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  Son Servera
 

Son Servera


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An der Nordostküste Mallorcas, etwa 4 km landeinwärts, liegt das idyllische Städtchen Son Servera. Zugleich Sitz der Gemeinde Son Servera, stellt das Städtchen die Verwaltung der Küstenbäder Cala Millor, Cala Bona und Costa dels Pins. Die Gemeinde hat etwa 12000 Bewohner und der Ort Son Servera selbst etwa 5000 Einwohner. Der Name stammt von dem ehemaligen Grossgrundbesitzer mit dem Namen Cervera (etwa 1300 n.Chr.) her.

Meistens geht es ruhig und harmonisch zu in Son Servera. Schlendern Sie durch die Gassen des Ortes oder setzen Sie sich in ein kleines Strassencafe. Genießen Sie, solange es geht. Oder erkunden Sie, was der Ort so alles zu bieten hat, so wie wir es getan haben. Vom Supermarkt über einen Baumarkt, eine Glaserei, eine Schlosserei, einem Autohaus - alles ist vorhanden und man läßt es sich gut gehen.

Hier läßt es sich gut pausieren

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Schwer zu glauben ist oder besser war die Tatsache, dass sich hier einmal eine Kriegsfront befunden hat. Während des spanischen Bürgerkrieges kam es am 22. August 1936 zu einer umfangreichen Bombardierung des Ortes. Einer der damaligen italienischen Faschistenführer war der Conde Rossi. Für seine heldenhaften Taten erhielt er von der Gemeinde den Ehrentitel " Löwe von Son Servera ". Ob er dadurch aber Vor- oder Nachteile hatte, ist uns nicht bekannt. Sie sehen, liebe Leser unserer Seite, auch im Räderwerk der Zeit gibt es immer mal wieder nicht so schöne Augenblicke. Schauen Sie besser nur nach vorn, dann können Sie vielleicht auch die teilweise sehr hügeligen Strassen des Ortes finden. Fühlen Sie sich beim Fahren nicht auch ein wenig so, als wären Sie in den Strassen von San Francisco?

Während des 20. Jahrhunderts hat die Wirtschaft Son Serveras eine bedeutende Veränderung erlebt; basierte sie bisher vorwiegend auf der Landwirtschaft, der Viehzucht und auch in geringem Ausmass auf der Fischerei, so ist es nun der Tourismus, der im Vordergrund steht.

Nur ein kleiner Ausschnitt der angebotenen Waren
    
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Sehr beliebt und demzufolge auch meistens sehr voll ist der Wochenmarkt. Für jeden gibt es bestimmt eine Kleinigkeit zum Mitnehmen. Auch wir haben des öfteren schon zugeschlagen. Ob es mehrere Stuhlkissen im Zungenstoffdekor waren oder ein neuer und passender lederner Gürtel für meine schlanke Taille, hier findet man/Frau bestimmt immer ein passendes Angebot. Die Urlauber bekommen ein schönes Souvenir und die Einwohner ihr tägliches Obst und Gemüse. Jede Menge los im Ort.

Esglesia Nueva
   

   
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Viele Attraktionen bietet der Ort im Grunde nicht und wird daher für Urlauber meist nur als Durchgangsstation zu den Seebädern genutzt oder als gute Einkaufsgelegenheit. Erwähnenswert ist aber eine ganz besondere Sehenswürdigkeit. Die unvollendete Kathedrale Iglesia Nueva, die heute hauptsächlich als Freiluftbühne für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Theateraufführungen genutzt wird.

Wenn Sie, genau wie wir, gerne durch die Gassen der Orte schlendern und etwas Zeit und Muße dabei mitbringen, finden Sie vielleicht auch ein von uns gerne empfohlenes Geschäft. Vater und Tochter verwöhnen den Weinkenner gerne mit ihren angebotenen Weinen der Insel. Und wie der Name schon verspricht, gibt es das ein odere andere auch noch hinzu. Bestellen Sie liebe Grüße von uns und vielleicht können Sie dann ein oder auch zwei leckere Tröpfchen der Inselweine probieren.


Ein italienischer Mallorquiner kennt sich aus

 
  
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Meist sind die Besucher dann auch Golfer, die hier zwei der besten Golfplätze der Insel vorfinden oder Radfahrer, die dem Streckenabschnitt einer ehemaligen Rennstrecke folgen und die ihr Quartier meistens in einer der romantischen Fincas der Umgebung aufschlagen.


Etwa 2,5 Kilometer südwestlich wurde 2012 der archäologische Fundplatz bei Font des Molins de Son Sard unter Schutz gestellt. Die archäologische Stätte wurden beim Erdaushub für den Bau eines Radweges neben der Landstraße entdeckt. Die Archäologen hoffen nun, dass noch weitere Häuser und möglicherweise ein Friedhof oder sogar eine Basilika in der Nähe entdeckt werden könnten. Zur Zeit sind zweiundvierzig archäologische Ausgrabungsstätten dokumentiert. Dazu gehören die Coves de Sa Font Gata, Es Rafal Baix, Ca s'Hereu.

Parròquia de Sant Joan Bautista (Johannes der Täufer)
   
  
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1622 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen. Sie wurde direkt an den Wehrturm aus dem 16. Jahrhundert angebaut. Heute dient der Torre als Altarraum.

Sehenswertes - Ausflugsziele

Kathedrale Iglesia Nueva, Freiluftbühne für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Theateraufführungen.

Sa Coma Castell, restaurierter Wachturm innerhalb eines schönen Naturschutzgebietes.

Coves de Artá bei Canyamel, eindrucksvolle Tropfsteinhöhle.

Auch die Gemeinde Son Servera ist bei der Gestaltung der Kreisverkehre ganz vorne mit dabei.

 
 
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Auch zu feiern versteht man in der Gemeinde:
Quelle: Rathaus der Gemeinde Son Servera


17. Januar

Fest zum Gedenken an den Heiligen Antonius

Das Sankt Antonius Fest ist in Son Servera, Cala Millor, Cala Bona und Costa de los Pinos eines der beliebtesten Feste. Die Tradition begann, als der Ort am 3. April 1968 von den Einwohnern Artas eine Kapelle erhielten.

Ein überwiegend von der Landwirtschaft lebendes Dorf benötigte in der alten Kapelle auf Son Frai Gari (alter Besitz der Familie Servera) die Anwesenheit eines Patrons zum Schutze der Tiere, da sie die schwersten Arbeiten für die Bauern übernehmen mussten. Aus schriftlichen Unterlagen geht hervor, dass dieses Fest erstmals Anfang des 19. Jahrhunderts stattfand. Demzufolge wurde die aus einer Papierpaste modellierte Teufelsmaske zu Beginn des vorigen Jahrhunderts hergestellt und befindet sich heute im Besitz des Sankt-Antonius-Vereins. Vor einigen Jahren fertigte man ein Nachfolgemodell aus Glasfaser an, um das antike Original zu schonen. Der Sankt-Antonius-Verein und das Rathaus in Son Servera organisieren abwechslungsreiche und ausgedehnte Veranstaltungen wie die bekannten "Fogeros" (Scheiterhaufen), die traditionell in den Strassen angezündet werden, Tierweihen und andere Darbietungen, die zu den kalten Temperaturen im Winter ein feierliches Ambiente erzeugen.

Im Laufe der Jahre haben die Einwohner der Küstenregion der Gemeinde dem Fest neue Elemente hinzugefügt, die sowohl zum Mitfeiern animieren und der Bewahrung der Tradition dienen als auch Besucher einladen, gemeinsam mit den Einwohnern eines der symbolträchtigsten Feste zu erleben.


1. Februar

Sant Ignasi d'Antioquia

Bei diesem Event handelt es sich um ein Fest, das durch ein von den Einwohnern des Ortes abgelegtes Gelöbnis zum Gedenken an die Aufhebung des militärischen Sicherheitsgürtels entstand, der aufgrund einer Pest, die die Gemeinde im Jahr 1820 heimsuchte, errichtet wurde. Am 21. Februar 1821 wurde der Sicherheitsgürtel, der den Ort begrenzte, aufgehoben. Seit dem wird an jedem ersten Februar eine heilige Messe gefeiert.

Man erzählt viele Geschichten darüber, wie die Epedemie Son Servera erreichen konnte, aber mit grosser Wahrscheinlichkeit stimmt diejenige, in der ein aus Tanger kommendes Schiff im Mai 1820 vor Mallorca Halt machte. Traurige Gewissheit ist, dass im August des gleichen Jahres 1.040 Einwohner starben.

"Der Hirte" von Eduard Servera
  
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Hier die gesamte Geschichte:

Es war Ende Mai im Jahre des Herrn 1820 da legte ein Schiff an der Ostküste Mallorcas an. Vermutlich kam es  wohl aus Tanger und mußte entgegen aller alten Traditionen ein Besatzungsmitglied im Sand des Strandbereiches beerdigen. Unter welchen mysteriösen Umständen der Seemann gestorben ist wurde nie genau geklärt. Nach der Bestattung jedenfalls wurde der Leichnam mit einem Mantel bedeckt.

Der Fluch oder das Mysterium begann, als ein zufällig dort in der Umgebung vorbei kommender Hirte den Mantel ergriff, um sich damit auf seinem Heimweg nach Son Servera gegen die Kälte zu schützen. Bereits am darauf folgenden Tag starb der Hirte, und mit ihm innerhalb kürzester Zeit weitere fünfzig Einwohner der Gemeinde.

In anderen Quellen werden aber auch andere Gründe bezüglich des Ursprungs der Epidemie genannt. Die Ankunft eines Schiffes an der Küste ist aber in allen Quellen gleich. Viele Geschichten beschreiben auch den Tod einer Einwohnerin Son Serveras, welcher medizinisch nicht geklärt werden konnte. Kurze Zeit später starben dann ihr Mann und anschließend noch ihr Nachbar. Man nimmt an, dass beide Männer beim Abladen der Schiffsfracht behilflich waren. Es handelte sich dabei um Weizen; auf Grund einer schweren Duerre herrschte ein Mangel an Weizen in der Umgebung vor. Von hier aus breitete sich die Krankheit weiter aus.

Wie es auch gewesen sein mag, die rasche Ausbreitung der Epidemie konnte nicht gestoppt werden, sowohl der örtliche Mediziner, als auch der Arzt aus Arta kannten dieses Krankheitsbild nicht und entschieden, die Kranken zu isolieren.

Anfang Juni 1820 befahl der oberste Vorstand des Gesundheitswesens definitiv die sanitäre und militärische Isolation Son Serveras, ein kategorisches Ein- und Ausfuhrverbot. Unter den Einwohnern begann eine ängstliche Zeit, keiner wagte sich mehr auf die Strasse, Son Servera glich einer Einöde. Von damals 1808 Einwohner starben 1040, es überlebten 768 Personen. Als Andenken an diese Menschen, die nach der Pest den sozialen Wiederaufbau ermöglicht haben, wurde diese Skulptur des Hirten aufgestellt. Ein kleines Dankeschön posthum.

Ungefähr drei Monate dauerte die Seuche und damit auch das Unglück der Severianer. Ende August war dann wohl alles unter Kontrolle und zum Glück gab es auf Grund der Seuche auch keine weiteren Toten mehr. Die verordnete Isolation wurde jedoch eine zeitlang als Vorsichtsmassnahme weiter aufrecht erhalten.

1821 riefen der damalige Bürgermeister, die Stadträte und der Vikar den 1. Februar als Feiertag aus, der Tag, an dem die sanitäre Isolation aufgehoben wurde.

"Der Hirte" ist ein bildhauerisches Werk von Eduard Servera. Aufgestellt auf der Placa Abeurador (Brunnenplatz) lässt uns die Skulptur gegensätzliche Emotionen spüren. Auf der einen Seite ist es die Freude, ein wieder aufgebautes Dorf mit Zukunft zu sehen und mit Einwohnern, die stolz darauf sein können, wer sie sind und woher sie kommen. Auf der anderen Seite ist es die Erinnerung an die Vorfahren, die mit so viel Pech diese verwüstliche Krankheit erleiden mussten.


24. Juni

Patronatsfest Sankt Johannes

Es ist das Patronatsfest von Son Servera und wird seit fast einem Jahrhundert gefeiert. Die Sankt-Johannes-der-Täufer-Kirche, die sich am gleichnamigen Platz befindet, war ursprünglich nicht als Pfarrkirche konstituiert, bis zum 1. Juni 1913. Seit dem ist Sankt Johannes Baptist der Patron des Ortes. Die Festivitäten beginnen mit einer Festansprache und einem Abendessen im Freien.

Im Rahmen des Festprogamms finden spielerische und sportliche Aktivitäten statt wie ein nächtlicher Wettlauf, Vorführung mallorquinischer Folkloretänze (ball de bot), Theateraufführungen und verschiedene Abendveranstaltungen und Konzerte. Am Vorabend von Sankt Johannes feiert man ein grosses Fest und in den frühen Morgenstunden wird am Strand Schokolade mit Ensaïmada (mallorquinisches Schmalzgebäck) geboten, um nach einer Woche des Feierns die Kraftreserven zu erneuern. Am 24. Juni wird mit einem Feuerwerk an den Patron erinnert.
 


Mitte Juli

Feierlichkeiten für die Heilige Carmen

Traditionell feiern die Seefahrer in Cala Bona am 16. Juli ihr jährliches Patronatsfest. Einer heiligen Messe und einer Habanera-Nacht wird ein grosses Feuerwerk hinzugefügt.
 


Ende Juli

Feierlichkeiten für Mare de Déu dels Àngels de Cala Millor

Patronin einer relativ jungen Kirche in Cala Millor; anlässlich ihres Gedenktages finden innerhalb einer Woche verschiedene Aktivitäten statt, die in der Kirche beginnen und der viele weitere Veranstaltungen für Jung und Alt folgen.
 


Letzte Woche im September

Touristenfest

Traditionell findet das Touristenfest in der letzten vollständigen Woche im September statt. Das reichhaltige Veranstaltungsprogramm wird gemeinsam von den Rathäusern in Son Servera und Sant Llorenç sowie der Hotelvereinigung in Cala Millor erstellt.
 


 Dezember

Das Weihnachtsfest

Am Heiligen Abend ist es Tradition, nach dem Abendessen im Kreise der Familie in die Mitternachts-Christmesse zu gehen. Während der Liturgie tritt die Sibylle ein und geht in einer feierlichen Prozession zum Altar, um dort ein Lied zu singen. Die Sibyllen waren Frauen, die zur Zeit der Griechen und Römer die Zukunft voraussagten, wahrscheinlich durch den Besitz besonderer Gaben, um so Hilfe bei komplizierten Entscheidungen zu leisten.

Oft wird die Sibylle von einem Kind mit buntem Gewand und einem seltsamen Hut repräsentiert. Mit festem Griff hält es ein grosses, erhobenes Schwert in den Händen. Der Weg vom Eingang bis zum Altar wird von Orgelmusik begleitet. Am Altar angekommen, beginnt die Sibylle ein altes Lied mit schrecklichem Inhalt zu singen. Der Text beschreibt den Weltuntergang und das jüngste Gericht mit Geschehnissen wie die Verfinsterung der Sonne und des Mondes oder Bränden, die die Welt verwüsten und die Flüsse und Meere zum Kochen bringen.

Die Sibylle in der Mitternachtsmesse dagegen repräsentiert die eritreische Sibylle, sie verkündet die Ankunft des Messias und den Überfluss und das Ende aller Zeiten. Nach der letzten Strophe erhebt die Sibylle das Schwert und macht damit das Kreuzzeichen zur Segnung aller Anwesenden. Neben der Sibylle gibt es eine Krippe, in der die Figuren von den Dorfbewohnern dargestellt werden; dies ist ein zusätzliches religiöses Ereignis, das jedes Jahr vom Dorf organisiert wird.

Auf dem Sant Joan Platz (Kirchplatz) wird das neue Jahr begrüsst, wo die Kirchenglocken das neue Jahr einläuten, danach feiert man bis spät in die Nacht mit Konfetti, Sekt und Konzerten. Es ist ein Fest welches Jung und Alt vereint.

Die Ankunft der Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland per Schiff im Hafen von Cala Bona mit einer anschliessenden Versammlung in der Sant Joan Kirche richtet sich in erster Linie an die ganz Kleinen, denn diese bekommen am 05. Januar ihre Weihnachtsgeschenke.



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