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  Vilafranca de Bonany
 

Vilafranca de Bonany


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Die Gemeinde zählt fast 3000 Einwohner. Vilafranca de Bonany besitzt nicht viele Sehenswürdigkeiten und ist auch nicht für seinen, nicht vorhandenen, Tourismus bekannt. Die gleichnamige Stadt Vilafranca de Bonany gilt als Handelsplatz für Obst und andere landwirtschaftliche Erträge. Besonders berühmt sind die honigsüßen Melonen aus der Gegend. Ansonsten werden hier noch zahlreiche andere Obst- und Fruchtsorten angebaut.

Aus dem Jahre 1620 stammt die Pfarrkirche Santa Barbara. Besonders auffallend ist die große Sankt Martins Figur, die im 19. Jahrhundert nach einem Umbau auf die Kuppel gesetzt wurde. In der Kapelle steht als gothisches Altarbild eine Statue der Jungfrau Maria. Flankiert wird diese vom heiligen St. Joseph und dem heiligen St. Vincent de Paul. Auf jeden Fall sehenswert ist aber die Einsiedelei „Ermita de Bonany“ am Hügel des „Puig de Bonany“.

Die Ermita ist auf dem 317 m hohen Puig de Bonany schon von Weitem gut zu sehen. Wegen ihrer erhabenen Erscheinung wird sie auch "Catedral de las montanas" (Kathedrale der Berge) genannt. Die relativ kleine Anlage wurde im Jahre 1603 erbaut, zum Dank der Einwohner dafür, dass es trotz einer langen Trockenperiode eine gute Getreideernte gab. Deshalb war es für die Einwohner ein gutes Jahr, ein "bon any" und so war der Name geboren.

Der Innenraum der Kirche ist reichhaltiger geschmückt als der vieler anderer Einsiedeleien und Klöster. Umfangreiche Renovierungsarbeiten im 19. Jahrhundert führten zu einer Vermischung von Stilrichtungen aus drei Jahrhunderten.

Auch in Bonany wird, wie in vielen mallorquinischen Klöstern, eine Marienstatue verehrt. Der Legende nach ist sie bei der Eroberung Mallorcas durch die Mauren vor den Fremden versteckt worden und erst Jahrhunderte später, nach der Rückeroberung durch die christlichen Spanier, wieder aus ihrem Versteck befreit worden.

Wahrscheinlich hat der berühmte, aus Petra stammende Missionar Fra Junipero Serra hier in Bonany seine letzte Predigt auf Mallorca gehalten, bevor er sich auf die lange Missionsreise nach Kalifornien begab. Aus den kleinen Missionsstationen, die er dort im Laufe der Jahre an der Küste gründete, wurden Millionenstädte wie San Diego, Santa Barbara und San Francisco.

Da man ja nie weiß, ob vorbeugen nicht vielleicht doch besser als heilen ist, hat sich bei vielen Mallorquinern der Brauch gebildet, am Neujahrstag die Heilige Messe in Bonany zu besuchen, um für sich und seine Familien ein gutes Jahr (bon any) von der Mutter Gottes zu erbitten.

Ich kenne noch gut die Zeit, als es noch keine Autobahn gab, damals quälte sich der Autofahrer Tag für Tag und Stunde für Stunde durch Bonany. Nutznießer und gleichzeitig ein begehrtes Motiv für viele Fotografen waren die hier ansässigen Obst- und Gemüsegeschäfte. Farbenfroh präsentieren die Inhaber ihre Ware. Hier gibt es noch die bekannten geflochtenen Zöpfe aus Tomaten, Paprika oder anderen Leckereien. Auch andere Obst- und Gemüsesorten kann man aber auch immer ganz frisch hier erwerben. Ansonsten gibt es meistens nicht viel zu entdecken. Allerdings einmal im Jahr erwacht das Dorf aus seinem Dornröschenschlaf. Melonen wohin man schaut, einige Exemplare erreichen sogar Rekordgewichte von über 20 Kilogramm. Besuchen Sie einmal das hier stattfindende Melonenfest. Sie werden einen besonderen Eindruck mit nach Hause nehmen.

Zum Fotografieren eignet sich dagegen der schöne Kreisverkehr, der an der Ma15 seit ein paar Jahren steht. Eisenskulpturen von fast vier Metern Höhe, die tanzende Menschen darstellen, finden Sie in der Nähe des Restaurants "Es Cruce". Beides lohnt sich, das Eine für die Augen, das Andere für den Bauch. Der "Ball de Cultures", so der Name der Skulptur, wurde 2005 vom Künstler Miquel Ginard aus Arta, der besser unter dem Namen "Sarasate"  bekannt ist, hier aufgestellt. 

      Ball de Cultures          

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Feiern, Feste, Feiertage

Festa del Meló (Melonenfest) Ende September
Am 4. Dezember „Santa Bàrbara“ Patronatsfest


Wochenmärkte

Jeden Mittwoch findet auf der Placa Major der Wochenmarkt statt.


Essen und Trinken

In der Stadt gibt es zahlreiche Bars an der Hauptstrasse. Touristen verirren sich selten nach Vilafranca, so kann man in den gastronomischen Einrichtungen noch einheimische Kost und das Leben der Mallorquiner genießen.

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