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  Santanyi
 

Santanyi


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Nur wenige Kilometer von der Südostküste Mallorcas entfernt liegt das ländliche Städtchen Santanyi. Über 13.000 Menschen leben hier. Unter dem Namen "Sancti Aini" ist der Ort bereits im Jahr 1236 schriftlich erwähnt worden. Neben landwirtschaftlichen Betrieben, die sich auf den Anbau von Mandeln spezialisiert haben, ist der Abbau von Kalksandstein der wichtigste Industriezweig in Santanyi. Bereits seit vielen Jahrhunderten wird dieser besondere Sandstein mit Namen "Mares" hier abgebaut. Im Laufe der Zeit verfärbt er sich von seiner ursprünglich hellen Farbe in einen gelbbraunen Farbton. Auch die Kathedrale La Seu in Palma wurde mit Sandsteinen aus Santanyi erbaut. Wer es sich in der heutigen Zeit erlauben kann ein Haus zu bauen, greift gerne auf den Sandstein aus Santanyi zurück.

Auch der ansässige deutsche Künstler Rolf Schaffner hat zum Aussehen des Ortes beigetragen. In einem Kreisverkehr schuf er im Jahr 2002 das Werk König und Königin
"Rey y Reina". Der Künstler widmete sie Spaniens König Juan Carlos als „Mann des Friedens“ und Königin Sofía als „Beschützerin der Kunst“. Sein Atelier und Ausstellungsraum hatte Rolf Schaffner unter freiem Himmel. Jeden ersten Freitag im Monat können seine Werke besichtigt werden. Die Besichtigung gleicht einem Ausflug in eine geheimnisvolle Welt. Zwischen bizarren Olivenbäumen und wild wucherndem Gestrüpp kommt wie rein zufällig eine Arbeit nach der anderen vom Künstler zum Vorschein.

Rey y Reina

© Mallorca-alles-inklusive

Aber auch andere Künstler gaben sich in Santanyi ein Stelldichein. Kaum ein anderer Ort auf der Insel hat soviel für die Kreiselkunst übrig. Dafür verteile ich für die Verwaltung eine 1 mit Sternchen. Einige Beispiele kann man auf den nachfolgenden Bildern sehen.
 

  Trajectoria d`una pedra (M. Ferrer)                                                             Miquela Vidal

  
 

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Die Gemeinde Santanyi erschließt sich mit dem Tourismus eine weitere gute  Einnahmequelle. Zwar ist der Strand Cala Santanyi meistens nicht so überlaufen und verbaut wie andere Buchten auf der Insel, aber etwas beengter kann es gerade in der Hochsaison auch hier werden.

In der Gemeinde Santanyí werden folgende Siedlungen oder Orte verwaltet: Santanyí,
Cala d’Or, Cala Figuera, Cala Llombards, Cala Santanyí, Calonge, Es Cap des Moro, Es Llombards, La Costa, Portopetro, S’Alqueria Blanca und Son Moja.

Ein beliebter Treffpunkt für Künstler, Residenten, Urlauber und Einheimische ist das Bistro Cafe Pablo. Im wunderschönen Patio kann der Urlauber, nicht nur an den beliebten und belebten Markttagen, die selbstgemachten Kuchen geniessen.

Für Gothics aber auch für andere Besucher ist ein Gang über den schönen Friedhof lohnenswert. Betreten Sie dabei aber bitte nicht die alten Abdeckplatten.

Im Ort selbst finden Sie hochinteressante Geschäfte für Dekoration und Handwerk, die zum Teil auf Stein, Stahl und Keramik spezialisiert sind. Außerdem stehen den Bewohnern zwei Büchereien, ein Altersheim, eine Sportanlage, ein Freibad, ein Hallenbad für den Winter, ein medizinisches Zentrum, Post- und Telegrafenamt, ein Kulturzentrum und ein Kino zur Verfügung.

Was sollte man unbedingt gesehen haben

Die "Porta Murada" ist ein ehemaliges Stadttor aus dem Jahr 1520 und auch die Reste der Stadtmauern, die noch vorhanden sind, sollte man besichtigt haben.

Wenn Sie ganz viel Glück haben, können Sie in der "Esglesia
Sant Andreau Apostol", die aus dem 18. Jhdt. stammt, ein besonderes Klangerlebnis hören. In diesen heiligen Hallen befindet sich nämlich eine der kostbarsten Orgeln Mallorcas. Sie wurde von dem berühmten Orgelbaumeister "Jordi Bosch" vor über 250 Jahren (1762) erbaut. Mit ihren zwei Manualen und 40 geteilten Registern ist das Instrument als wahre Kostbarkeit zu bewerten. 1985 erfuhr das Instrument zum Glück eine sehr sorgfältige Restaurierung. Wenn Sie bei einem der wenigen Konzerte Eintritt finden und ein begnadeter Künstler die Pfeifen ertönen läßt, werden Sie bestimmt eine Gänsehaut bekommen und das Gehörte nicht mehr vergessen. Mit noch mehr Glück hören Sie vielleicht ein Stück von Juan Bautista José Cabanilles, der ein bekannter spanischer Komponist und Organist war. Wenn Sie hier klicken können Sie ein wenig an diesem Klangerlebnis teilhaben.

Dieser "Jordi Bosch" muss meiner Meinung nach ein göttliches Händchen bei dem Bau dieser wunderschönen Orgel gehabt haben. Eigentlich stand die Orgel im
Kloster Santo Domingo in Palma. Im Jahr 1837 wurde das Kloster jedoch aufgelöst und die Orgel danach in die Kirche nach Santanyi gebracht.

Über
einen Durchgang kommt man zur Capilla de Roser ("Rosenkranzkapelle"). Sollte die Kirche verschlossen sein, bekommen Sie den Schlüssel bestimmt nebenan im Pfarrhaus "Casa Rectoral". Wenn Sie können, werfen Sie einen Blick in den hübschen Innenhof. Oder gehen Sie zum Brunnen "S'Abeurador", er diente früher zur Wasserversorgung für das Vieh. Erinnert Sie die Form nicht an den Fuß eines Elefanten?

Wer sich für noch mehr Kunst interessiert, sollte mittwochs und samstags die Galeria
Flohr besuchen. Die Ausstellung ist meines Wissens nach leider immer nur von
10 - 14 Uhr geöffnet. Etwa 20 Stammkünstler stellen regelmäßig ihre Werke aus.

Die Esglesia Nuestro Senora de la Consolacion ist ebenfalls eine sehenswerte hübsche Wallfahrtskirche.

Nicht zu vergessen den Faro de Cabo Salines. Dieser Leuchtturm befindet sich am südlichsten Punkt von Mallorca.


Im Internet finden Sie Santanyi unter:  www.ajsantanyi.net

 

 
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