Mallorca alles inklusive
  Wieso, weshalb, warum
 

Wer als Kenner der Insel mit Urlaubern in Kontakt kommt und dann mit ihnen über die schönste Insel der Welt Gespräche führt, bekommt über kurz oder lang immer wieder die gleichen Fragen über die Eigenarten der Insel gestellt. Selbst langjährige Touristenführer haben machmal Probleme, die vielfältigen Fragen zu beantworten. Kennen Sie die richtigen Antworten auf so wichtige Infomationen wie z B.: "Wie viele Ernten kann der Payes (Bauer) im Jahr auf der Insel einfahren?" Oder wissen Sie, warum Mallorca auch die Insel der wachsenden Steine genannt wird? Wir versuchen ein wenig Licht in die Dunkelheit zu bringen.


Wie oft wird auf Mallorca geerntet?

Häufig wird auf der Insel von 3 Ernten pro Jahr gesprochen. Nun ja, soweit stimmt diese Aussage ja eigentlich auch. Allerdings sollte der Besucher nicht davon ausgehen, dass es 3 Ernten der gleichen Anbaufrucht ist. Weder mit einer Getreidesorte noch mit einem Obst- oder Gemüseanbau lassen sich derartige Erfolge erzielen. Was funktionieren kann sind die Ernten von unterschiedlichen Anbaugütern. Erdbeeren im Frühjahr, Paprika oder Peperoni im Sommer und but last not least im Herbst dann noch diverse Gemüsearten. Der Vielfalt sind kaum Grenzen gesetzt. Aber auch auf Mallorca gilt, irgendwann muss sich der Boden wieder erholen können. Deshalb sieht man immer wieder Wiesen und Felder, die mit Schafen und Schweinen belegt sind. Und seien wir doch mal ehrlich - wer will sich schon das ganze Jahr um seine Felderträge bemühen. Kommt Zeit kommt Rat oder wie der mallorquinische Bauer sagt - tranquilo mui tranquilo.

Wofür hängen die Plastiktüten in manchen Bäumen neben den Straßen?

Na das ist doch wohl ziemlich klar. Wenn die Leute in den Bergen weit entfernt von einer befahrbaren Straße wohnen, dann wollen und müssen diese Menschen auch nicht auf ihre tägliche Zeitung verzichten. Glauben Sie den Quatsch etwa? Sorry für den kleinen Scherz am Rande, manchmal kann man anderen leichtgläubigen Zeitgenossen einfach alles erzählen. Es soll allerdings Inselführer gegeben haben, (lang ist es her) die dieses so oder so ähnlich einmal den Reisenden erzählt haben sollen. Bitte verzeihen Sie denen ihren falschen Witz oder deren Unwissenheit. Die Plastiktüten haben natürlich eine viel wichtigere Aufgabe. In den Beuteln ist nämlich ein Lockstoff für unbeliebte Plagegeister untergebracht. Der Pinien-Prozessionsspinner, der auf diesen Duftstoff voll abgeht, ist nämlich der bedeutendste Schädling an den Aleppokiefern, die in zahlreicher Anzahl in Mallorcas Wäldern stehen.

Warum sieht man so gut wie keine Kühe auf den Wiesen?

Wer als Urlauber mit dem Leihwagen über die Insel fährt, wundert sich manchmal, dass er keine oder zumindest nur wenige Kühe sieht. Meistens hält der Landwirt seine Tiere nämlich im Stall. Einerseits, um die Felder nicht zu sehr zu strapazieren, (die Tiere zertreten und verdichten den Boden zu stark) anderseits, um mit dem Futter besser zu haushalten. Durch den langen Sommer und die damit verbundene Trockenheit mußten sich die Bauern eine andere Futterart als Gras oder Heu einfallen lassen. Deshalb sieht man auf der Insel neben dem Anbau von Gemüse auch Mais, Luzerne oder Sonnenblumen. Die letzteren drei Futtermittel werden dem Vieh gerne als Frisch- oder als Trockenfutter vorgesetzt.

Gibt es giftige Schlangen auf der Insel?

Ein Aufschrei geht über die Insel, denn wir behaupten: Es gibt giftige Schlangenarten auf Mallorca. Ansonsten können wir den Lesern unserer Seite aber sagen, seien Sie beruhigt. Weder im Flachland, noch in den Bergen oder im Wasser gibt es stark giftige Schlangen. Eigentlich gibt es nur zwei oder drei verschiedene Arten - alle gehören der Familie der Nattern an. Die auf dem Land lebende "Macroprotodon cucullatus" oder auch Kapuzennatter bekannte Schlange kann bestenfalls etwa 60 Zentimeter groß werden. Ihr Gift reicht gerade einmal für kleinere Beutetiere (Mäuse, Geckos oder Eidechsen). Die Kapuzennatter kann natürlich aber auch Menschen beißen. Das für Menschen relativ ungefährliche Gift kommt dabei meist nicht zum Einsatz. Nur äußerst selten führt eine Begegnung mit den Tieren auch zu Bissunfällen. Die Vipernatter "Natrix maura" ist eine ungiftige Schlange und die kleinste der europäischen Wassernattern. Sie erreicht nur eine Länge von 60 bis 100 Zentimetern. Auf dem Rücken hat die Schlange oft ein Zickzackmuster das sonst nur bei Vipern auffällt. (Daher der Name) Sie hält sich meist in der Nähe von Wasser (Stauseen, Torrents) auf und kann ausgezeichnet schwimmen und tauchen. Fischen, Amphibien und deren Larven sind die Hauptnahrungsmittel.


Und dann gibt es noch die nordiberische Kreuzotter. Meistens werden Sie diese eher selten zu Gesicht bekommen. Sollte man jedoch von dieser gebissen werden, ist es besser doch einmal einen Arzt zu gehen oder ein Krankenhaus zu besuchen. 

Da man selten weiß welche Art die Schlange hat, sollte man immer vorsichtig sein und nach einem Biss sehr schnell sich in medizinische Behandlung begeben.


Warum sind bei den meisten Häusern die Blendläden im Sommer und im Winter geschlossen?

Ein Grund kann sein, dass der Bewohner oder Bewohnerin nicht zu Hause ist. Eine einfache und simple Erklärung. Natürlich gibt es aber auch noch einige andere Gründe. Im Sommer schützen die Persianes (so heissen die Dinger nämlich) vor zu viel Wärme und direkter Sonneneinstrahlung. Auch der Schmutz der Straße kann nicht so schnell in das Haus gelangen. Bei Regen bieten die Blendläden, der dann natürlich geschlossenen Fenster, den Vorteil, dass diese nicht so schnell schmutzig werden. Da die meisten Fenster auch noch aus Holz sind, schützen die meist blauen oder grünen Blendläden auch das natürliche Baumaterial. (Ab und an fällt ja nun auch mal Regen) Da ja auch bereits in den ganz alten Häusern Öffnungen für Licht und Luft sein mussten, hatte man damals nur kleine und meist quadratische oder runde schutzlose kleine Mauerdurchbrüche angebracht. Erst etwa zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden dann die Fenster größer und die ersten Schutzläden wurden angebracht. Und wer weiß, der ein oder andere Sicherheitsgedanke mag ja wohl auch dabei gewesen sein. Übrigens die Farben der Persianas sind meistens grün oder blau. Eigentlich egal aber die gleichen Farben sind auch bei den vielen Mühlen auf der Insel vorherrschend. (Grün=Wind und Blau=Wasser)

Welche wilden Tiere gibt es?

Das ist eine der meist gestelltesten Fragen der Inselbesucher. So ganz einfach ist das aber leider nicht zu erklären. Vielleicht fragen Sie sich erst einmal selbst was sind "wilde" Tiere? Das größte Übel für viele Landbesitzer sind nämlich die verwilderten Hausziegen. Irgendwann konnten die Tiere aus ihrer Gefangenschaft flüchten und seitdem fressen sie genüßlich die Pflanzen mitsamt der Wurzeln von Mallorcas Boden. Man schätzt, dass mittlerweile etwa 30.000 Tiere ihr Unwesen treiben. Auch Jäger können leider nicht viel ausrichten, da die Tiere sich gut zu tarnen wissen und die Jagdzeit streng reglementiert ist. Dann gibt es leider noch wildlebende Katzen und Hunde auf der Insel. Deren Anzahl ist aber zum Glück in den letzten Jahren stark zurück gegangen. Die Projekte der Tierschützer haben ihr übriges dazu beigetragen. Mönchsgeier, Gabelweihen, Rotmilane oder andere frei lebende Vogelarten gehören meiner Meinung nach nicht zu den "wilden" Tieren. Neben
Leuchtquallen, den Petermännchen (Spinnenfisch) oder einigen Skorpionsarten gibt es natürlich im Meer einige nicht ganz ungefährliche Fischarten. Immerhin leben im "Mare Mediterraneum" etwa 35 verschiedene Haiarten (darunter auch der "weiße Hai) und etwa 700 andere Fischarten. Schwämme, Nesseltiere, Weichtiere, Stachelhäuter, Gliederfüßer und auch etwa 15 Walarten findet der Meeresbiologe. Ansonsten kann sich der Besucher am Besten im Safaripark in Sa Coma einige wilde Tiere - natürlich nur hinter Zäunen und gut gesichert - ansehen. Wer Glück hat findet in der Natur auch Schildkröten, Flamingos, Muttergottesanbeterinnen und natürlich auch die vielen Geckos die wir persönlich als Mückenfänger sehr schätzen. Mehr kann Mallorca den Tierliebhabern aber als wilde Tiere nicht bieten.

Warum gibt es so viele Steinmauern?

Da die Insel "steinreich" ist, wurden früher die vielen Tonnen Steine als Abgrenzungen der Grundstücke und Felder genutzt. Eine Kunst für sich, diese Mauern meist ohne Mörtel zu errichten. Zum Glück gibt es heute wieder mehr Mauerbauer, die wissen, wie die 9 verschiedenen Herstellungsvarianten sind. Wir haben zwar nicht nachgemessen aber man sagt, dass es etwa 25000 Kilometer dieser steinernen Zäune auf Mallorca geben soll.

Was bedeuten die Begriffe "Can" oder "Son" auf einem Hinweisschild?


Wer öfter auf der Insel unterwegs ist, dem fallen bestimmt diese Vorbezeichnungen auf. Man kann die Frage vielleicht so beantworten: Beide Worte bedeuten etwa "Besitz des" wobei Son hauptsächlich bei großen Anwesen verwendet wird. Bei Häusern oder kleineren Gebäuden wird meist das Ca`n davor gesetzt. Aber auch diese Erklärung ist nur teilweise anzuwenden. Oder meinen Sie vielleicht das "Son Servera" ein großes Anwesen ist oder "Ca`n Picafort" nur aus einem kleinen Gebäude besteht? Manchmal passt es halt und manchmal nicht. Eine bessere Erklärung habe ich bis heute aber auch noch nicht erhalten.  

Was bedeuten die Schilder "Vedat privat de caca" oder "Coto privado de caza"?

Kurz und knapp heißt das "Privat". Doch wie häufig gibt es auch hier noch einige Anmerkungen, Dem Jäger auf der Insel wird damit kundgetan, dass dort nicht gejagt werden darf. Eine kleines schwarz-weißes Schild unterstützt dabei noch die Ansage. Leider heißt das aber auch für die vielen Wanderer - hier geht`s nicht weiter. Egal ob man nur kurz über das Grundstück gehen möchte oder ob man zu den Sammlern von Pilzen, wildem Spargel oder zu den Schneckensuchern gehört. Wofür sind die Häuser oder Gebäude die auf Feldern, Wiesen oder den Grundstücken stehn? Eigentlich eine einfache Antwort auf eine doch einfach klingende Frage. Wie überall auf der Welt sollen die Bauwerke Mensch und Tier vor den Naturgewalten schützen.

Auf der Insel gibt es aber verschiedene Arten von Konstruktionen.

1. - Barraques (einfache Hütte) - dienen nur zum Schutz vor Regen oder zuviel Sonne 2. - Casetes d´eines (kleineres Gebäude - etwas größer als die Barraques aber manchmal mit kleinem Ofen, Schlafplatz und Zisterne ausgestattet. 3. - Cases de foravila - Ein kleines Haus mit Vorratsräumen für Viehfutter, Windrad und meistens einem schönem Garten 4. - Posadas - etwa wie ein Dorfhaus eingerichtet. Familienfeiern und ein längeres Verweilen ist möglich 5. - Cases de Possessio - sind sogenannte Herrenhäuser mit meist 2 oder 3 Stockwerken auf etwa 15 bis 250 Hektar Land. Außerdem gab es für die Landarbeiter zusätzliche Wohnmöglichkeiten.

Wie heissen die typischen mallorquinischen Stoffe?

Die "Telas de lenguas" oder auch "Tela de llengües" werden als Zungenstoffe bezeichnet. Eine Ähnlichkeit mit den bekannten orientalischen "Ikats" läßt sich nicht bestreiten. Die uralte Technik, “Reserva” genannt, zeichnet sich durch die besondere Färbung der Faser aus. Diese Art mit Textilien umzugehen arbeitet mit Knoten, die verhindern, dass die Farbe an bestimmte Stellen des Stoffes vordringt. Danach werden diese gefärbt und später, wenn das Stück gewebt wird, erscheint das Muster, das durch die Knoten und die Farben vorbestimmt wurde. So gelingt es, dass beide Seiten des Stoffes das selbe Muster haben.

Warum hat das Meerwasser so viele verschiedene Farben?

Natürlich gibt es Gründe warum das Wasser die vielen unterschiedlichen Farbtöne aufweist. Das Mittelmeer erscheint nicht nur immer in blauen Farbtönen, manchmal kann der Urlauber es auch in türkis (ist ja eigentlich auch blau,oder?), grün, braun oder grau sehen. Es kommt halt darauf an, worauf die Strahlen der Sonne fallen. Je nachdem, was im Meer so alles rumliegt und damit meistens unter der Wasseroberfläche ist, sind Farbspiele immer ein schöner Anblick für jeden Mallorcaliebhaber. Normalerweise ist Wasser ja eine klare Flüssigkeit, so kennen wir es Zuhause aus dem Wasserhahn. In freier Natur ist die Sonne der Farbgeber. (Das Salz übrigens hat absolut nichts damit zu tun) Jetzt kommt es nur noch darauf an, wo und wie die Strahlen auf `s Wasser treffen. Farbvariationen von überraschender Coleur sind das Ergebnis. Manchmal wird das Sonnenlicht reflektiert oder gebrochen oder es gelangt sogar in sehr tiefe Schichten des Wassers. Jedesmal hat dann das Meer ein anderes farbliches Aussehen. Blautöne haben meistens folgende Ursache: Im klaren und sauberen Wasser hat blaues Licht die besten Chancen, durch Streuung zurückgeworfen zu werden. Kurze Wellenlängen des Lichts werden einfach effizienter durch Wasser gestreut als die längeren. Für Grüntöne sind meistens mikroskopisch kleine Algen verantwortlich. Das Hytoplankton nutzt die Sonnenstrahlen zum Wachstum und verändert automatisch dabei das Spektrum des Lichtes, welches vom Meer reflektiert wird. Wenn die Farbe mal grau oder bräunlich ist, dann liegt es zum einen wohl daran, dass hier eine meist sehr flache Wasserstelle ist und zusätzlich viele Sediment- oder Schmutzpartikel im Wasser schwimmen. Wenn das Wasser türkisfarben scheint, dann liegt es am weissen Sand des Meeresbodens, der die Sonnenstrahlen zurückwirft. Natürlich sind davon alle Wellenlängen betroffen aber die roten Strahlen werden meist vom Meer verschluckt und dadurch sieht der Betrachter dann als Ergebnis eine Mischung aus Grün und Blau - das bekannte und gern gesehene Türkis.

Was zirpt da in den Bäumen?

Die meisten Mallorcaurlauber haben sie wohl schon gehört - die manchmal nervigen zirpenden Töne, die aus Bäumen oder Büschen kommen. Meistens hat man keine Möglichkeit, diesem Geräusch auf den Grund zu gehen, denn wenn man sich den Pflanzen nähert, verstummen die Geräusche schnell. Nur wer ganz genau hinschaut und natürlich ein wenig Glück dabei hat, findet diese Plagegeister, die sich ansonsten meisterlich zu tarnen verstehen. Die einfache Lösung heißt: es sind Zikaden. Das stimmt aber auch nur halb, denn einzig die Singzikaden können für menschliche Ohren hörbare Geräusche abgeben. Übrigens ist eine Singzikade ein "musikalisches" kleines Kerlchen, hat das Tier doch als Beispiel ein Trommelorgan, einen Singmuskel oder auch Schallplatten. Keine Angst, schlimmer wird es nicht. Nur dagegen wehren kann man sich halt nicht und so nehmen wir am Besten diesen "Musiker" einfach bei unserem Mallorcaaufenthalt in Kauf.

Wieviel Fisch wird vor der Küste von Mallorca gefangen?


In den letzten Jahren wurden immer weniger Fische gefangen. Waren es im Jahr 2013 etwa 3300 Tonnen, so sind im Jahr (2014) nur noch ca. 3000 Tonnen aus dem Meer gefischt woden. Zum einen liegt das an der Umwelt, zum anderen aber auch an der geringeren Anzahl von Berufsfischern. Am meisten fangen die Fischer Sardinen. (Die kommen nämlich nicht aus der Dose) Danach kommt der Gerret, das ist ein Vertreter aus der Familie der Barsche. (In Port d`Soller gibt es einmal im Jahr am Hafen sogar ein Fest zu Ehren dieses Tieres. Hat dieser Fisch aber wenig davon, denn er wird meistens als Tapas gerne verspeist) Miesmuscheln und die roten Gambas folgen in dieser Aufzählung als weitere Hauptfangtiere. Scholle, der europäische Wolfsbarsch, Thunfisch oder die Goldmakrele sind natürlich ebenfalls gern gefangene und gut verkaufbare Meeresbewohner. In den der Fangsaison 2015 holten die 42 auf Llampugas spezialisierten Fischerboote über 115 Tonnen aus dem Meer. Im letzten Jahr waren es am Ende der Fangzeit gerade einmal 70 Tonnen. 

Welche schwarzen Schoten hängen da an den Bäumen?

Bevor ich Ihnen den Namen des Baumes verrate, sagen wir Ihnen zuerst einmal den Namen der Früchte. "Karoben" heissen die schwarzen und knorrigen etwa bis zu 30 cm lange grüne, zur Reife hin braunviolette, ledrigen Fruchthülsen. Flach zusammengedrückt liegen diese oft unten den Bäumen und werden gerne auch von Landwirten als Viehfutter verwertet. Die schwarzen Samenkörner sind ein kleines Wunder der Natur. Jedes dieser kleinen Körnchen hat nämlich immer das gleiche Gewicht. Durch diese Eigenschaft gerieten sie zu einer besonderen Nutzpflanze. Sie kennen doch bestimmt den Ausdruck "Karat". Das Gewicht von Diamanten und Gold wurde in vergangener Zeit damit ermittelt. Jedes Korn in den Karoben hat nämlich das gleiche Gewicht von 205 mg. Glauben Sie das etwa nicht? Wiegen Sie es nach und lassen Sie sich überzeugen. Das Wort Karat ist jedenfalls aus dem Wort Karoben hervor gegangen. Omas Hausapotheke wußte bereits auch, dass der Saft der Früchte ein hervorragendes Heilmittel gegen Verdauungsstörungen und Durchfall ist. Seit über 2000 Jahren wird dieser Baum kultiviert. Die Früchte sind roh, geröstet oder auch gebacken eßbar und enthalten über 50% Zucker. (Vorsicht Dickmacher) Heute wird der Saft auch als Verdickungsmittel für Lebensmittel eingesetz. Dann mal los und probieren Sie ruhig - Guten Appetit. Ach so ja, der Name des Baumes ist "Ceratonia siliqua", oder wie er meistens einfacher genannt wird, der "
Johannisbrotbaum". Angeblich kommt der Name von Johannes dem Täufer, der soll sich nämlich von den Früchten und Samen während seines Aufenthaltes in der Wüste ernährt haben.

Was liegt da manchmal am Strand und riecht auch noch?


Ein meist höherer Wellengang verursacht dieses Urlauberübel. Obwohl es kein wirkliches Übel ist. Vor der Küste auf dem Meeresgrund in bis zu 40 Meter Tiefe wächst das Neptungras. Manche nennen es auch Poseidongras. Egal welcher Meeresgott für den Namen verantwortlich war, die manchmal hohen Berge dieser Wasserpflanze sind vor allem nach längerer Lagerung am Strand ein je nach Windrichtung, nehr oder weniger riechendes Übel. Obwohl Landwirte für sich dieses Biomaterial manchmal gerne als Dünger für ihre Wiesen nutzen. Auch die Schönheitsindustrie hat die Pflanze entdeckt. Eine weitere Möglichkeit ist die abgestorbene Pflanze als Dämmmaterial einzusetzen. Außerdem schützt es vor Erosion der Strände und damit dürfte dann auch der letzte Urlauber dieses Seegras nicht mehr so ganz als lästig bezeichnen.  

Was sind die runden Kugeln am Strand?

Wenn Sie vielleicht meinen, die runden bräunlichen Kugeln sind etwas was vielleicht Tiere (Kamele, Pferde o. ä.) hinterlassen haben, dann sind Sie zum Glück auf dem Holzweg. Oder besser gesagt auf dem Seegrasweg. Kleine und meist abgestorbene Fasern des Neptun- oder Poseidongrases findet man auf der ganzen Welt. Mein schönstes gefundenes Exemplar hat etwa die Größe einer Kugel beim Kegeln. Genauso rund aber nach Trocknung und Wasserverlust um etliches leichter als im feuchten Zustand. Auch geruchsmäßig kann ich nichts negatives berichten. Der ein oder andere Leser kann sich vielleicht noch an Zeiten erinnern, als das getrocknete Seegras als Füllmaterial bei Matratzen zum Einsatz kam. Wer einen dieser Bälle aufbricht, was nicht ganz einfach ist, der findet meistens in der Mitte ein kleines aber dickeres Stück Seegras oder ähnliches. Um dieses Mittelstück wickeln sich im Laufe der Zeit durch die Wellenbewegung immer mehr der Fasern. Und nach einiger Zeit kann der Urlauber dann mit diesen Kugeln sogar Boccia spielen. Greifen Sie ordentlich zu, es passiert bestimmt nichts.
 
Welche Aufgaben haben die drei Polizei-Arten? Die Einsatzbereiche sind klar aufgeteilt: (Na ja, mehr oder weniger zumindest)

Die Guardia Civil ist eine paramilitärische Polizeieinheit. Ihre erste Aufgabe ist die Wahrung der Demokratie und die Sicherstellung der Verfassung. Sie handelt nach folgendem Leitspruch: El honor es mi divisa („Ehre ist meine Devise“). Nie habe ich nettere Polizisten kennengelernt als diese Einheiten. Manche Familien dieser "Ordnungshüter" leben sogar mit ihrer gesamten Familie in Kasernen. Unter anderem haben diese Einheiten auch noch folgende Aufgaben: Autobahnpolizeiliche Aufgaben (Tipp: Halten Sie besser an wenn Sie von denen heran gewunken werden) Drogenbekämpfung Grenzschutz und Zollfunktionen (deswegen auch am Flug- oder Fährhafen häufig zu sehen) Küstenwache und einige andere Aufgaben auch noch Die Policia National oder Nationalpolizei untersteht dem Innenministerium ebenso wie die Guardia Civil. Dabei nehmen beide Polizeieinsatzkräfte gleichwertig schutz- und auch kriminalpolizeiliche Aufgaben wahr. Wer einen Ausweis oder Reisepass benötigt, ist hier auch richtig aufgehoben. Für die Einreise der Besucher der Insel sind die meist in Zivil auftretenden ebenfalls zuständig. Man sieht es ihnen ja nicht an, aber auch mit diesen Einheiten ist nicht gut Kirschen essen. Deshalb sollten die Gäste der Insel aber auch die Insulaner sich besser ordentlich verhalten. Die Policia Local sind den Kommunen unterstellt. Ihre Aufgaben liegen eher im einfacheren Aufgabenbereich. Meistens haben diese Polizisten auch nur eine kurze Ausbildung erhalten. Gerne werden sie als Beispiel bei Fira und Festes für Absperrungen oder auch für die Überwachung des fliessenden Verkehrs in den Orten. Gottseidank wird mittlerweile auch stärker gegen die Hütchenspieler und andere unliebsame Zeitgenossen vorgegangen. Häufig überschneiden sich aber auch die Einsatzbereiche der verschiedenen Polizeieinheiten.

Einige Menschen gehen über den Strand und suchen wohl etwas. Was kann das sein?

"Wer suchet der findet" ist ein uraltes Sprichwort. Für mich trifft das natürlich auch zu aber das Glück genau das zu finden was ich eigentlich gesucht habe war mir nicht vergönnt. Zumindest nicht das, was manche Insulaner manchmal sehr intensiv suchen. Worum geht es eigentlich - Die "Piedras de Santa Lucia" oder auf deutsch der Stein der St. Lucia ist der Deckel einer Schneckenart (Turbanschnecke), die es hauptsächlich nur in den Gewässern der Balearen gibt. Meistens hat die Muschel eine leicht rosa Farbe und eine spiralförmige Intarsie. Ein Kenner der Szene verriet mir dann seine Tricks, um "Shivas Auge" wie diese Muschelschale auch genannt wird, zu finden. Ein Tipp war, dass man nach Stürmen die Steine am einfachsten findet, verriet mir "Edi" mein spanisch-schweizer Freund an der Ostküste. Die Legende sagt, dass, wer eine Muschel dieser Art in seiner Geldbörse hat, nie Angst haben muß, dass sein Portomaneie einmal leer sein wird. Wer viel Zeit hat, kann es ja einmal versuchen. Wir wünschen viel Erfolg.

Kann man bei den Hütchenspielern auch gewinnen?

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Besser den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach. Mir fallen bestimmt noch mehr passende Sprichworte ein. Gehen Sie diesen "netten" Zeitgenossen, mit dem Pappkarton als Spieltisch, besser aus dem Weg oder besser aus dem Hütchen. Natürlich sieht man dort auch Menschen, die sich über einen Gewinn freuen. Glauben Sie mir besser - das sind alles "Angestellte" des Zauberers mit der kleinen Kugel. Eine wirkliche Chance haben Sie nicht. Lassen Sie Ihr Geld besser da, wo es sicher aufgehoben ist.

Was suchen die Menschen an den Straßenrändern und in der Botanik?

Kaum zu glauben, aber es gibt an den Rändern der Straßen auf Mallorca jede Menge sehr leckerer Dinge. (Wer es mag) Auf vielen trockenen Gräsern und Blumenstielen finden sich manchmal Schnecken, die in der mallorquinischen Küche gerne und auch häufig als delikates Mahl zubereitet werden. Für uns, soll heißen für die Menschen, die nicht gerne diese Weichtiere essen, ist es dann doch besser, sich auf die Suche nach dem wilden grünen Spargel zu machen. Zumindest ist das eine preiswerte und kalorienverbennende Art der Nahrungsmittelsuche.

Warum gibt es unterschiedliche Schreibweisen bei den Straßenschildern?

(Paguera-Peguera, Cala Ratjada-Cala Rajada) Ist es etwa eine gewollte Erschwerung bei der Suche nach den Urlauberzielen? Klare Antwort - Nein, es gibt eine einfache und schnelle Erklärung. Der Grund ist, dass die Bezeichnungen von Orten oder Straßen leider manchmal in Castellano oder in Mallorquin geschrieben sind. Auch wir als Urlauber haben uns aber mittlerweile an diese Eigenart auf Mallorca gewöhnt. (Wenn es nicht noch viel mehr wird)

Weiteres folgt:

z. B. Warum haben die Windmühlen unterschiedliche Farben und Formen?
z. B. Wieviel gebe ich als Trinkgeld in den verschiedenen Lokalitäten?
z. B. Wieviel Waren darf ich von Mallorca mit nach Deutschland mitnehmen?

Dieses und noch viel mehr werden wir nach genauesten Recherchen dem Leser in Kürze beantworten.

 
  Seit dem 01.04.2012 waren bereits 512165 Besucher auf unserer Mallorca-Seite