Mallorca alles inklusive
  Santa Maria del Cami
 

Santa Maria del Cami

Größere Kartenansicht


Santa Maria del Cami ist eine Gemeinde im Nordwesten der Baleareninsel Mallorca und hat etwa 6.500 Einwohner. Der Ursprung des kleinen Städtchens geht auf die Mauren zurück. Wer von Palma kam und in den Norden wollte, legte in Santa Maria del Cami seine erste Rast ein. Schon damals gab es die entsprechenden Gastronomiebetriebe, die für den Reisenden Speis und Trank boten. Der erste Herrscher der Gegend, Bernat de Santaeugenia gab dem Ort seinen Namen. In Anlehnung an eine gleichnamige Kapelle seiner Heimat nannte er den Ort Santa Maria del Cami, was auf Deutsch so viel heißt wie "Heilige Maria des Weges".

 
   © Mallorca-alles-inklusive

Wirtschaftlich besonders hervorzuheben ist die Herstellung von Betonwaren für die Bauindustrie. Nachdem aber in den letzten Jahren der Bauboom deutlich nachgelassen hat, gab es für die Betriebe grössere Probleme. Doch die Santamariers, wie sich die Einheimischen selber nennen, nutzten die Krise und haben sich wieder auf die Herstellung von traditionellen Stoffen spezialisiert. Bestimmt haben Sie schon mal die Stoffe, "Teles de llengues" oder "Roba de llengo" (“Robes de llengo”) gesehen, das sind die strapazierfähigen Stoffe aus Baumwolle, Leinen oder Seide. Heute werden sie wieder in Santa Maria del Cami gewebt. Berühmt ist diese Ikat-Weberei, bei der traditionell noch ohne Hilfe von Maschinen gearbeitet wird. Bei dieser Form der Buntweberei werden farbige und weiße Garne miteinander so verwoben, dass geometrische Muster entstehen. Genannt wird dieses Produkt dann "Roba de llengo" oder auf deutsch Zungenstoffe. Durch die zackigen Muster, die meist in blauen und roten Tönen gehalten sind, erinnern sie an die Form von Zungen.

Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und erkunden Sie diesen schönen Ort. Wer mit einem Auto in den Ort fährt, sieht als erstes die viele bunten Werbeplakate, die auf so manche Gratisprobe in den
Bodegas hinweisen. Ein Tröpfchen Wein kann es ja sein, nur dann bitte nicht mehr selbst als Fahrer hinter das Lenkrad setzen und fahren. Nehmen Sie sich doch ein wenig des guten Weines mit nach Hause und geniessen Sie dieses Getränk in weinseliger Ruhe und Gelassenheit.

  
© Mallorca-alles-inklusive

Als besondere Sehenswürdigkeit gilt die Pfarrkirche in Santa Maria del Cami. Mit der Bautätigkeit angefangen wurde im Jahre des Herrn, Anno Pieftabak 1216 n. Chr. was weiß ich herum. Direkt von außen erkennt jeder Betrachter leicht ein sehr massiges Gebäude. Das Wahrzeichen aber ist der blaue Turm. Ist etwa die Farbe Blau in Anlehnung an den hier produzierten und auch manchmal genossenen Wein zu sehen? Wenn dem so ist, wußten bereits die Produzenten der Kacheln, die am Turm für die blaue Farbe gesorgt haben, von der Glückseligkeit mancher Zeitgenossen, die zu tief ins Glas geschaut haben, in Vino veritas würde eine ganz neue Bedeutung bekommen. Betrachtet man den Haupteingang der Kirche näher, so entdeckt man auch die in das Portal eingearbeiteten Trauben. Sie geben Zeugnis darüber, dass rund um Santa Maria del Cami schon im Mittelalter viel und guter Wein angebaut wurde. Uns, als heutige Besucher des Ortes, kann es egal sein. Die Hauptsache ist doch, dass wir einen gelungenen und schönen Urlaub erleben können. 

Vorne und hinten - überall schön
  

© Mallorca-alles-inklusive

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Convento de Minimos. Wegen seiner aussergewöhnlichen Schönheit ist der Kreuzweg bestimmt einer der  eindrucksvollsten auf Mallorca. Ebenfalls finden wir hier das Museo Balear. Verschiedene Funde aus der Vor- und Frühgeschichte der Insel sowie Gegenstände aus dem Brauchtum der Insel und einige Kleidungsstücke des 18. und 19. Jahrhunderts sind zu besichtigen.

Für Besucher, die eine gute bis gehobene Gastronomie suchen, empfehle ich gerne das Restaurant "
Moli des Torrent". Es liegt an der Carretera de Bunyola und wird Sie bestimmt zufrieden stellen. Das Restaurant wird auch von führenden Gourmetexperten immer wieder gut bewertet. Wenn sogar ein Rainer Calmund für das Lokal schwärmt, kann doch fast nichts mehr schief gehen. 

Das Gemeindegebiet wird heutzutage von der Autobahn von Palma in Richtung Inca durchquert. Die alte Hauptstraße, die ich auch heute noch viel lieber fahre, führt quer durch den Hauptort. An der "Carrer de Bernat de Santa Eugenia" findet der Tourist einige sehr gute Restaurants und Cafeterias. Wer das Glück, hat im Ort einen Parkplatz zu erobern, sollte sich ein wenig Zeit nehmen, um hier zu rasten. Probieren Sie doch einmal die Tapas, die in den ortsansässigen Restaurantes oder Tapasserias angeboten werden. Als Urlaubsort ist Santa Maria del Cami bisher noch wenig bekannt oder beliebt, als Ziel für Tagesausflügler schon eher. Der Urlauber, der den Ort abseits der Hauptstrasse besucht, sieht das er wunderschön und ruhig gelegen ist und über den von uns so geliebten typischen und historischen mallorquinischen Charme verfügt.

Unsere Lieblings-Tapasbar

© Mallorca-alles-inklusive

Und last but not least: die Bodega Macia Batle. Sie merken vielleicht gerade, wie ich ins Schwärmen gerate. Weine, die aus Leidenschaft hergestellt werden, erlesene Tropfen mit Körper und Seele, das ist das Weingut Macia Batle. Einzigartige und erlesene Köstlichkeiten, die auch höchsten Ansprüchen gerecht werden. Einen außergewöhnlichen Wein zu schaffen ist eine hohe Kunst. Und künstlerisch gestaltet sind auch die Etiketten der Bodega. Jahr für Jahr werden diese kleinen Kunstwerke von bekannten Künstlern kreiert. Auch das macht die Weine von Macia Batle einzigartig.

Eine Bodega die zum probieren einlädt
   
© Mallorca-alles-inklusive

Seit gut einem Jahr startet von der Bodega auch der "Weinexpress". Ein wenig hochtrabend ist der Name schon, denn diese kleine Bimmelbahn fährt eher in einem gemäßigten Tempo durch die schöne Landschaft. Solche Touristenbahnen gibt es bekanntlich ja viele auf der Insel, diese hier ist allerdings etwas besonderes. Zweimal jeden Tag startet die Lok mit ihren zwei Anhängern die Fahrt durch die Felder verschiedener Weinbauern der D.O. (Dominación  de Origen) Binissalem. Vinicola Biniagual S.L., Bodega Jaume de Puntiró, Sebastià Pastor, Antonio Ramis und Can Ribas sind Namen, die bei Weinkennern hoch im Kurs stehen. Am Ende der Tour steht die älteste Bodega der Insel an, das Landhotel und Restaurant Torre de Santa Eugènia. Danach geht es weiter zur Besichtigung und zu einer kleinen Weinverkostung in die Bodega Macia Batle.

Besonders wichtig ist mir bei meinem nächsten Besuch die Verköstigung der beliebten Mandelmilch. Bereits seit dem 17. Jahrhundert ist die Herstellung dieses winterlichen Getränkes nachgewiesen. Minimiten-Mönche, die streng vegetarisch lebten, stellten das Getränk mit Hilfe einer Mühle und eines Mühlsteins her. Einmal im Jahr durften damals die Einwohner des Ortes diese Mühle frei nutzen. Dadurch wurde das Getränk auch in den Orten der Nachbarschaft schnell sehr beliebt. Die Mönche, die dort zum Betteln unterwegs waren, hatten die Milch als Wegzehrung dabei und gaben gegen eine kleine Spende die Milch an die Bevölkerung weiter. Sollte mir die Mandelmilch ebenfalls gut munden, ist es eine Überlegung wert, dieses besondere Getränk selber einmal zu produzieren. Ein wenig Mühe soll es wohl machen habe ich gehört, aber durch die gute Haltbarkeit und den immer besser werdenden Geschmack soll es sich auch lohnen.

Pozos i Puertas - que bonito
  
© Mallorca-alles-inklusive

Der Wochenmarkt ist jeweils am Sonntag und erfreut sich aufgrund eines riesigen Angebotes an Waren aller Art großer Beliebtheit bei den Einheimischen, den Touristen und bei meiner LAG . Wer im Spätsommer in die Gemeinde kommt, sieht an den Eingängen derjenigen Häuser, in denen man Wein kaufen kann Zweige der Aleppokiefer hängen. Uns soll es sagen je grüner die Zweige, desto jünger ist der Wein, den man dort bekommt. Ein vertrockneter Zweig steht für einen gut gelagerten und alten Tropfen.



 

Werbetrailer

 

 

 


 
  Seit dem 01.04.2012 waren bereits 512165 Besucher auf unserer Mallorca-Seite