strand wird flankiert von flach abfallenden Felsen, die sich hervorragend zum Schnorcheln eignen. Badegäste können Strandliegen und Sonnenschirme mieten. Die Platja de Sant Joan ist einfach zu Fuß von der Urbanización Mal Pas und mit dem Auto zu erreichen, ein Parkplatz befindet sich oberhalb des Strandes.



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