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  Santa Margalida
 

Santa Margalida


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Es gibt auf Mallorca noch einige Orte, bei denen man glauben kann, dass die Zeit stehen geblieben ist. Einer dieser Gemeinden ist Santa Margalida, deren eigentlicher Kern sich mit einer inseltypischen Ruhe und Gelassenheit präsentiert.

Am Anfang war das Feuer, so heißt ein bekannter Film. Hier wurde am Anfang der Geschichte des Ortes auf einem Hügel ein kleines Kirchlein errichtet. Daran reihten sich dann, natürlich immer unter den strengen Augen des Allmächtigen und dessen Vertreter auf Erden, im Laufe der Zeit einige Häuserzeilen, Straßen und Plätze ein. Manch eine der Gemeinden Mallorca entwickelten sich ähnlich. Wir finden allerdings, dass sich kaum eine andere Gemeinde auf der Insel mit einem solch harmonischen Bild präsentiert wie eben der Ort Santa Margalida.

    
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Santa Margalida mit seinen derzeit ca. 12.000 Einwohnern besteht neben dem eigentlichen Ort, der ungefähr 9 Kilometer vom Meer entfernt liegt, noch aus den Orten Can Picafort, Son Bauló und Son Serra de Marina. Mit fast 85 Km² gehört die Santa Margalida flächenmässig zu den grössten Gemeinden. Auf dem Gemeindegebiet wurden bis heute über 150 prähistorische Fundstätten registriert und auch die römischen Besatzer hinterließen ihre Spuren. In dieser römischen Zeit hieß der Ort "Hero". Die Mauren besiedelten während ihrer Herrschaft ebenfalls das fruchtbare Gebiet, was die arabischen Namen der Landgüter Binicaubell, Binicaubellet oder s´Alqueria belegen. Nach der christlichen Rückeroberung wurde alsbald die erste Pfarrkirche errichtet. Sie ist in den Archiven 1232 erstmals erwähnt und wurde 1336 durch einen Brand vollständig zerstört. Von da an baute man bis in das 18. Jahrhundert an der neuen Pfarrkirche. Der heutige Glockenturm wurde jedoch erst im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts errichtet. Das Gotteshaus ist der Heiligen Margalida geweiht. 

Deren Geschichte gleicht einem Märchen aus Tausend und einer Nacht. Wiege und Szenarium der Legende stammen aus dem Arabischen. Die Troubadours, die aus orientalischen Ländern kamen, erzählten davon. Sie, eine Prinzessin voller Unschuld und Liebreiz, war Beute eines Drachen geworden. Doch mit dem Zauber ihrer betörenden Augen bändigte sie das Ungeheuer. Am 20. Juli veranstaltet die Gemeinde zu Ehren der Heiligen Margarete ein grosses Fest. Von noch viel grösserer Bedeutung ist aber die "Processó de la Beata". Diese Prozession findet immer am 1. Sonntag des Septembers statt. Die Feierlichkeiten sind der einzigen mallorquinischen Heiligen, Santa Catalina Tomas, gewidmet.

Auch wir sind von diesem hübschen und typisch mallorquinischen Ort begeistert, Und zu einem kleinen Spass sowieso immer bereit.

So sind wir und so bleiben wir

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Die am 1.Mai 1531 in Valldemossa geborene fromme Frau wurde mit allerlei wunderlichen Ereignissen in Verbindung gebracht. So soll sie eines Tages den Arbeitern auf dem Feld Wasser in Tonkrügen zur Erfrischung gebracht haben, als ihr plötzlich der Teufel erschien und sie verführen wollte. Da die Gläubige sich jedoch nicht beirren ließ und ihre Arbeit fortsetzte, geriet der Teufel in Rage, entriss ihr das Gefäß und warf es auf die Erde. Das Mädchen hingegen ließ sich nichts anmerken und holte sich einfach einen neuen Krug. Sie verstarb als einfache Nonne im Jahr 1574 und wurde 1792 von Papst Pius VI. seliggesprochen. Die Heiligsprechung der "Beata" erfolgte dann im Jahr 1930. Seitdem ist ihre Verehrung in himmlische Dimensionen gerückt. Die Gemeinde Santa Margalida hat ihr gleich zwei Denkmäler gewidmet. Man weiß ja nie wofür es gut sein kann.

Lange Zeit lebte die Gemeinde fast ausschliesslich von der Landwirtschaft. Vor allem die grossen Landgüter wie Son Baulo, Sa Caseta, Son Real, Son Durí, Son Fluixa, Son Morro, Santa Eulalia, Son Serra und Sa Teulada warfen reiche Erträge ab. Im Jahr 1960 wurden in der Region noch auf 1.740 Hektar Mandeln angebaut. Wie gut es bis in die 60er Jahre des vorherigen Jahrhunderts mit der mallorquinischen Landwirtschaft noch bestellt war, belegen einige Zahlen: Im Jahr 1965 verliessen den Hafen von Palma 26.000 Tonnen Kartoffeln. Allein vom Oktober 1938 bis Mai 1939 wurden über 5000 Tonnen Mandeln nach Hamburg und London verschifft. Doch seitdem die kalifornische Industriemandel weltweit ihren Siegeszug angetreten hat, sitzen die mallorquinischen Payeses (Bauern) auf ihren Mandeln fest. In der Gemeinde Santa Margalida ist die Landwirtschaft schon lange keine Vollerwerbsquelle mehr. Dabei wird die Naturlandschaft immer mehr zum Freizeitpark für Touristen die ihren meist sportlichen Aktivitäten nachgehen wollen.

Da sich bekanntlich der moderne Mensch in der Freizeit häufig bewegen möchte oder zumindest sollte, (ich bin eher der nicht so moderne Mensch) ist die Umgebung von Santa Margalida von Joggern, Bikern und Skatern entdeckt worden. Durch die landwirtschaftlichen Wege die in der Gemeinde liegen, bieten sich diese als Strecken bestens für derartige Freizeitvergnügungen an. Gerade Inlineskater geraten in Verzückung, wenn sie diese kleinen Seitenstrassen in der Bauernlandschaft fahren. Auch in einigen Reiseführern werden besonders im Raum Can Picafort, Santa Margalida, Muro und Sa Pobla solche Skatertouren inklusive seiner Strecken beschrieben. Die meisten Payeses nehmen diese Entwicklung äusserlich gelassen hin. Doch die Tatsache, dass die meisten Mandelplantagen nur noch gepflegt werden um mit ihrem Blütenzauber als touristischer Magnet herzuhalten, wird besonders die älteren Bewohner an frühere Zeiten zurück denken lassen.

Eine allerdings auch erstklassige Infrastruktur mit verschiedenen Wassersportanbietern, Sonnenschirm- und Liegestuhlverleihen sowie unzählige Cafes und Restaurants an der Strandpromenade bietet die über 1000 Meter lange Platja de Santa Margalida. Windsurfer können ihre Ausrüstung direkt am durchschnittlich 30 Meter breiten Strand mieten. Egal ob Sie zu Fuß, per Bus oder mit dem Auto den Strand aufsuchen, immer erreicht der Besucher den schönen Sandstrand relativ leicht.

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