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  Santa Eugenia
 


Santa Eugenia


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Die Gemeinde Santa Eugènia liegt mit einer Fläche von ca. 20 km² im Landesinneren von Mallorca. Die Gemeinde ist nach dem Gehöft Bernat de Santa Eugènia benannt, eine kleine Siedlung im Mittelalter, die in maurischer Zeit das Gehöft Benibazari war. Hier leben ca. 1.600 Menschen, verteilt auf die Ortschaften Ses Alqueries (120 Einwohner), Ses Coves (30 Einwohner) und Olleries (120 Einwohner) sowie die gleichnamige kleine Stadt Santa Eugènia (1.330 Einwohner). Der Ort ist zugleich Namensgeber der Gemeinde, man findet ihn etwas westlich der geographischen Mitte der Insel, in der Region von Plà de Mallorca.

Idyllisch in schöner mallorquinischer Tradition

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In der islamischen Zeit gab es hier zwei Alqueríes (kleine Siedlungen), von denen eine Benibahari und die andere Benibazari hieß. Diese Örtchen gehörten damals zum Einfluß von Quanarusa, waren aber letztlich dem Kalifat von Cordoba unterstellt. Aus Benibazari wurde im Jahr 1250 dann Santa Eugenia, nachdem die katalanische Reconquista Mallorca zurückerobert hatte.

In Santa Eugènia hat es bereits seit vorgeschichtlicher Zeit produktive Landwirtschaft und Viehzucht gegeben. Unter den Römern wurde hauptsächlich der Anbau von Getreide und Wein betrieben. Nach der katalanischen Eroberung wurde in den Besitzungen und Gutshöfen Obst und Gemüse angebaut.

Die kirchliche und die weltliche Verwaltung
  
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Aus vortalayotischer Zeit sind mehrere Höhlen erhalten, wie die Höhle Puig de Santa Eugenia, die Höhle Des Puget, die Höhle Son Matxina etc. Die Fundstätte Es Rafal mit einem großen, runden Talayot ist ein gutes Beispiel für die Talayot-Kultur.

Im alten Buch "Llibre del Repartiment de Mallorca" aus dem Jahre 1232 ist die Abtretung eines Teils des Landes des heutigen Santa Eugenia an Bernat de Santa Eugenia dokumentiert. In der zweiten Hälfte des 13. Jhdt. wurde das Land in diesem Gebiet unterteilt und übertragen. Schon von diesem Jahrhundert an bis ins 19. Jhdt. hinein gehörte Santa Eugènia verwaltungstechnisch zu Santa María del Cami. Nach einem langen Prozess konsolidierte sich die Gemeinde und es gelang ihr eine unabhängige Verwaltung zu begründen (1840).

Bei einer Fahrt nach Santa Eugènia kann der Besucher erahnen wie das Leben auf der Insel vor hunderten von Jahren war. Weit entfernt vom Massentourismus kann der Gast mal richtig die Seele baumeln lassen. Sehenswert sind die Pfarrkirche die zwischen 1699 und 1716 erbaut wurde und die Windmühlen von "es Puget".

Die Ruhe ist allgegenwärtig
   

Santa Eugènia war lange Zeit das Zentrum der auf der Insel ansässigen Juden. Aus diesem Grund gibt es in der kleinen Gemeinde auch den einzigen jüdischen Friedhof der Insel.

SES ALQUERIES und SES COVES

Der Name Ses Alqueries im Plural kommt anscheinend von den beiden ursprünglich maurischen Gehöften, aus denen sich der Weiler entwickelt hat. Nach Dokumenten aus dem 13. Jh. hießen diese Gehöfte wahrscheinlich Benibahari oder Benibafari und Beniporrex.

In diesem Gebiet finden wir weitere sehenswerte Häuser wie Cas Teixidor, Can Caló, Can Batlet, Can Cotà, S’Hostal d’en Comuna, Son Paraire oder Can Corna. Der Inselrat „Consell de Mallorca“ hat seit einiger Zeit eine Reihe von Maßnahmen in Angriff genommen, mit dem Ziel, dass die einzelnen Gehöfte des Gemeindegebiets zum Kulturerbe „Bé d’Interés Cultural“ erklärt werden sollen.

Impressionen aus Ses Coves
    
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Auch der kleine Ortsteil Ses Coves ist durchaus einen kleinen Abstecher wert. Die etwa 20 Einwohner werden Sie eventuell noch erstaunt als Besucher ansehen, selten genug verirren sich hierhin die Touristen.

Wunderschöne Mühlen
     
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Nicht vergessen darf man die Mühle Molí de Son Pau. Sie ist eine von noch drei erhaltenen Kornmühlen. Der in Sichtbauweise errichtete Turm ist rund mit quadratischem Sockel, hat Rundgewölbe und ein steil abfallendes, mit Ziegeln gedecktes Dach. Der Bau ist aus Bruchstein gefertigt und hat zwei Stockwerke. Die Terrasse, zu der man über das Innere des Turms gelangt, hat einen gefliesten Boden. Die sehr gut erhaltene Umfriedung dient heute nur noch zu Zwecken der  Dekoration. Zumindest im Inneren ist die Mühle vollständig renoviert worden.

Oder besuchen Sie den schönen
Natura Parc. Zur Aufgabe des Park`s gehört es, einheimische Tiere und Pflanzen zu schützen und zu pflegen. Nicht nur für Kinder ein schönes Erlebnis. Streichelzoo und so allerlei Tiere aus vielen Ländern sind zu sehen. Wenn Sie schon mal ein wenig schnuppern möchten, klicken Sie einfach auf den nachfolgenden Link. Ein hübsches Filmchen über den Park bei Youtube: Klick

Zauberhafte Leichtflieger
     
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Ich empfehle, diesem Park ein wenig mehr Aufmerksamkeit, sprich Zeit, als anderen Aussichtspunkten zu schenken. Auf etwa 30.000 m² leben über 400 einheimische und exotische Tierarten. Der schöne Schmetterlingsgarten ist besonders für aussergewöhnliche Urlaubsfotos ein Garant. Die Formen und Farben der flatterhaften Leichtsegler sind mehr als nur sehenswert. Allerdings ist es hier immer noch ein wenig wärmer (tropischer) als ausserhalb des Gebäudes. Auf der Jagd nach den besten Bildern kann man schon ins transpirieren kommen. Oder liegt das ausschliesslich nur an der relativ hohen Luftfeuchtigkeit?

Falls Sie allerdings weniger an Tieren und Pflanzen, dafür aber mehr an gutem Essen und Trinken interessiert sein sollten, dann wird es Sie freuen, zu erfahren, daß Santa Eugènia auch eine kleine Auswahl erstklassiger kulinarischer Angebote aufzuwarten hat. Bon profit!

Mein Vorschlag: Das luxuriöse und romantische Restaurant "Sa Torre de Santa Eugenia" ist bestimmt kein Geheimtipp mehr, denn immer mehr Freunde des guten Essens besuchen die Finca, die das Restaurant beherbergt. Als ehemaliges Klostergebäude aus dem 15. Jahrhundert ist das Landgut ein traditionsreicher Ort. Einen tollen Blick auf die Serra de Tramuntana gibt es zum guten Essen noch kostenlos hinzu.

Wenn Sie gut zu Fuß sind, gehen Sie zur "Cueva de lourdes". (Von der Stadtmitte immer in Richtung Ses Ollerias gehen) Ein beliebtes Ausflugsziel nicht nur für die Einwohner des Ortes. Auch aus anderen Inselregionen kommen Menschen hierher, um zur Jungfrau von Lourdes zu beten. Der steile Aufstieg über die 100 Treppenstufen ist ein wenig mühselig aber gleichzeitig während des Kletterns zu den Naturhöhlen auch eine der besten Gelegenheiten, für seine mehr oder weniger kleinen oder größeren Sünden zu büßen. (Welcher Mallorcafan hat denn grössere Sünden???) Da es lange Zeit im Ort, außer der Kirche, keine weiteren Glaubenshäuser gab, kam der damalige Dorfpfarrer auf die Idee, die aus Holz geschnitzte Skulptur in diese Höhle zu stellen. Immer am 11. Februar findet zu Ehren der Jungfrau von Lourdes hier ein Gottesdienst statt.

Ein kleiner aber feiner Wochenmarkt versorgt am Samstag die Bevölkerung mit allerlei schmackhaften Lebensmitteln oder mit anderen Dingen des alltäglichen Bedarfs, die man hier schnell einkaufen kann.
 
 
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